Mit 4,8 Millionen Hektar machen sie etwa 20 Prozent der deutschen Landesfläche aus. Doch sie sind bedroht – zwischen 2003 und 2009 hat die Grünlandfläche in allen Bundesländern stark abgenommen, insgesamt um etwa 4,5 Prozent. Mehr als 200.000 Hektar Grünland wurden deutschlandweit umgepflügt, das entspricht fast der Fläche des Saarlandes. Viele Tiere und Pflanzen werden mit dem Umbruch des Grünlandes von den Flächen verdrängt, die Artenvielfalt nimmt rapide ab.
Die über Jahrtausende gewachsenen Landschaften entstanden unter dem Einfluss des Menschen und bleiben heute nur durch seine Hilfe bestehen. Weiden werden durch das Grasen der Tiere vor der Verbuschung bewahrt, Wiesen durch Mahd. Ohne diese Eingriffe würden sie im Laufe der Zeit durch die natürliche Sukzession nach und nach von Büschen und Bäumen besiedelt und in Wald übergehen. In Deutschland machen Mähwiesen den größten Teil des Grünlandes aus, ein kleinerer Teil wird beweidet.