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Atomkraftwerke sind potenzielle Ziele für Terroristen

Die Terrorgefahr bleibt weltweit unvermindert hoch. Ein mögliches Anschlagsziel sind auch Atomkraftwerke. Doch die deutschen AKW sind gegen die drohende Gefahr nicht gewappnet.

New York am 11. September 2001; Foto: istock.com / danhowl New York am 11. September 2001  (danhowl / istock.com)

Ein mögliches Anschlagsziel von Terrorist*innen sind auch Atomkraftwerke. Das war eigentlich schon vor dem 11. September 2001 bekannt. Aber erst durch den Angriff mit Flugzeugen auf die Twin Towers wurde dieses Bedrohungsszenario real.

Aus Sicht des BUND sind auch die nach dem "Atomausstieg" 2011 am Netz verbleibenden Reaktoren völlig unzureichend gegen Anschläge gesichert. Potenziellen Attentäter*innen wird es viel zu leicht gemacht, Sicherheitslücken auszunutzen. Die einzige Möglichkeit, die Terrorgefahren entscheidend zu minimieren, ist das sofortige Abschalten aller Atomkraftwerke.

Gegen den Terror hilft nur: abschalten!

Überlegungen, mittels Schutzbauten, wie zum Beispiel Türmen, die Sicherheit von Atomkraftwerken gegenüber Angriffen von außen zu erhöhen, sind  unrealistisch. Bei deren Zerstörung könnten herumfliegende Trümmer sensible Anlagenteile beschädigen.

Gegen Sabotageakte durch Personen, die sich innerhalb der Atomanlagen aufhalten, hilft wiederum nur eine stärkere Überprüfung und Kontrolle – mit negativen Folgen für den Datenschutz und die Bürgerrechte.

Auch ein Gutachten der Gesellschaft für Reaktorsicherheit aus dem Jahr 2002 macht deutlich, wie schlecht die deutschen AKW gegen die Gefahren eines Terrorangriffs gesichert sind. Passiert ist seitdem wenig. Vernünftig wäre gewesen, zumindest die ältesten und am schlechtesten gesicherten Meiler sofort stillzulegen.

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Juliane Dickel

Leitung Atom- und Energiepolitik
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