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Der Name ist bei der Pfeifente Programm

Wer Pfeifenten schon einmal gehört hat, dem muss man ihren Namen nicht mehr erklären. Unentwegt kommunizieren die Tiere untereinander, Tag und Nacht, beim Fressen und beim Fliegen.

Eurasiatische Pfeifente im Flug; Foto: iStock.com / wimverhagen Pfeifente im Flug  (wimverhagen / iStock.com)

Pfeifenten sind deutlich kleiner als Stockenten. Die Männchen fallen in ihrem "Prachtkleid" mit braunrotem Kopf und hellcremefarbener Blesse über dem Schnabel auf. Rücken und Flanken sind fein grau gewellt. Die Weibchen sind unscheinbar. Ihr Gefieder ist relativ einheitlich kastanienbraun gefärbt. Beide Geschlechter haben ein weißes Flügelfeld, das beim Schwimmen als weißer Streifen sichtbar ist.

Salzwiesen und Boddenlandschaften ziehen Pfeifenten im Winter an

Pfeifenten brüten in Skandinavien und Westsibirien. Wenn es dort zu eisig wird, ziehen sie gen Süden. Im September erscheinen die Wintergäste an unseren Küsten. Im tiefen Winter zieht ein Großteil der Pfeifenten dann noch weiter: ins Binnenland, nach Süd-England und in die Niederlande.

Im Frühjahr wiederholt sich das Spiel in umgekehrter Weise und die Pfeifenten verweilen erneut in großer Zahl an unseren Küsten. Vor allem das flache Wattenmeer mit seinen angrenzenden Salzwiesen und die Boddenlandschaften der Ostsee ziehen die Pfeifenten dann an.

Tag und Nacht nur: Fressen, fressen, fressen

Pfeifente; Foto: GoFinland / CC0 / pixabay.com Pfeifenten haben zu wenig geschützte Flächen zur Verfügung.  (GoFinland / pixabay.com)

Als reine Pflanzenfresser fliegen Pfeifenten zum Fressen auch auf Ackerflächen und Grünland. Denn Pfeifenten haben einen großen Appetit. Und da Gras nährstoffarm ist und sie es nur schlecht verwerten können, müssen die Pfeifenten zwei Drittel des Tages fressen, sogar nachts. Dabei nehmen sie täglich etwa 300 Gramm auf, was der Hälfte ihres eigenen Körpergewichtes entspricht.

Dieser große Appetit ist auch der Grund, weswegen die großen Scharen dieses "Vielfraßes" in vielen Küstenregionen nicht immer gerne gesehen sind. Um die Ackerkulturen zu schützen dürfen Pfeifenten "zur Abwehr erheblicher landwirtschaftlicher Schäden" gejagt werden – außer in Hamburg und den Wattenmeer-Nationalparken. Eine vorherige Prüfung landwirtschaftlicher Schäden erfolgt dabei meist nicht.

Pfeifenten brauchen in ihren Überwinterungsgebieten ausreichend Nahrung und vor allem Ruhe, um Energie für ihren Weiterzug zu sammeln. Doch die geschützten Flächen an unseren Küsten reichen hierfür nicht aus. Der BUND fordert daher, dass die Pfeifente auch auf weiteren Grünflächen hinter den Deichen in Ruhe grasen kann, ohne gejagt zu werden.

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