So gelingt der umweltbewusste und klimaschonende Einkauf im Supermarkt

29. August 2023 | Massentierhaltung, Landwirtschaft, Klimawandel, Nachhaltigkeit

Umwelt-Siegel sollen Orientierung im Supermarkt bieten. Doch die verschiedenen Kennzeichnungen sind oft unverständlich. Wir verraten, worauf Sie beim Lebensmittel-Einkauf unbedingt achten sollten.

Gedeckter Tisch mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Heimische Früchte direkt von Landwirt*innen sind immer eine gute Idee.  (shironosov / via canva.com)

Das Thema ist komplex. Aber mit diesen drei einfachen Tipps ist schon viel erreicht: 

  • Produkte aus Ökolandbau vorziehen
  • Weniger tierische Produkte konsumieren
  • Regional und saisonal essen und nichts verschwenden

Öko-Produkte sind klimafreundlicher

Lebensmittel aus ökologischem Anbau sind gut für den Menschen, die Umwelt und das Klima. Man erkennt sie am europäischen Biosiegel mit einem Blatt auf grünem Hintergrund oder dem deutschen sechseckigen Biosiegel. Zudem tragen viele Bioprodukte die Siegel der Anbauverbände.

Öko-Produkte sind im Durchschnitt besser für Umwelt und Klima besser als konventionell hergestellte, weil im Ökolandbau ohne chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide gewirtschaftet wird. Deren Produktion ist sehr energieintensiv. Zudem werden im Öko-Landbau Tiere häufiger auf der Weide gehalten. Das erhält Grünland, was wiederum CO2 speichert, also wichtig für den Klimaschutz ist. Ohne die Tierhaltung würde dieses Land verbuschen oder Wald entstehen – und in der Folge im Boden weniger CO2 gespeichert werden.

Tierische Produkte reduzieren

Bei der Haltung von Tieren entstehen fast immer viele Emissionen, die das Klima massiv belasten. Weniger Fleisch, Milch und Käse wären aber gut. Wenn wir die Klimaziele einhalten wollen, sollten wir jede zweite Portion tierischer Produkte weglassen. Das haben inzwischen viele renommierte Forschungsgruppen festgestellt. Daran führt also kein Weg vorbei.

Weniger Tiere brauchen weniger Tierfutter. Mit den frei gewordenen Anbauflächen könnten wir auch in Zukunft alle Menschen auf dieser Welt ernähren – und das sogar mit umweltschonenderer, extensiverer Bewirtschaftungsweise wie beispielsweise im Ökolandbau. Essen Sie weniger tierische Produkte, helfen Sie damit also der Umwelt unmittelbar und sparen eine Menge Treibhausgase ein.

Regional und saisonal essen – und möglichst nichts verschwenden

Viele Produkte wie beispielsweise Tomaten oder Äpfel werden sowohl in Deutschland produziert als auch aus anderen Gegenden der Welt importiert. Je kürzer der Transportweg ist, desto besser ist es fürs Klima. Auch den Speiseplan an die Saison anzupassen, spart viel Energie. Denn die Lagerung von Obst und Gemüse frisst viel Strom. Saisonkalender von heimischem Obst und Gemüse finden Sie regionalspezifisch nach kurzer Suche im Internet.

Kaufen Sie nur soviel, wie Sie tatsächlich verbrauchen. Denn weggeworfene Lebensmittel sind ein großes Problem fürs Klima. Anschauen, riechen, probieren – was diesen einfachen Test besteht, kann oft auch nach Ablauf des angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatums problemlos gegessen werden. 

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