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Kommentar: Stellungnahme Bundesrat zum Atomgesetz

08. Juni 2018 | Atomkraft, Energiewende

Zur heute beschlossenen Stellungnahme des Bundesrates zum Atomgesetz erklärte Thorben Becker, Atomexperte des BUND:

BUND-Energieexperte Thorben Becker  (Sebastian Hennigs)

"Der BUND begrüßt ausdrücklich, dass der Bundesrat sich heute grundsätzlich dafür ausgesprochen hat, Atomkraftwerke früher abzuschalten, die das Stromnetz verstopfen und damit die Erneuerbaren Energien ausbremsen. Der Bundesrat stellt zu Recht fest, dass es der Energiewende zuwiderliefe, wenn weiter Strommengenübertragungen auf Atomkraftwerke (AKW) möglich sind, die in Netzausbaugebieten stehen. Aber statt zu fordern dies in der anstehenden Novelle des Atomgesetzes zu regeln, soll erst mit den AKW-Betreibern verhandelt werden. Dies lehnt der BUND ab.

Der BUND fordert die Fraktionen des Deutschen Bundestages auf, die inhaltliche Argumentation des Bundesrates zu übernehmen. Die Konsequenz muss dann aber ein schnelles Verbot von weiteren Strommengenübertragungen auf AKW in Netzausbaugebieten sein. Dies wäre ein kleiner aber wichtiger Schritt für die Energiewende und einen beschleunigten Atomausstieg."

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