BUND-Vorsitzender Olaf Bandt
(Foto: Simone Neumann)
„Die Weiterentwicklung des ANK ist richtig. Es muss als zentrales Förderinstrument für den natürlichen Klimaschutz langfristig Wirkung haben, um nachhaltige Erfolge zu bringen. Auch die Landnutzenden brauchen Planungssicherheit. Beim Blick aufs Detail fällt jedoch insbesondere bei den Mooren, die zusammen mit dem Wald der zentrale Lebensraum zur CO2-Speicherung im Landnutzungssektor sind, ein gravierender Widerspruch zum Koalitionsvertrag auf: Statt die nationale Moorschutzstrategie wie vorgesehen zu verstetigen, werden die Ambitionen herabgesetzt. Statt fünf Millionen Tonnen Treibhausgase jährlich bis 2030 durch Moorwiedervernässungen einzusparen, sollen jetzt nur noch 2,5 Millionen Tonnen jährlich ausreichen. Das wird nicht genügen, um unsere Klimaziele zu erreichen.
Immerhin gibt es mit der Weiterentwicklung jetzt auch konkrete Zielvorgaben bis 2040 bzw. 2045. Allerdings bleiben auch diese hinter wissenschaftlichen Einschätzungen dessen zurück, was nötig wäre. Die Bundesregierung hat aber offenbar begriffen, dass ohne großflächige Moorwiedervernässung selbst diese weniger ambitionierten Ziele unerreichbar bleiben.“
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