Ein Rettungsnetz für die Wildkatze

Unberührte und vor allem zusammenhängende große Waldgebiete gibt es in Deutsch­land kaum noch. Landwirtschaft, Siedlungen, Straßen und Bahnlinien zerschnei­den die Wälder. Für die Europäische Wildkatze und viele andere Tiere des Waldes wird es zunehmend eng. Die Populationen von Wild­katze oder Luchs sind inzwischen so klein und so weit voneinander getrennt, dass ihr Überleben und damit die biologische Vielfalt auf dem Spiel stehen.

Grüne Korridore aus Büschen und Bäumen

Der BUND schützt die biologische Vielfalt in Deutschland und Europa, indem er sich für die Wiedervernetzung und den Schutz der Wälder einsetzt. In Pilotprojekten zeigt er, dass und wie ein Waldverbund funktioniert. Bei der Waldvernetzung orientiert er sich an den Ansprüchen der Europäischen Wildkatze, auch Waldkatze genannt. Dort wo es der Wildkatze gut geht, fühlen sich auch viele andere Arten wohl. Gemeinsam mit Politik, Behörden und BürgerInnen knüpft der BUND so am Rettungsnetz für die Wildkatze.

Gemeinsam mit hunderten von Freiwilligen sammelt und analysiert der BUND zudem Wildkatzenhaarproben, um mehr über die Verbreitung und Wanderungen der scheuen Tiger zu erfahren.

Wildkatzen im Leipziger Auwald

Wildkatze. Foto: Harry Neumann / BUND

Der BUND Sachsen hat die Europäische Wildkatze auch im Leipziger Auwald entdeckt. Ein kleiner Bestand konnte sicher nachgewiesen werden. Diese Ent­deckung spricht für die Qualität des Natur­raums trotz seiner Stadtnähe. Auf­grund dieser Nähe sind Verhaltenstipps umso wichtiger: Wege nicht verlassen, Hunde anleinen, keinen Lärm machen!

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Wilde Kätzchen im Wald lassen

Wildkatzen mit Mutter. Foto: Thomas Stephan / BUND

In diesen Wochen bringen die Wildkatzen in Deutschlands Wäldern ihre Jungen zur Welt. Auch wenn sie allein und scheinbar mutterlos gefunden werden, empfehlen wir dringend, die Tiere nicht anzufassen oder gar mitzunehmen. Meist ist die Mutter gerade auf der Jagd oder versteckt sich in unmittelbarer Nähe.

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Die Wildkatze kehrt nach Nord-Sachsen zurück

Wildkatze auf einem Baum; Foto: Thomas Stephan

Sensationell: Nach über 100 Jahren konnte in der Dübener Heide eine Wildkatze gefunden werden. Der BUND Sachsen begibt sich nun auf Spurensuche. Weitere Wildkatzen sollen mit Lockstöcken und genetischen Analysen nachgewiesen werden.

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Jahresrückblick 2015

Vielen Dank an alle Menschen, die uns auch 2015 wieder tatkräftig im Wald, im Labor, bei den Pflanzungen, online oder finanziell unterstützt haben! Nur so kann unsere Arbeit wirklich erfolgreich sein! Bitte bleiben Sie uns auch künftig treu.

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"Wildkatzensprung" – Wildkatzenschutz auf dem nächsten Level

BUND-Aktive beim Bäumepflanzen, Foto: Jörg Farys/BUND

Das Projekt "Wildkatzensprung" hebt das Engagement des BUND für Waldverbund und Wildkatzenschutz auf das nächste Level: Neben sechs neuen Pilotkorridorprojekten gehört der Aufbau einer Gendatenbank, das Freiwilligenmanage­ment und die Öffentlichkeitsarbeit dazu. "Wildkatzensprung" wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. 

Wildkatzen-Archiv: Das war los im Rettungsnetz Wildkatze

Wildkatze, Foto: Thomas Stephan/BUND

In unserem Wildkatzen-Archiv erfahren Sie, was der BUND und seine Partner in den letzten Jahren für die Wildkatze unternommen und erreicht haben. 

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