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Bechsteinfledermaus – Insektenjäger im Dunkeln

Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) lebt im Wald. Dabei passt ihr aber nicht irgendein Forst, sondern sie braucht einen strukturreichen Wald mit vielen Baumhöhlen, damit sie sich wohlfühlt. Und sie lebt im Verborgenen: Erst wenn es richtig duster ist, verlässt sie ihre Tagesversteck und begibt sich auf die Jagd nach Insekten.

Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii); Foto: Dietmar Nill / CC BY-SA 2.5 / wikimedia.org Bechsteinfledermäuse im Flug  (Dietmar Nill / Myotis bechsteinii / CC BY-SA 2.5 )

Tagsüber schläft die Bechsteinfledermaus. Hierfür sucht sie Baumhöhlen auf, die sie auch für die Jungenaufzucht braucht. Für den Winterschlaf ziehen sich die Bechsteinfledermäuse in unterirdische Hohlräume wie beispielsweise Höhlen, Bunker oder Stollen zurück.

Bechsteinfledermäuse sind in Deutschland stark gefährdet. Sie haben ein sehr geringes Ausbreitungspotenzial: Die weiteste bisher ermittelte Wanderstrecke beträgt 35 Kilometer. Hinzu kommt, dass das Tier innerhalb seines Reviers häufig den Unterschlupf wechselt und daher einen Quartierverbundsystem mit vielen geeigneten Höhlen benötigt.

Die massive holzwirtschaftliche Nutzung unserer Wälder hat jedoch dazu geführt, dass der Höhlenreichtum und damit die Anzahl der Quartiere für die Bechsteinfledermaus rapide abgenommen hat. Und – ähnlich wie die Wildkatze – leidet sie unter der Zersiedelung und Zerschneidung der Wälder. Denn auch, wenn sie fliegen kann, quert sie nur sehr zögerlich offene Landschaften und fliegt bevorzugt über Hecken, Korridore und andere Waldstrukturen, um neue Lebensräume zu erobern.

Um das Überleben der Bechsteinfledermaus langfristig zu sichern, müssen unsere Wälder daher durch grüne Korridore wieder verbunden werden. Der BUND fordert auch, dass in bewirtschafteten Wäldern die natürliche Walddynamik erhalten bleibt. Mindestens zehn Prozent der Waldfläche Deutschlands müssen darüberhinaus als "Urwälder von morgen" der natürlichen Entwicklung überlassen werden.

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