3. Dezember 2009

Weihnachtslicht ohne Energievergeudung

Kategorie: Strom sparen, Haushalt und Sparen

Millionen Familien bringen in der Vorweihnachtszeit ihre Wohnräume, Gärten und Balkone zum Leuchten. Lichterketten, Lämpchen oder blinkende Weihnachtssterne, Tannenbäume, Schwippbögen und Lichtspiele aller Art versprechen Behaglichkeit. Doch oft sind sie große Stromfresser, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Vor allem, wenn klassische Glühlämpchen für die Adventsbeleuchtung sorgen, schießt der Stromverbrauch in die Höhe. Zudem heizen sich diese Lämpchen nach längerer Betriebsdauer stark auf, da sie den Großteil ihrer Energie in Wärme statt in Licht umwandeln. So können sie insbesondere für Kinder eine Gefahrenquelle darstellen.

Zur Vermeidung unnötiger Stromverschwendung rät der BUND, Weihnachtsbeleuchtungen mit Leuchtdioden, kurz LED genannt, einzusetzen. Sie sind inzwischen kaum teurer als Lichterketten mit Glühlampen, haben aber eine wesentlich längere Lebensdauer und sparen mehr als das Zehnfache an Strom. Während der Stromverbrauch einer LED-Kette pro Meter im Schnitt unter einem Watt liegt, verbrauchen z.B. Ketten mit Glühlämpchen 10 Watt und mehr.

Der BUND schätzt, dass alle Lichterketten in deutschen Haushalten zusammen etwa soviel Strom verbrauchen wie zwei kleinere Städte im Jahr und empfiehlt deshalb, weihnachtliches Licht nicht permanent brennen zu lassen, sondern nur nach Bedarf einzuschalten. Eine Zeitschaltuhr, die im Handel für weniger als 10 Euro erhältlich ist, besorgt das Ein- und Ausschalten der Lichterketten sogar automatisch.

Auch zu Weihnachten gilt: Weniger Effekte bringen oft mehr Stimmung. Das warme Licht von Kerzen ist nicht nur wesentlich billiger als aufwändige elektrische Beleuchtung, es verleiht dem Advent auch mehr Gemütlichkeit.

Kerzen sollten nicht flackern sondern rußarm abbrennen, damit die Freisetzung gesundheitsschädlicher Stoffe möglichst gering bleibt, so der BUND. Zur Orientierung beim Kauf von Kerzen dient das "RAL-Gütezeichen Kerzen", das die Hersteller zum Einsatz möglichst schadstoffarmer Rohstoffe verpflichtet.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Berlin, 2. Dezember 2009




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