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Kommentar: BUND begrüßt Merkels Bekenntnis zu mehr Klimaschutz, kritisiert aber ihr Plädoyer für Speicherung von CO2

14. Mai 2019

Die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Petersberger Klimadialog kommentiert der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger:

BUND-Vorsitzender Hubert Weiger  (Andreas Weiss / © Rat für Nachhaltige Entwicklung)

"Merkel hat höhere Klimaschutzziele in Deutschland in Aussicht gestellt. Es ist ein Fortschritt, dass die Kanzlerin dem Weltklimarat zugestimmt hat, dass die Emissionen bis 2050 gestoppt werden müssen. Das reicht aber nicht aus: Tatsächlich dürfen die reichen Industriestaaten, die die Verantwortung für die Klimakrise tragen, schon vor 2050 keine klimaschädlichen Gase mehr ausstoßen.

Kritisch ist zu sehen, dass Merkel die Entscheidung in dieser wichtigen Frage dem Klimakabinett übertragen hat. Wir hatten von der Kanzlerin erwartet, dass sie sich in der Frage noch eindeutiger positioniert und selbst die Verantwortung übernimmt. Äußert bedenklich ist außerdem ihre Aussage, dass die Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts nicht gänzlich gestoppt werden sollen, sondern dass ein Teil der klimaschädlichen Gase unter der Erde gespeichert werden darf.

Wir warnen ausdrücklich davor, gefährliche, teure und unerprobte Technologien wie die Speicherung von CO2 unter der Erde als Klimaschutz zu betrachten. Das Klimakabinett muss nun einen Plan vorlegen, wie bis vor 2050 die Emissionen auf Null gesenkt werden können durch eine drastische Verringerung des Energieverbrauchs, 100 Prozent Erneuerbare Energien und einen grundlegenden Umbau des Verkehrssektors, des Gebäudebereichs, der Industrie und in der Landwirtschaft. Der erste wichtige Schritt ist die überfällige Umsetzung des Kompromisses der Kohlekommission mit dem Abschalten der Kohlekraftwerke."

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