Digitale Schreibwerkstatt

Motivierte Mitstreiter*innen gesucht! Für die erste digitale BUND-Schreibwerkstatt sucht der BUND engagierte Menschen, die Lust haben, das "Gute Leben für alle" in einer wachstumsunabhängigen Gesellschaft bereits heute zu gestalten. Gemeinsam wollen wir radikal-realpolitische Vorschläge für eine zukunftsfähige Wirtschaft in die politische Diskussion einbringen. Die Gestaltung der Zukunft betrifft uns alle, von daher: Machen Sie mit!

Ausschreibung: Jetzt bis zum 23. August 2020 bewerben!

Unser auf Wachstum basierendes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem hat die globalen ökologischen Grenzen bereits massiv überschritten – Klimakrise und das rasante Aussterben von Arten bedrohen die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten.

Nur ein gesellschaftlicher Aufbruch führt uns aus der Corona-Krise und zu einem erfolgreichen Umgang mit der Klimakrise und dem Artensterben. Dazu müssen wir grundlegende soziale und ökologische Fragen als Gesellschaft gemeinsam beantworten.

Aus diesem Anlass hat der BUND die erste digitale Schreibwerkstatt eröffnet: Sie ist für diejenigen, die Lust haben, das "Gute Leben für alle" in einer wachstumsunabhängigen Gesellschaft bereits heute zu gestalten.

Machen Sie mit und bewerben Sie sich! Gemeinsam wollen wir radikal-realpolitische Vorschläge für eine zukunftsfähige Wirtschaft erarbeiten und in die politische Diskussion einbringen.

 Zu den Teilnahmebedingungen

Digitale BUND-Schreibwerkstatt

Jetzt bewerben

Aktiv werden

Im Fokus: Wachstumsunabhängig – warum?

Unser auf Wachstum basierendes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem hat die globalen ökologischen Grenzen bereits massiv überschritten – Klimakrise und das rasante Aussterben von Arten bedrohen die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Zeitgleich führt uns die Corona-Pandemie vor Augen, wie verletzlich unsere Natur ist.

Die Corona-Pandemie ist eine Infektionskrankheit, die wahrscheinlich von Wildtieren auf den Menschen übertragen wurde. Der Ursprung der Corona-Pandemie liegt in unserem Umgang mit der Natur – wir Menschen verändern Lebensräume wie niemals zuvor. Der Zusammenhang ist klar: Bringen wir unsere Natur aus dem Gleichgewicht, so bringen wir uns auch als Menschen in Gefahr. Die Corona-Krise wirft zudem ein grelles Licht auf gesellschaftliche Ungleichheiten. Auch in sozialer Hinsicht gerät unser Wirtschaftssystem an seine Grenzen. Eine immer höhere Arbeitsbelastung, Überstunden, die Beschleunigung des Lebensalltags sowie die steigende Ungleichheit von Einkommen und Vermögen auch in Deutschland sind dafür klare Anzeichen.

Nur ein gesellschaftlicher Aufbruch führt uns aus der Corona-Krise und zu einem erfolgreichen Umgang mit der Klimakrise und dem Artensterben. Dazu müssen wir grundlegende soziale und ökologische Fragen als Gesellschaft gemeinsam beantworten. Für einen sozial-ökologischen Umbau weg von einer Konkurrenz- und hin zu einer Gemeinwirtschaft müssen wir radikal mit den bestehenden Denkweisen brechen, auf denen unser aktuelles Wirtschaftssystem beruht.

Es gibt bereits einige Visionen einer Postwachstumswirtschaft und -gesellschaft, allerdings wenig konkrete Vorschläge, wie der Weg dahin gestaltet werden kann. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir wissenschaftlich basiert Wege der Transformation aufzeigen und konkrete Vorschläge formulieren:  Unser Ziel ist eine Postwachstumsgesellschaft, in der soziale Gerechtigkeit mit Umwelt- und Naturschutz Hand in Hand geht. Eine Gesellschaft, in der wir Wohlstand so verstehen, dass gemeinsames Wirtschaften an menschlichen Bedürfnissen orientiert wird. Dass wir füreinander und uns selbst Sorge tragen und die Natur als Teil unseres eigenen Lebens sehen. Um ein "Gutes Leben für alle" sicherzustellen, müssen wir auch bestehende Herrschafts- und Diskriminierungsformen kritisch reflektieren und überwinden.

Die enge weltwirtschaftliche Verflechtung macht es dabei notwendig, auch nach internationalen Antworten zu suchen. Die Lebens- und Produktionsweisen im globalen Norden, insbesondere auch das Wirtschaften der Europäischen Union, haben erhebliche Auswirkungen auf andere Teile der Welt. Wir in Europa sind deshalb besonders gefragt, diese Auswirkungen zu beenden und einen emanzipatorischen Weg hin zu einer sozial-ökologischen Gemeinwirtschaft zu finden.

BUND-Bestellkorb