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Kommentar: Gentechnik nicht verschleiern, Gentechnik-Regulierung umsetzen

24. Oktober 2019

Anlässlich des heutigen EU-Verbraucherministerrats und eines gestern verschickten offenen Briefes von Verbänden der Agrar- und Ernährungsindustrie fordert Daniela Wannemacher, Gentechnik-Expertin beim BUND die ordnungsgemäße Umsetzung des EuGH-Urteils zu neuer Gentechnik:

Daniela Wannemacher, BUND-Expertin für Gentechnik  (Simone Neumann)

"Das EuGH-Urteil im vergangenen Jahr hat bestätigt: Neue gentechnisch veränderte Organismen (GVO) fallen unter die EU-Gentechnik-Gesetzgebung. Das Vorsorgeprinzip und die Anforderungen an die Bewertung von Gesundheits- und Umweltrisiken, das Durchlaufen eines Zulassungsverfahrens vor Markteintritt sowie Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit gelten uneingeschränkt auch für alle neuen GVO. Das ist der Maßstab, der an neue Gentechnik-Verfahren angelegt werden muss.

Der BUND ist wie viele Verbände der Meinung: Nur die konsequente Anwendung des geltenden Gentechnikrechts sichert die Wahlfreiheit. Verbraucherinnen und Verbraucher, Züchterinnern und Züchter, Bäuerinnen und Bauern, Lebensmittelverarbeiterinnen und -verarbeiter wie auch der Handel, die ohne Gentechnik wirtschaften und einkaufen wollen, müssen diese Freiheit weiterhin haben.

Agro-Gentechnik ist in der EU weiter ein Angebot ohne Nachfrage. Und der Ruf nach der CRISPR/Cas-Methode zur gezielten DNA-Bearbeitung zeigt, dass der konventionellen Agrar- und Ernährungsindustrie die Antworten ausgehen. Sie hofft weiterhin auf technische Lösungen, um das nicht mehr zukunftsfähige Modell der Gentechnik weiter am Leben zu halten. Tatsächlich braucht es in Zeiten der Klima- und Biodiversitätskrise eine Agrarwende. Die Umstellung des Agrarsystems, nachhaltigere Anbausysteme und Vielfältigkeit sind die Antworten und nicht Gentechnik."

Mehr Informationen

  • zur Gentechnik
  • In einem gemeinsamen Brief haben Umwelt-, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzverbände das Bundesumweltministerium, das Bundesagrarministerium und das Justizministerium aufgefordert, sich auf europäischer Ebene für die Sicherstellung der europarechtlich vorgeschriebenen Regulierung neuer Gentechniken einzusetzen.
  • Kontakt: Daniela Wannemacher, BUND-Expertin für Gentechnik, Mobil: 015 90 / 1340227, daniela.wannemacher(at)bund.net 
  • BUND-Pressestelle (Sigrid Wolff / Daniel Jahn / Judith Freund / Heye Jensen), Tel. (030) 2 75 86-425 / -531 / -497 / -464, presse(at)bund.net

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