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Verbreitung der Wildkatze

Ursprünglich kam die Wildkatze in ganz Deutschland vor, heute gibt es hier noch 5.000 bis 7.000 der scheuen Tiere.

Wildkatzen in Deutschland

Wildkatzenvorkommen in Deutschland, Abbildung: Die Projektoren / BUND Wildkatzenvorkommen in Deutschland  (Die Projektoren / BUND)

Scheu und verborgen schleicht sie durch die Wälder in Mittel- und Süddeutschland und steht doch wie kaum ein anderes Tier für den Lebensraum Wald: Die Europäische Wildkatze.

Ihr Bedürfnis nach intakter Natur und weiten zusammenhängenden Wäldern macht sie zur "Zielart" für diesen Lebensraumverbund in Deutschland. Wo sie sich wohlfühlt, wo sie weitläufig wandern und neue Lebensräume erschließen kann und wo sie gesunden Nachwuchs aufziehen kann, dort fühlen sich auch viele andere gefährdete Arten wohl.

Seit 2011 führt der BUND eine bundesweite Wildkatzen-Gen-Inventur durch, um mehr über die Wildkatzenvorkommen im Land zu erfahren und vor allem, um Daten über den Austausch zwischen den Populationen und den Wanderbewegungen der Tiere zu erhalten.

Erstmals ist damit vorstellbar, wie viele Tiere in welchen Gebieten ungefähr vorkommen. Besonders hohe Bestandsdichten konnten in den großen Waldgebieten im Westen (Eifel, Hunsrück) und Mitteldeutschland (Leine-Weser, Harz, Hainich) nachgewiesen werden. Das zeigt, dass sich die Bestände in den Kernarealen sehr gut erholt haben. Darüber hinaus sind auch in Nord- und erstmals auch in Mittelbayern und Sachsen Wildkatzennachweise  gelungen, die für bisher noch nicht bekannte Bestände in diesen Waldregionen sprechen.

Hindernisse hindern Wildkatzen am Wandern

Bei der Analyse der Haarproben trat eine deutliche genetische Trennung zwischen den Verbreitungsgebieten in Mittel- und Westdeutschland zu Tage. Trotz des großen Untersuchungsgebiets und den umfangreichen Kontrollen wurden niemals einzelne Wildkatzen in zwei Gebieten nachgewiesen, was Hinweise auf aktuelle Ausbreitungsbarrieren liefert, die die Wildkatze schwer überwinden kann.

Auch die Anforderungen an den Lebensraum bestätigten die Lockstockkontrollen deutlich. Während in Mischwaldregionen Nachweise gelangen, blieben sie in benachbarten Nadelwäldern meist aus.

Mit all diesen Ergebnissen liegen hier bereits Erkenntnisse vor, mit Hilfe dessen der langfristige Schutz der Wildkatze und vieler anderer Waldtierarten weiter optimiert und vorangetrieben werden kann. Noch bis 2017 werden weiter Haarproben analysiert und die Gendatenbank erweitert – ein weltweit einzigartiger Datenschatz für die Naturschutzarbeit.

Wildkatzen in Europa

Außerhalb Deutschlands findet man Wildkatzen auf der iberischen Halbinsel, in Schottland, Italien, auf dem Balkan, in Ostfrankreich bis Belgien. Zwischen diesen Vorkommen findet vermutlich aufgrund der großräumigen Isolation der Gebiete kein nennenswerter Austausch mehr statt.

In Osteuropa sind zwar zurzeit noch mehr Wildkatzen als in West- und Mitteleuropa zu finden. Durch (teilweise illegale) Jagd und mangelndes Schutzmanagement nimmt die Zahl jedoch schneller ab als in anderen Gebieten.

Mehr Informationen

Kontakt in der Bundesgeschäftsstelle des BUND

Projekt "Wildkatzensprung"
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Tel.: (030) 2 75 86-40
Fax: (030) 2 75 86-440
wika(at)bund.net

Christiane Bohn

Projektleitung (in Elternzeit)

Andrea Andersen

Freiwilligenmanagement
E-Mail schreiben Tel.: (030) 2 75 86-542

Judith Freund

Medienkoordination
E-Mail schreiben Tel.: (030) 2 75 86-544

Dennis Klein

Pilotkorridore und Fachpolitik
E-Mail schreiben Tel.: (030) 2 75 86-483

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