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Weihnachtsbeleuchtung ohne Energieverschwendung

05. Dezember 2017 | Energiewende, Nachhaltigkeit

So schön die Weihnachtsdekoration auch ist, sie sollte nicht permanent eingeschaltet sein.  (Tabeajaichhalt / pixabay.com)

Millionen Menschen bringen in der Adventszeit ihre Wohnungen, Gärten und Balkone mit Lichterketten, Lämpchen oder blinkenden Weihnachtssternen zum Leuchten.

So schön solche winterlichen Lichterspiele auch sind, sie verschwenden oft jede Menge Strom: Dem Energieunternehmen Lichtblick zufolge wird mit Weihnachtsbeleuchtung deutschlandweit genauso viel Strom verbraucht wie in einer Stadt mit 270.000 Einwohnern im gesamten Jahr.

Insbesondere Glühlämpchen lassen die Stromrechnung in die Höhe schnellen und tragen mit ihrem hohen Energieverbrauch auch zum Klimawandel bei.

Wir empfehlen daher, auf Weihnachtsbeleuchtung mit Leuchtdioden (LED) umzustellen. LED-Modelle halten nicht nur wesentlich länger, sie verbrauchen auch bis zu 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Lichterketten. Und das kann richtig Geld sparen: Der Betrieb einer Lichterkette mit Glühlämpchen kostet in der Advents- und Weihnachtszeit bei täglich zwölf Stunden Gebrauch rund sechs Euro, bei entsprechenden LED-Modellen dagegen weniger als einen Euro. Wichtig ist jedoch, keine batteriebetriebenen Lichterketten zu kaufen, denn Batterien landen früher oder später im Müll. Viele Tonnen Cadmium gelangen jedes Jahr unkontrolliert in die Umwelt, weil Batterien nicht fachgerecht entsorgt werden. Lichterketten mit Anschlussmöglichkeit in der Steckdose belasten die Umwelt weniger. Zusatzfunktionen wie Licht dimmen oder Farbwechsel können jedoch den Energieverbrauch erhöhen. Als Außenbeleuchtung eignen sich solarbetriebene LED-Lichterketten.

Grundsätzlich sollten Sie die weihnachtliche Deko nicht permanent brennen lassen, sondern diese bedarfsgerecht ein- und ausschalten. Die nötigen Zeitschaltuhren gibt es im Handel bereits für weniger als zehn Euro. Davon profitieren neben Anwohnern auch nachtaktive Tiere: Künstliches Licht suggeriert Tieren einen verlängerten Tag oder gar Sommer. Dies kann verheerende Folgen haben, da sich Vogelzug oder Winterschlaf verschieben, wodurch viele Tiere schlechtere Überlebenschancen haben. So gilt auch – und vielleicht besonders – zu Weihnachten: Weniger ist häufig mehr.

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