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Kommentar: "Atomkraft? Nein danke!"

09. Januar 2020

Anlässlich eines kürzlich im "Spiegel" erschienenen Artikels "Strahlend Grün" (Spiegel 51/2019), der die Kernreaktoren der Zukunft preist, erklärt BUND-Atomexpertin Juliane Dickel:

"Die einseitige Berichterstattung des renommierten Verlagshauses, in der Atomkraft fälschlicherweise als Heilsbringer dargestellt wird, ist bedauerlich und realitätsfremd. Atomkraft ist nicht die Zukunft und die Mär vom modernen Reaktor bleibt ein – leider immer wieder hervorgeholtes – Propaganda-Relikt. Eine ausgewogene Berichterstattung mit realistischer Einordnung wäre wünschenswert gewesen.

Diese unwirtschaftliche, hochgradig gefährliche Energiequelle bringt weitaus mehr langfristigen Schaden, als kurzfristigen Nutzen. Die Uran-Gewinnung ist dreckig und tödlich, die Regionen sind auf lange Zeit kontaminiert. Auch Atomreaktoren in Deutschland werden mit der Zeit unsicherer und die radioaktiven Hinterlassenschaften werden unsozial auf nachfolgende Generationen abgewälzt. 

Der aufschlussreiche Artikel der ver.di-Kolleg*innen, der die Verbindungen des Atom-Befürworters Bill Gates zum Hamburger Verlagshaus skizziert, zeigt einmal mehr, dass soziale und ökologische Belange auch in dieser Frage nicht zu trennen sind. Der Atomausstieg wurde 2011 mit überwältigender Mehrheit des Deutschen Bundestages überparteilich beschlossen und wird auch weiterhin von einer breiten Öffentlichkeit getragen. 

Anstatt das Heil in der Vergangenheit zu suchen, muss der Fokus auf Erneuerbaren Energien als günstigste und gleichzeitig emissionsärmste Energieform liegen."

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