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Gelbe Sterne am Waldboden: Das Scharbockskraut

22. März 2018 | Naturschutz

Blühendes Scharbockskraut sollten Sie nicht mehr essen.  (Pezibear / pixabay.com)

Wer im März durch den Wald geht, erkennt es nur, wenn er es kennt. Denn bis etwa Ende März sieht man nur seine Blätter. Aber ab Mitte April überzieht das Scharbockskraut den feuchten Waldboden mit leuchtend gelben Blüten. Und die sind zwar klein, aber nicht zu übersehen. Nicht nur im Wald, auch in Böschungen, am Wegesrand und generell an schattigen Standorten gedeiht dieses Wildkraut. Sein lateinischer Name lautet Ranunculus ficaria und es gehört zu den Hahnenfußgewächsen.

Essbarer Frühlingsbote

Das Scharbockskraut ist, wie so viele erste Frühlingskräuter, ein Zeichen dafür, dass sich am Wegesrand langsam, aber unaufhaltsam wieder etwas tut. Und seine hübschen gelben Blüten haben ein so sattes Gelb, das einfach gute Laune macht.

Verwendung in der Küche

Die Blätter des Scharbockskrauts schmecken leicht säuerlich scharf und können in Salaten mit Wildkräutern oder in Wildkräuter-Suppen verwendet werden. Sie passen auch prima in einen Quark aus Wildkräutern. Sie können sie auch als Beigabe oder in Ergänzung mit anderen essbaren Wildkräutern verwenden. Sehr lecker schmecken Scharbockskraut-Blätter auch als Zugabe zu lauwarmem Kartoffelsalat. Oder natürlich in einem Smoothie.

Inhaltsstoffe und Heilwirkungen des Scharbockskrauts

Früher war das Scharbockskraut eines der Wildkräuter, die besonders bei Seefahrern sehr beliebt waren, denn es enthält sehr viel Vitamin C und wirkte so dem Skorbut entgegen.

Neben seinem hohen Vitamin C Gehalt bietet das Scharbockskraut auch noch Gerbstoffe und Sapoine. Gerbstoffe wirken antibakteriell und entzündungshemmend. In hoher Dosis können sie allerdings auch schädlich sein, da sie die Aufnahme von Mineralstoffen und Vitaminen verhindern und die Eiweiß-Verwertung erschweren.

Sapoine besitzen entzündungshemmende, schleimlösende, harntreibende und hormonstimulierende Eigenschaften. Außerdem binden sie Cholesterin und unterstützen die Aufnahme von Nährstoffen.

Achtung: Blühendes Scharbockskraut bitte nicht mehr essen!

WICHTIG: So schön seine satt-gelben Blüten auch sind – wenn sie da sind, sollten Sie das Scharbockskraut nicht mehr zum Essen sammeln! Denn während und auch nach der Blüte enthält es das giftige Protoanemonin, einen Stoff, der typisch für Hahnenfußgewächse ist. Vor der Blüte ist sein Anteil aber unbedenklich, insbesondere, wenn man nicht jeden Tag Scharbockskraut-Blätter isst.

Dieser Ökotipp stammt von Jeannette Cwienk (www.wilderwegesrand.de).

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