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Kontrolle mit Baldrian-Lockstöcken

Wildkatzen sind sehr scheu und zudem vor allem in der Dämmerung und während der Nacht aktiv. Um verlässlich Wildkatzen in einem Gebiet nachzuweisen, hat sich die Baldrian-Lockstockmethode bewährt.

Wildkatze am Lockstock, Foto: Armin Bürgel / BUND Waldeck-Frankenberg Wildkatze am Lockstock  (Armin Bürgel / BUND Waldeck-Frankenberg)

Seit 2004 setzt der BUND im "Rettungsnetz für die Wildkatze" die Lockstock-Methode ein, um Wildkatzen nachzuweisen. Dazu werden Holzpflöcke mit Baldrian getränkt. Der Baldriangeruch lockt Katzen an, die auf Suche nach einem Partner die Wälder durchstreifen.

Bei der Lockstock-Methode wird eine ca. 60 Zentimeter lange, angeraute Dachlatte im Wald aufgestellt und das obere Ende mit Baldrianextrakt eingesprüht. Von diesem Geruch angelockt reiben sich die Tiere an dem Stock. Die Haare, die so am rauen Holz hängen bleiben, können mit einer Pinzette eingesammelt und dann im Labor untersucht werden. Dabei werden die Tiere nicht in ihrem natürlichen Verhalten beeinflusst.

Im Labor wird zunächst die gesamte DNA, der Träger der Erbsubstanz, extrahiert. Dann werden definierte Basensequenzen untersucht, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um eine Wildkatze handelt. Mit Hilfe dieses genetischen Fingerabdrucks kann auch festgestellt werden, ob es sich um ein oder mehrere Individuen handelt und wie die Verwandschaftsverhältnisse sind.

So wild treibt es die Wildkatze am Baldrian-Lockstock ...

Bildnachweise, zum Beispiel mit digitalen Infrarot-Kameras, sind nur eingeschränkt zuverlässig, da die Wildkatzen den Hauskatzen sehr ähnlich sehen. Sie eignen sich aber gut, um die Beprobungen mit Lockstöcken zu unterstützen.

BUND-Aktiven ist im Januar 2013 diese seltene Aufnahme einer (vermeintlichen) Wildkatze am Baldrian-Lockstock im Raum Karlsruhe gelungen.

Eine Wildkatze in der Videofalle

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