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Zur Winterzeit: Schmetterlingen in der Wohnung helfen

26. Oktober 2016 | Schmetterlinge, Naturschutz

Kleiner Fuchs auf der Hand  (bilderheld / IMG_2367 / CC BY 2.0 / flickr.com)

Sie haben im Winter einen Schmetterling in der Wohnung entdeckt und wissen nun nicht weiter? Das ist kein Drama. Nur wenige Schmetterlinge überwintern in Deutschland als erwachsener Falter.

Vor allem Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs suchen im Herbst auch Wohngebäude auf, um ein kühles Plätzchen für die Überwinterung zu suchen. Steigt die Umgebungstemperatur dann aber über ca. 12 Grad, zum Beispiel weil wir die Heizungen aufdrehen, erwachen die Falter aus ihrer Winterstarre und fliegen umher. Bleiben sie in dem warmen Bereich, gehen sie in Kürze ein, da sie ja kein Futter finden können. Entlässt man sie aber in die Kälte draußen, drohen sie zu erfrieren. Auf der Suche nach einer geeigneten Überwinterungsstelle sind sie nämlich nicht geschützt.

Der BUND empfiehlt in dem Fall:

  • Verfrachten Sie den Schmetterling vorsichtig in eine kleine Pappschachtel. Die Schachtel muss oben eine kleine Öffnung haben, aus der der Falter im Frühling herauskriechen könnte.
  • Diese Schachtel bringen Sie an einen geschützten, kalten Ort, zum Beispiel eine unbeheizte, kalte Garage, ein Gartenhaus oder Geräteschuppen. Die Öffnung muss zunächst noch verschlossen bleiben.
  • Wenn sich die Temperatur in der Schachtel abgekühlt hat (spätestens aber wenn es draußen frühlingshaft warm wird), muss die Öffnung offen sein, damit der Falter im  Frühling ins Freie fliegen kann. Auch die Garage oder das Gartenhaus müssen die Möglichkeit bieten, dass der Falter ins Freie kommt.
  • Bei strengem Frost kann man die Schachtel für einige Tage auch in den kalten Keller bringen.

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