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Streumittel nur mit Umweltzeichen

23. Januar 2018 | Naturschutz, Umweltgifte

Bei Schneefall reicht es meist aus, Wege gründlich zu kehren.  (Skitterphoto / pixabay.com)

Gegen den Schneefall sollte im Privatgebrauch generell auf Streusalz verzichtet werden. Streu­salz belastet Böden und Gewässer, greift Pflan­­zenwurzeln und Tierpfoten an.

Mit dem Schmelzwasser versickert das Salz, belastet den Boden und schädigt die Wurzeln und Zellen von Bäumen sowie anderen am Straßenrand wachsenden Pflanzen. Die Schäden zeigen sich vor allem in den Sommermonaten. Betroffen sind auch die häufigsten Straßenbaumarten wie Linde, Ahorn und Rosskastanie sowie die meisten Heckengehölze, die auf die Salze sehr empfindlich reagieren.

Korrosionsschäden an Fahrzeugen aller Art sowie an Brücken gehen häufig auf das Konto von Streusalz. Schuhe und Kleidung werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. In vielen Kommunen ist der private Einsatz von Streusalz deshalb zu Recht verboten.

Sparsam streuen

Auch andere Streumittel sollten Sie nur sparsam verwenden, da diese ebenfalls die Umwelt belasten. Um abstumpfende Streumittel wie Splitt oder Granulat herzustellen, auszubringen und wieder einzusammeln, braucht es Energie, besonders wenn dafür Streu- und Kehrfahrzeuge eingesetzt werden. Zudem können Splitt und Granulat giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten.

Bei Schneefall reicht es meist aus, Gehwege gründlich und rechtzeitig mit Schippe oder Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr können Sie Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel verwenden. Streumittel mit dem Umweltzeichen "Der Blaue Engel" sind weitgehend frei von umweltschädlichen Stoffen. Hier gibt es zum Beispiel Mittel aus Blähton, Bims oder Basalt, die sogar wiederverwendet werden können. Gebrauchtes Streugut gehört weder in die Mülltonne noch in die Kanalisation, sondern sollte von der Stadtreinigung aufgekehrt und fachgerecht aufbereitet werden.

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