Kommentar: Industriestrompreis schafft weder Wettbewerbsfähigkeit noch Industrietransformation

18. September 2023 | Energiewende

Anlässlich der Debatte um einen „Brückenstrompreis“ für die Industrie, erklärt Antje von Broock, Geschäftsführerin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

Antje von Broock BUND-Geschäftsführerin Antje von Broock

„Gut ist, dass die Elektrifizierung der Industrie und der Zugang zu erneuerbaren Energien endlich Priorität bekommen. Es fehlen jedoch ausreichende Anreize zur effizienten Stromnutzung. Nur so kann eine schnelle und vor allem kostengünstige Transformation hin zur Klimaneutralität gelingen und die Industrie wettbewerbsfähig bleiben.

Was wir brauchen ist ein Gesamtpaket für Unternehmen und Industrie mit einem verbindlichen Fahrplan zur Klimaneutralität. Damit können Investitionen in einen grundlegenden Industrie- und Unternehmenswandel gezielt gefördert und grüne Leitmärkte ins Leben gerufen werden. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit ist nicht der Strompreis, sondern die Stückkosten. Beim Vergleich der Energie- und Stromstückkosten lag die deutsche Industrie in der Vergangenheit im europäischen Durchschnitt, trotz höherer Strom- bzw. Energiepreise. Daher sollte genau geprüft werden, welche Industriezweige wirklich von der Abwanderung bedroht sein könnten. Umweltschädliche Subventionen müssen abgebaut und die Gelder für die konsequente Transformation der Industrie hin zur Klimaneutralität genutzt werden. So können Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen.“

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    Caroline.Gebauer(at)bund.net
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    Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Clara Billen | Lara Dalbudak
    Tel.: +49 30 27586-497 | -531 | -464 | -425 |
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