UN-Biodiversitätskonferenz: Bundesregierung muss Umsetzung des Weltnaturabkommens voranbringen

16. Oktober 2026 | Naturschutz

BUND fordert Stopp naturschädlicher Subventionen

  • Halbzeitbilanz: Artensterben und Verlust von Natur schreiten weiter voran
  • Schnellere Umsetzung von Weltnaturabkommen dringend erforderlich
  • Bundesregierung muss naturzerstörende Subventionen stoppen
     

Zum Start der 17. UN-Biodiversitätskonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD COP 17) in Jerewan fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bundesregierung auf, sich bei den Verhandlungen für die beschleunigte Umsetzung des Weltnaturabkommens einzusetzen. Das Abkommen wurde 2022 beschlossen – die Halbzeitbilanz nach vier Jahren zeigt: Ohne deutlich mehr Anstrengungen und wirksamere Maßnahmen werden die Ziele für den Schutz und die Wiederherstellung der Natur bis 2030 verfehlt. 

Verena Graichen, BUND-Geschäftsführerin Politik: „Vier Jahre nach Verabschiedung des Weltnaturabkommens geht es der Natur schlechter, nicht besser. Arten sterben aus, Lebensräume verschwinden. Auch in Deutschland fehlt noch immer der politische Wille, die Ursachen der Naturzerstörung tatsächlich anzugehen. Die Bundesregierung muss naturzerstörende Subventionen stoppen und ihre Land-, Forst- und Fischereipolitik auf Naturschutzkurs bringen. Eine intakte Natur ist für unser Überleben unverzichtbar.“

Deutschland trägt globale Verantwortung

Deutschlands Wirtschaft, Handel und Finanzströme treiben die Biodiversitätskrise voran. Würden alle so leben wie in Deutschland, bräuchte es nahezu drei Planeten. Der BUND fordert die Bundesregierung deshalb auf, den ökologischen Fußabdruck Deutschlands konsequent zu senken. Dazu muss die Regierung umweltschädliche Subventionen, Investitionen und Handelsverträge umgehend stoppen.

„Raubbau an der Natur darf sich nicht mehr lohnen“, so Graichen. „Wer Wälder, Feuchtgebiete und Korallenriffe zerstört und zur Ausrottung von Arten beiträgt, muss mit Konsequenzen und nicht mit Subventionen rechnen. Die Politik muss die Weichen so stellen, dass der Verbrauch von Energie, Ressourcen und Fläche auf ein für Natur und Klima verträgliches Maß gesenkt wird.“

Der BUND fordert die Bundesregierung auf, sich in Jerewan dafür einzusetzen, dass die Weltgemeinschaft bei der 17. UN-Biodiversitätskonferenz ein starkes Signal setzt und Vereinbarungen trifft, die wirksam für eine bessere und schnellere Umsetzung des Weltnaturabkommens sorgen. 

Gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen hat der BUND Forderungen an die Bundesregierung zur 17. UN-Biodiversitätskonferenz formuliert. Dazu gehört auch die zügige Umsetzung der Vorgaben zum Schutz und zur Wiederherstellung der Natur in Deutschland und Europa. 

Mehr Informationen:

Kontakt: 

  • Nicola Uhde, BUND-Expertin für globale Biodiversitätspolitik, Tel.: +49 30-275 86 498, E-Mail: Nicola.Uhde(at)bund.net

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