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Allee des Jahres 2017

Auch in diesem Jahr suchte der BUND die schönste Allee des Landes. Aus 131 Einsendungen kürte die Jury des BUND am 20. Oktober, dem Tag der Allee, die Preisträger 2017.

Mit der Prämierung der "Allee des Jahres" will der BUND auf die deutschlandweite Gefährdung von Alleenbäumen aufmerksam machen. Alleen sind nicht nur schützens­werte kulturelle Monumente. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, verbinden natürliche Lebensräume und sind oft Zufluchtsstätten gefährdeter Tierarten. In Deutschland steht ein Drittel der Tiere und Pflanzen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Alleen leisten insofern einen großen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz.

Der erste Platz geht nach Baden-Württemberg 

Platz 1 der "Allee des Jahres 2017"; Foto: Angelika Vetter-Kurz "Allee des Jahres 2017": Ahornallee zwischen Wernau und dem Weiler Freitagshof in Baden-Württemberg.  (Angelika Vetter-Kurz)

Die "Allee des Jahres 2017" ist eine 1,5 Kilometer lange Ahornallee und liegt zwischen Wernau und Freitagshof in Baden-Württemberg. Das Foto wurde von Angelika Vetter-Kurz aus Wernau eingereicht. 

Der Obst- und Gartenbauverein Wernau hat die "Millennium-Allee" zum Jahrtausendwechsel entlang der Landesstraße L 1207 von Wernau zum Weiler Freitagshof gepflanzt und zugeschnitten. Dafür wurden rund 200 Arbeitsstunden von Ehrenamtlichen freiwillig geleistet. Zu jedem von Bürger*innen oder von einer Organisation gestifteten Baum, hat die Stadt ihrerseits einen Baum gestiftet.

Eine beispielhafte und nachahmenswerte Initiative: Denn wenn wir unser Kulturgut, die lebenden Tunnel der Alleen, für die Zukunft erhalten wollen, müssen wir neben der Pflege für die alten Alleen jetzt auch junge Alleen pflanzen.

Der zweite Platz geht nach Niedersachsen

Platz 2 der "Allee des Jahres 2017"; Foto: Heidrun Heinze Eichenallee in der Vareler Moorlandschaft.  (Heidrun Heinze)

Der zweite Preis des Alleenwettbewerbes geht nach Varel an den Jadebusen. Das Bild, das von Heidrun Heinze eingereicht wurde, zeigt eine fast wie eine gotische Kathedrale wirkende, mystisch und geheimnisvolle Allee. Mehr als 100 Jahre alte, dicht an dicht stehende Eichen führen die Spaziergänger*innen in die Vareler Moorlandschaft. Mit ihren tiefreichenden Wurzeln tragen die Eichen maßgeblich zur Stabilität der 2.400 Meter langen, dammartig angelegten gepflasterten Moorstraße bei.

Der dritte Platz geht nach Mecklenburg-Vorpommern

Platz 3 der "Allee des Jahres 2017"; Foto: Ralf S. Müller Lindenallee Campow.  (Ralf S. Müller)

Platz 3 sicherte sich Ralf S. Müller aus Campow am Ostufer des Ratzeburger Sees in Mecklenburg-Vorpommern. Das Bild beeindruckt durch die mächtigen 125 Jahre alten Linden. Hier imponiert die Tatsache, dass die 40 alten Linden trotz Neupflasterung der Straße erhalten blieben und 1994 mit 33 neuen Linden ergänzt wurden. Jetzt zieht sich eine 500 Meter lange Linden-Allee durch den Ort. Dieser Schutz von Alleen ist nachahmenswert für andere Städte und Gemeinden.

Hintergrund

Der BUND engagiert sich seit vielen Jahren im Alleenschutz. Hunderte ehrenamtlich Aktive kümmern sich um "ihre" Alleen vor Ort, insbesondere in den alleenreichsten Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Hier stehen noch etwa 15.000 Kilometer Alleen, das sind weit mehr als die Hälfte der gesamten Alleenkilometer Deutschlands.

Doch auch in weniger alleenreichen Bundesländern gibt es wahre Schätze an den "grünen Tunneln". Einige davon hoffen wir durch den Wettbewerb kennenzulernen.

Sie können uns bei unserer Arbeit unterstützen: Werden Sie Alleen-Pate. Gemeinsam können wir im Alleenschutz viel bewegen.

Meldung zum Thema

Druckfähige Fotos der prämierten Alleen

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Ihr Ansprechpartner

Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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