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Blaualgen vor dem Baden erkennen

03. September 2018 | Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Naturschutz, Landwirtschaft

Vorsicht beim Baden! Eine bläulich-grüne Verfärbung des Wassers kann ein Hinweis darauf sein, dass ein See mit Blaualgen belastet ist.  (Jörg Farys / BUND)

Auch nach der Hitzewelle bleibt es warm in Deutschland. Es herrscht vielerorts bestes Badewetter. Aber zahlreiche Seen sind mit Blaualgen belastet. Das bedeutet: Badewarnung oder sogar Badeverbot. Doch warum eigentlich? Wir haben die wichtigsten Informationen zu Blaualgen für Sie zusammengetragen.

Was sind Blaualgen und wie entstehen sie?

Blaualgen sind im eigentlichen Sinne gar keine Algen, sondern sogenannte Cyanobakterien. Einige von ihnen enthalten einen grün-blauen Farbstoff, der Ihnen umgangssprachlich den Namen "Blaualgen" verliehen hat. Sie kommen hauptsächlich in Flüssen und Seen vor, treten aber zeitweise auch im Meerwasser auf.

Langanhaltend hohe Temperaturen, viel Sonnenschein und geringe Windbewegungen fördern das Algenwachstum. Werden nun zusätzlich noch Nährstoffe aus landwirtschaftlicher Düngung in die Gewässer eingetragen, kann dies zu einer Massenentwicklung der Blaualgen führen, sodass gesamte Gewässer von den Algen befallen werden können.

Wie gefährlich sind Blaualgen?

Einige Blaualgen produzieren Giftstoffe, die für Menschen eine Gesundheitsgefahr darstellen können. Insbesondere Menschen mit geschwächtem Immunsystem sowie Kleinkinder und Schwangere sollten das Baden in belasteten Gewässern vermeiden. Der Kontakt mit Blaualgen führt häufig zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen, es können aber auch stärkere Reaktionen auftreten, die sich zum Beispiel in Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, Fieber oder Atemwegserkrankungen äußern. Zudem können Blaualgen Bindehautentzündung auslösen oder die Leber schädigen.

Wie kann ich Blaualgen erkennen?

An ausgewiesenen Badestellen wird die Qualität der Gewässer regelmäßig überprüft. Der BUND weist außerdem auf die Deutschlandkarte des Umweltbundesamts hin, auf der die Wasserqualität an ausgewiesenen Badestellen nachgelesen werden kann.

Schwieriger wird es allerdings bei Gewässern, die nicht als Badegewässer ausgewiesen sind. Diese werden meist nicht untersucht und können neben Blaualgen auch mit weiteren Schadstoffen belastet sein.

Darum: Wenn ein Gewässer grünlich oder bläulich-grün gefärbt wirkt, Schlierenbildung oder Algenteppiche zu sehen sind, eine wolkenartige Verteilung im Wasser zu sehen ist, tote Fische an der Wasseroberfläche treiben oder wenn beim Stehen bis zu den Knien im Wasser die Füße kaum bis nicht mehr zu sehen sind, wird vom Baden im Gewässer abgeraten. Es kann sich hierbei zwar auch um harmlose Grünalgen handeln. Eine spezifische Bestimmung ist allerdings nur im Labor möglich. Daher gilt vor einem Bad im nächsten See: möglichst schon im Vorfeld Informationen über mögliche Belastungen einholen und lieber eine offizielle Badestelle aufsuchen. Häufig sind bei starken Belastungen eines Gewässers Warnmeldungen vor Ort und in lokalen Medien zu finden.

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