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Kommentar zur Nanoproduktdatenbank des BUND

153 Beiträge

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BUND-Chemieteam schrieb am 19.09.2016 um 17:10 Uhr
Liebe Andrea,

wir haben für Dich einmal ein bisschen im Netz nach ökologischen Alternativen zum handelsüblichen Neopren gesucht und sind dabei auf die Seite Precious Ocean gestoßen.

Dort heißt es u.a.:

"Wichtigste Kleidung des Surfers im Wasser, zumindest in kalten Gewässern, ist der Neoprenanzug. Neopren, eigentlich ein Markenname der Firma Dumont, besteht aus Polychloropren/ Chloropren-Kautschuk, das auf Erdölbasis produziert wird. Plastik again.

Alternativen in diesem Bereich sind Anzüge aus Geopren. Hier wird das Polychloropren nicht aus Erdöl sondern aus Kalksandstein gewonnen, dessen Abbau jedoch, wie auch bei Erdöl, erheblicher Eingriffe in die Natur bedarf. Nachhaltig ist diese Art der Polychloroprengewinnung daher auch nicht wirklich.

Besser ist die Rückbesinnung auf nachwachsende, pflanzliche Rohstoffe wie Guayule-Kautschuk. Patagonia nutzt diese Pflanze bei der Herstellung seiner Anzüge, die zwar nach wie vor auch mit Neopren gefertigt werden aber in der Kombination mit Guayule. Das scheint zurzeit die beste Option zu sein, wenn man einen Öko-Wetsuit haben möchte."

Vielleicht helfen Dir diese Infos ja weiter.

Viele Grüße vom BUND-Chemieteam
Andrea schrieb am 14.09.2016 um 11:48 Uhr email
Hallo, ich suche im Moment einen Neoprenanzug. Sind die alle bedenklich oder könnt Ihr da irgendwelche Hinweise, Tipps geben oder eine Kaufempfehlung geben? Oder sind sie aus ökologischer Sicht ohnehin abzulehnen?? Herzlichen Dank und beste Grüße, Andrea
BUND-Chemieteam schrieb am 13.06.2016 um 16:21 Uhr
Liebe Yvonne,

seit Sommer 2013 gilt für Nanomaterialien in Kosmetika die Kennzeichnungspflicht. Wenn die Inhaltsstoffe in Nanogröße im Produkt eingesetzt wurden, müssen Hersteller den Zusatz "Nano" hinter den Stoff setzen, um dies deutlich zu machen.

Auf der Herstellerseite kann man einen Blick auf die Inhaltsstoffliste für das Couperose Serum werfen. Demnach enthält Ihr Produkt keine Nanomaterialien. Und es sind auch keine hormonell wirksamen Stoffe verwendet worden.

Der einzige problematische Inhaltstoff aus unserer Sicht ist das Silber. Die biozide Wirkung von Silber in Makroform ist schon lange bekannt. Silber bewirkt die Abtötung von Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilzen. Auch wenn sie einen schlechten Ruf haben: In unserer Umwelt sind Mikroorganismen ein unersetzlicher Bestandteil des natürlichen Gleichgewichts. Bei einem breiten Einsatz von Silber besteht daher die Gefahr, dass zum Beispiel Gewässerökosysteme aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Ein weiteres Problem stellt die mögliche Resistenzbildung von Keimen gegenüber Silber dar. Erste resistente Stämme existieren bereits. Die breite Anwendung in Alltagsprodukten könnte dazu führen, dass Silber seine natürliche Wirkung gegenüber vielen für den Menschen gefährlichen Erregern verliert. Dadurch wird der sinnvolle Einsatz im medizinischen Bereich gefährdet. Dies ist besonders besorgniserregend, da schon heute viele Antibiotika wegen der Bildung von Resistenzen nur noch eingeschränkt verwendet werden können.

Aus den oben genannten Gründen sollte man also immer sehr genau überlegen, wie viel Silber wirklich sein muss. Man muss jedoch abwägen. So gibt es z.B. viele medizinischen Anwendungen, bei denen Silber eingesetzt wird, und die durchaus sinnvoll sind. In Ihrem Fall handelt es sich offensichtlich um ein Produkt, dass helfen soll, eine Couperose zu lindern. Wenn das Mittel wirkt, ist vielleicht nichts dagegen zu sagen.

Viele Grüße vom BUND-Chemieteam
Yvonne schrieb am 09.06.2016 um 00:37 Uhr email
Liebes Team,

ich lese mich erst in das Thema ein und bin schon etwas beunruhigt. Ich habe gleich mehrere Fragen.
Zum einen, wird bei den Kosmetika der Nanopartikel auch gekennzeichnet, wenn er vielleicht einen Inhaltsstoff betrifft, der nicht deklariert wird, es sind ja nicht immer alle Stoffe in der Zusammensetzungsliste aufzuführen.
Zweitens wüsste ich gern, ob die Creme Couperose Serum der Firma Bärbel Drexel Nanopartikel enthält.

Vielen Dank im Voraus!
BUND-Chemieteam schrieb am 08.06.2016 um 15:03 Uhr
Liebe Frau Schuberts,

das Thema begleitet uns schon eine Weile. Wir kennen das Produkt natürlich, haben es aber bewusst nicht in der Nano-Produktdatenbank aufgeführt. Uns wurde von dem Hersteller bereits 2011 zugesichert, dass die Zahnpasta KEINE Partikel in Nanogröße enthält:

"Biorepair Zahnpaste enthält keine Nano-Partikel. Vielmehr ist der Wirkstoff, den wir in BioRepair Zahnpaste einsetzen, ein biomimetisches Apatit im Mikrometer-Maßstab. Diese Größe des Wirkstoffes wird von unserem Lieferanten im Rahmen der Spezifikation in jeder Charge überprüft. Die Größe des Wirkstoffes liegt zwischen 0,5-1,0 µm und damit deutlich größer als die zur Zeit diskutierte Größenordnung von "Nano-Partikeln" < 0,1µm.

Wenn wir von nanokleinen Defekten sprechen, so wollen wir darauf hinweisen, dass die ersten initialen Defekte an der Zahnschmelzoberfläche durch die Zahnpaste remineralisiert werden. Entsprechende klinische in-vitro Versuche haben wir auf dem diesjährigen Kongress International Association of Dental Research in San Diego vorgestellt.

Eine Sicherheitsbewertung für das gesamte Produkt liegt selbstverständlich vor, allerdings entfällt eine Riskobewertung von "Nano-Partikeln", da diese in der Rezeptur nicht enthalten sind."

Wir hatten diese Stellungnahme bereits im September 2011 in den Kommentaren zu unserer Nanoproduktdatenbank veröffentlicht. Da die Firma nie explizit mit Nano geworben hat und dementsprechend nie in der BUND-Nanodatenbank aufgetaucht ist, ist sie auch nicht unter den Nano-Aussteigern zu finden.

Da Zahncreme als Kosmetikprodukt gilt und Nanopartikel extra gekennzeichnet werden müssen, können Sie als Verbraucherin immer direkt feststellen, was Nano enthält und was nicht. Generell müssen sämtliche Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten aufgelistet werden – und zwar nach ihrer Konzentration in abnehmender Reihenfolge.

Viele Grüße vom BUND-Chemieteam
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