BUND: Glyphosat-Entscheidung der Bahn fatal für die Umwelt

20. Oktober 2026 | Umweltgifte, Naturschutz, Mobilität

Zur Entscheidung der Deutschen Bahn, in Zukunft wieder Glyphosat an Gleisanlagen einsetzen zu wollen, erklärt Daniela Wannemacher, Teamleiterin Landnutzung beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Glyphosat schädigt die Biodiversität. Deshalb war es richtig, dass die Deutsche Bahn seit 2023 auf den Einsatz des Totalherbizids verzichtet hat zugunsten von Mähmaschinen und weniger toxischen Mitteln für die notwendigen Eingriffe zur Gleisbett-Pflege. Umso bedauerlicher, dass sie nun wieder auf Glyphosat setzen will – und fatal für empfindliche Ökosysteme. Eine Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt muss deshalb maximal restriktiv erfolgen, mit klaren Auflagen, dass andere Methoden prioritär eingesetzt werden müssen.“
 

Hintergrund:

Die Deutsche Bahn hatte 2023 den Einsatz von Glyphosat eingestellt und stattdessen auf umweltschonende Beseitigung von Vegetation an den Bahngleisen umgestellt, vor allem auf manuelle Beseitigung mit Mähmaschinen und Pelargonsäure, die wesentlich weniger toxisch wirkt als Glyphosat. Der Einsatz von Glyphosat auf nicht-landwirtschaftlichen Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, ist aufgrund der biodiversitätsschädigenden Wirkung von Glyphosat starken Einschränkungen unterworfen. Der Einsatz an Bahngleisen muss vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt werden.

Mehr Informationen:

Kontakt: 

Zur Übersicht

BUND-Newsletter abonnieren!

BUND-Bestellkorb