Schreiben Sie Bundestagsabgeordneten: für eine Zukunft ohne Gift

Reichstagsgebäude in Berlin und Aktionslogo "Zukunft ohne Gift"

In mehr als 200 Kitas hat der BUND eine Belastung mit giftigen Weichmachern nachgewiesen. Verbraucher­schutz­ministerin Aigner könnte die Verbreitung von Weichmachern im Umfeld von Kindern stoppen. Sie sitzt das Problem aber lieber aus. Fordern Sie Abgeordnete aus den betroffenen Regionen auf, sich für ein Verbot einzusetzen: jetzt mitmachen!

Diese Abgeordneten unterstützen unsere Aktion.

BUND gegen Gift

Rauchende Schlote – stinkende Flüsse? Früher kamen die meisten Umweltgifte aus den Schornsteinen und Abwasserrohren der Industrie.

Heute stecken viele giftige Chemikalien in Produkten, die uns täglich umgeben:
z.B. in Shampoos, Küchenartikeln, Computern, Fernsehern, Möbeln, Kleidung und Lebensmitteln. Wir essen sie mit, atmen sie ein oder nehmen sie über die Haut auf.

Ein Leben ohne künstlich hergestellte Chemikalien ist nicht mehr vorstellbar. In den letzten Jahrzehnten ist ihr Einsatz so enorm gestiegen, dass sie überall auf der Welt zu finden sind. Aber leider sind viele Stoffe auch giftig, schädigen die Gesundheit – vor allem von Kindern – und sind gefährlich für die Umwelt.

Kurt Krömer küsst einen roten Stiefel, der sehr wahrscheinlich das Hormongift Tributylzinn enthält, Standbild aus dem Kinospot 'Für eine Zukunft ohne Gift'
Dieser Flirt ist gefährlich, denn der Stiefel enthält sehr wahrscheinlich das Hormongift Tributylzinn

Der Handel mit Chemikalien ist ein Milliardengeschäft
Die chemische Industrie in Deutschland gehört zu den größten der Welt. Sie neigt dazu, alle gesetzlichen Regelungen, die die Risiken für Menschen und Umwelt reduzieren sollen, zu torpedieren. Das neue Chemikaliengesetz REACH wird zeigen, ob die Industrie bei diesem Kurs bleibt oder bereit ist, in die Sicherheit ihrer Produkte zu investieren.

Der BUND kämpft für eine Umwelt ohne gefährliche Chemikalien
Für unsere Arbeit haben wir Schwerpunkte gesetzt: Wir werden vor allem die Umsetzung des europäischen Chemiekaliengesetzes REACH begleiten. Hierbei geht es in den nächsten Jahren darum, gefährliche Chemikalien durch sicherere Alternativen zu ersetzen.

Belastung in Wohnräumen: Chemie-Cocktail in Schlafzimmern

Kuschelnde Füsse unter der Bettdecke. Foto: craftvision/www.istockphoto.com

Schlafzimmer sind häufig mit einem Cocktail bedenklicher chemischer Schadstoffe belastet. In einer Studie mit Beteiligung des BUND wurden 14 Schlafzimmer-Staubproben aus zwölf Ländern untersucht. Die Proben enthielten verschiedene hormonell wirksamer Schadstoffe, die mit vielfältigen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden wie eingeschränkte Fortpflanzungsfähigkeit, Krebs und Verhaltensstörungen. 

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Bisphenol A

Babyfläschchen und Schnuller, Foto: www.istockphoto.com

Bisphenol A gehört zu den hormonellen Schadstoffen, die bereits in winzigen Mengen in unseren Hormon­haushalt eingreifen können. Er ist in vielen Alltags­gegenständen enthalten. Seit dem 1. Juni 2011 ist EU-weit der Einsatz von Bisphenol A in Babyfläschchen verboten – ein Erfolg der BUND-Arbeit. Analysen des BUND haben Bisphenol A zudem im Hausstaub von Kindertagesstätten nachgewiesen. Obwohl Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner vom BUND schon mehrmals auf die Gefahren hingewiesen wurde, ist sie bisher untätig geblieben. Zur Pressemitteilung

Der BUND setzt sich mit seiner Aktion "Zukunft ohne Gift" dafür ein, dass Kinder in einer gesunden Umgebung aufwachsen. Der BUND-Elternratgeber
"Chemikalien im Haus"
gibt Tipps, wie sich die Schadstoffbelastung von Kleinkindern reduzieren lässt.

Gift stoppen! Fragen Sie nach, was in "Ihren" Produkten steckt

Titelbild Flyer "Wieviel Chemie kaufen wir euch ab?" Mann mit Tüte auf dem Kopf mit der Aufschrift "Vorsicht Mogelpackung". Foto: photocase.com/chriskuddl

Giftige Chemikalien sind in vielen Alltagsprodukten versteckt und stehen in Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten wie Allergien, Asthma, Lernschwäche, Diabetes, Krebs, Endometriose, Parkinson und Unfruchtbarkeit.  Das neue Auskunftsrecht gibt Ihnen die Möglichkeit zu erfahren, in welchen Produkten sich gefährliche Stoffe befinden.

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