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Pestizide gefährden die Gesundheit

Pestizide sind giftig – das ist ihr Zweck. Und das ist problematisch für Umwelt und Natur, aber auch für uns Menschen. Es gibt eine Reihe von Wegen, auf denen Pestizide zu uns gelangen und unsere Gesundheit gefährden.

Reisbauer sprüht Pestizid  (wuzefe / pixabay.com)

Besonders betroffen sind Bäuer*innen, die regelmäßig mit den giftigen Stoffen hantieren und so in direkten Kontakt mit ihnen kommen. Auch, wer in unmittelbarer Nachbarschaft von pestizidbehandelten Feldern lebt, bekommt nicht selten eine gehörige Portion von dem Gift ab, etwa durch windbedingte Abdrift.

Aber auch alle anderen, die weit entfernt von den direkten Pestizid-Einsatzorten leben, sind gefährdet. Immer wieder werden erhöhte Pestizid-Rückstände und Grenzwertüberschreitungen vor allem in Obst und und Gemüse festgestellt. Auch über den Umweg des Tierfutters können Pestizide in unsere Nahrung gelangen.

Pestizide in Vielzahl – und niemals harmlos

Pestizide sind fast ohne Ausnahme auch für Menschen gesundheitsschädlich. Das bestreitet heute niemand mehr. Schon lange ist es etwa üblich, Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich abzuwaschen, da es ja "gespritzt" sein könnte.

Da "Pestizid" nur ein funktionsbezogener Oberbegriff für eine Vielzahl von Stoffen ist, können die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit ganz unterschiedlich sein. Die Liste der möglichen Gefährdungen ist lang: von akuten und chronischen Hauterkrankungen über Vergiftungserscheinungen bei direktem Kontakt, Krebs, Fruchtbarkeits- und Erbgutschäden bis hin zu Missbildungen bei Neugeborenen. Pestizide werden insgesamt zu den gefährlichsten Umweltgiften der Welt gezählt.

Dass Pestizide keine harmlosen Substanzen sind, wird auch daran deutlich, dass sie immer wieder in suizidaler Absicht vor allem von verzweifelten Bäuer*innen in ärmeren Ländern eingenommen werden. Über 300.000 Menschen nehmen sich einer Studie zufolge jährlich mit Pestiziden das Leben.

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