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Ungetrübtes Badevergnügen in Seen und Flüssen

01. Juni 2018 | Flüsse & Gewässer, Umweltgifte, Landwirtschaft

Ungetrübtes Badevergnügen  (manu schwendener / Foto: CC0 1.0 )

Algenblüten, Bakterien oder auch Gülle-Einträge aus der Landwirtschaft belasten unsere Seen. Zwar wird regelmäßig die Was­ser­quali­tät von deutschen Seen und Flüssen als gut bewertet. Aber nicht jede Bade­stelle wird bei den Testver­fahren erfasst.

Wo darf man überhaupt baden?

Zunächst einmal natürlich an den rund 2.000 ausgewiesene Badestellen und Naturbädern an Deutschlands Küsten, Seen und Flüssen. Doch auch Wildbaden, also das Baden außerhalb von offiziellen Badestellen, ist nicht so verboten wie es klingt. Baden gehört vielerorts zum Gemeingebrauch. Doch das regeln die Bundesländer unterschiedlich. Deshalb unbedingt vor dem Sprung ins kalte Nass informieren, was wo erlaubt ist und was nicht!

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass Gewässer, die nicht als Badegewässer ausgewiesen sind, nicht untersucht werden. Daher gilt hier: genau hinschauen und möglichst schon im Vorfeld Informationen über mögliche Belastungen einholen! Denn auch, wenn die Zeit der großen ungeklärten Industrieeinleitungen vorbei ist – Altlasten sind nicht sichtbar.

Wo ist das Baden empfehlenswert?

Gerade an Flüssen entsteht häufig Gefahr durch gefährliche Strömungen, die man an der Wasseroberfläche oft kaum erkennt. Wichtig ist, vor allem nicht zu weit raus zu schwimmen, die eigenen Kräfte richtig einzuschätzen und Kinder immer im Blick zu haben – Vorsicht kann hier Leben retten.  

Ein glasklarer See ist ein gutes Anzeichen für hohe Wasserqualität. Grüne Algen, die sich bei hoher Sonneneinstrahlung im Wasser schnell vermehren, sind zwar nicht besonders einladend, aber in der Regel ungefährlich. Hier können Sie in der Regel ebenfalls bedenkenlos schwimmen.

Vorsichtig sollte man jedoch bei trübem und blau schimmerndem Wasser sein: Auslöser der Färbung könnten Blaualgen (Cyanobakterien) sein, die beim Verschlucken oder bei Hautkontakt schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen. Vor allem Kinder sind gefährdet.

Ein faulig riechender See hat einen extrem niedrigen Sauerstoffgehalt. Pflanzen und Tiere sind abgestorben und bieten Bakterien eine ideale Lebensgrundlage. Solche Gewässer sollten Sie meiden!

Weitere Tipps, damit  Flüsse und Seen weiterhin so schön bleiben:

  • Eine umweltfreundliche Anreise ist das A und O – fangen Sie den Badeausflug doch bequem mit Bus, Bahn oder dem Fahrrad an.
  • Sonnencreme enthält oft Mikroplastik – Gift für unsere Gewässer! Beachten Sie deshalb unseren Einkaufsratgeber und verzichten Sie auf Produkte mit Mikroplastik.
  • Vor dem Freibadbesuch duscht man sich einmal ab – am See dagegen nicht. Deshalb landen Reste von Hautcremes, Deo und Co. im Wasser. Auch hier gilt: Weniger ist mehr! Verwenden Sie am besten umweltfreundliche Pflegeprodukte.
  • Denken Sie im Vorfeld daran, Müll möglichst zu vermeiden. Fällt doch Abfall an, sollten Sie diesen zuhause entsorgen.
  • Idylle braucht Ruhe: Vermeiden Sie Lärm, um die Tiere am See und Fluss nicht zu stören. Vielen Dank!

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