Mikroplastik – unsichtbare Gefahr

Mikroplastik aus Kosmetikprodukten auf Finger; Foto: Stephan Glinka

An unseren Küsten und Flussufern und in unseren Meeren finden wir oft Plastikmüll wie Plastiktüten oder Plastikflaschen. Weniger offensichtlich – aber nicht weniger häufig – sind mikroskopisch kleine Plastikpartikel: Mikroplastik. Mikroplastik, das sind Kunststoffteilchen mit einer Größe von unter fünf Millimetern. Die Kosmetikindustrie verwendet Mikroplastik als Schleifmittel, Filmbildner oder Füllstoff, aber auch in flüssiger Form zum Beispiel als Bindemittel.

Mikroplastik ist zu klein für unsere Kläranlagen und landet so in der Umwelt. Mikroplastik zieht Umweltgifte an, wird von Meeresorganismen gefressen und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen. Mikroplastik wurde in Seehunden, Fischen, Muscheln und kleineren Organismen nachgewiesen, die es mit ihrer Nahrung aufnehmen. Daher setzt sich der BUND für ein Verbot von Mikroplastik in Produkten wie Kosmetika oder Reinigungsmitteln ein.

Handeln Sie!

Entscheiden auch Sie sich dazu, keine Körperpflegeprodukte mehr zu kaufen, die als Inhaltsstoffe Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) oder andere Kunststoffe enthalten. Machen Sie Druck, indem Sie die Produkthersteller dazu auffordern, Mikroplastik aus ihren Produkten zu nehmen.

Für die Meere und für dich: Sag "Nein" zu Mikroplastik in deiner Kosmetik!

Mikroplastik: Ohne mich! Kegelrobbe: istockphoto.com/ nishanga

Langsam tut sich was in Sachen Mikroplastik. Diese kleinen Plastikteilchen, die in unseren Seifen, Peelings, in unserer Schminke und unseren Lotions stecken. Die über unsere Waschbecken in die Flüsse und Meere gelangen. Einige Konzerne reagieren – wenn meist auch nur zögerlich. Deswegen wollen wir jetzt ein klares Zeichen für Kosmetik ohne Mikroplastik setzen.

Ich sage "Nein" zu Mikroplastik in meiner Kosmetik!

BUND-Einkaufsratgeber "Mikroplastik – die unsichtbare Gefahr"

BUND-Einkaufsführer "Mikroplastik - unsichtbare Gefahr" herunterladen.

Der BUND-Einkaufsratgeber "Mikroplastik – die unsichtbare Gefahr" gibt Ihnen Auskunft darüber, in welchen Kosmetikprodukten sich Mikroplastik versteckt. Der BUND aktualisiert den Ratgeber regelmäßig.

Laden Sie sich den Einkaufsratgeber jetzt herunter. 

Helfen Sie mit: Mikroplastikprodukte an den BUND melden

Duschgel; Foto: CC BY-NC-SA 2.0 / koeb / flickr.com

Die Vielzahl an Kosmetikprodukten in Deutschland erschwert es dem BUND, eine lückenlose Mikroplastikliste anbieten zu können. Daher bitten wir Sie: Sie haben einen Kosmetikartikel entdeckt, der Mikroplastik enthält, aber nicht auf unserer Produktliste zu finden ist? Melden Sie uns bitte das Produkt.

Hier können Sie das Produkt an den BUND melden!

Fragen und Antworten zu Mikroplastik in Kosmetikprodukten

Kinder in der Badewanne; Foto: skyla80 / photocase.de

In den "Frequently Asked Questions" hat der BUND Antworten rund um das Thema Mikroplastik zusam­men­getragen. Hier finden Sie u.a. Antworten auf die Fragen "Wo kommt Mikroplastik her?", "Wieso wird es eingesetzt?" oder "Was soll ich machen, wenn ich ein Mikroplastikprodukt bereits gekauft habe?"

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Ausgezeichnet!

Ausgezeichnet! BUND-Mikroplastik-Einkaufsratgeber ist UN-Dekade Beitrag!

Der BUND-Einkaufsratgeber "Mikroplastik – die unsichtbare Gefahr" wurde als Beitrag zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

BUND-Müllkampagne

Logo BUND-Müllkampagne "Plastik – weniger ist Meer" - eine Krabbe mit leeren PET-Flaschen; Bild: BUND-Müllkampagne, ® Lee Daniels

Diese Kampagne wird gefördert vom

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