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Der Wildkatze auf der Spur: Kontrolle mit Baldrian-Lockstöcken

Wildkatzen sind sehr scheu und zudem vor allem in der Dämmerung beziehungsweise in der Nacht aktiv. Nur selten bekommt man sie zu Gesicht. Um grüne Verbindungswege für sie sinnvoll anzulegen, muss vorher bekannt sein, wo die Tiere schon vorkommen und wo noch nicht.

Wildkatze am Lockstock, Foto: Armin Bürgel / BUND Waldeck-Frankenberg Wildkatze am Lockstock  (Armin Bürgel / BUND Waldeck-Frankenberg)

Der BUND ist seit 2011 mit einem großflächig angelegten sogenannten Monitoring der Wildkatze auf der Spur. Mit der intensiven Unterstützung von vielen Freiwilligen wurden tausende Proben gesammelten. In etlichen Gebieten gab es Erstnachweise der Wildkatze. Mit den gesammelten Daten konnte die weltweit erste Wildkatzen-Gendatenbank entwickelt werden. Diese Forschungsarbeiten finden in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Senckenberg statt. 

Wildkatzen am Stock: die Baldrian-Lockstockmethode

Um Wildkatzen nachzuweisen, hat sich die Baldrian-Lockstockmethode bewährt. Dazu werden Holzpflöcke mit Baldrian getränkt. Der Baldriangeruch lockt Katzen an, die auf Suche nach einem Partner die Wälder durchstreifen.

Bei der Lockstock-Methode wird eine ca. 60 Zentimeter lange, angeraute Dachlatte im Wald aufgestellt und das obere Ende mit Baldrianextrakt eingesprüht. Von diesem Geruch angelockt reiben sich die Tiere an dem Stock. Die Haare, die so am rauen Holz hängen bleiben, können mit einer Pinzette eingesammelt und dann im Labor untersucht werden. Dabei werden die Tiere nicht in ihrem natürlichen Verhalten beeinflusst.

Im Labor wird zunächst die gesamte DNA, der Träger der Erbsubstanz, extrahiert. Dann werden definierte Basensequenzen untersucht, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um eine Wildkatze handelt. Mit Hilfe dieses genetischen Fingerabdrucks kann auch festgestellt werden, ob es sich um ein oder mehrere Individuen handelt und wie die Verwandtschaftsverhältnisse sind. 

So wild treibt es die Wildkatze am Baldrian-Lockstock ...

Bildnachweise, zum Beispiel mit digitalen Infrarot-Kameras, sind nur eingeschränkt zuverlässig, da die Wildkatzen den Hauskatzen sehr ähnlich sehen. Sie eignen sich aber gut, um die Beprobungen mit Lockstöcken zu unterstützen.

BUND-Aktiven ist im Januar 2013 diese seltene Aufnahme einer (vermeintlichen) Wildkatze am Baldrian-Lockstock im Raum Karlsruhe gelungen.

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