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Steckbrief des Schmetterlings: Kleines Nachtpfauenauge

Kleines Nachtpfauenauge

Dieser Schmetterling ist einer der größten und schönsten Nachtfalter. Zusammen mit dem Nagelfleck sind sie die einzigen Vertreter der Familie der Pfauenspinner (Saturniidae) in Deutschland. Wie bei seinem Namensvetter, dem Tagpfauenauge, sind die Augenflecken charakteristisch für die Flügel-zeichnung des Kleinen Nachtpfauenauges.

Das Besondere bei diesem Nachtfalter ist, dass die Männchen tagaktiv sind und die Weibchen nur nachts fliegen. Aus diesem Grund sind die Flügel der Weibchen grau-weiß eingefärbt, während die Flügelzeich-nung der Männchen wesentlich auffallender in Gelb, Rosa, Weiß und Schwarz leuchtet. Die Raupen des Nachtpfauenauges sind anfangs schwarz und färben sich nach einiger Zeit in Grün um. Typisch für diese Raupen sind die schwarzen Punktwarzen mit Borsten.

Die ausgewachsenen Falter sind von Anfang April bis Ende Mai unterwegs. Sie nehmen in diesem Stadi-um keine Nahrung mehr zu sich und leben daher nur wenige Tage. Damit die Tiere sich zur Paarung fin-den, senden die Weibchen Lockstoffe aus, die die Männchen über viele Kilometer noch wahrnehmen können. Das Kleine Nachtpfauenauge ist in Mitteleuropa sehr häufig anzutreffen. Wer die Falter beo-bachten möchte, sollte sich dazu offenes Gelände suchen, das mit Sträuchern und/oder Heide bewachsen ist. Auch in lockeren Wäldern können sie vorkommen. Die Raupen des Kleinen Nachtpfauenauges haben eine Vielzahl von Futterpflanzen. Bevorzugt werden vor allem Rosengewächse wie die Schlehe oder Brombeere, aber auch die Besenheide ist beliebt.

Um sich im sich im Stadium der Verpuppung vor Fressfeinden zu schützen, hat sich das Kleine Nacht-pfauenauge etwas Besonderes einfallen lassen. Der Kokon hat eine Öffnung, in der starre Borsten eine Art Reuse bilden. Auf diese Weise können die Falter problemlos schlüpfen, Fressfeinde bleiben dagegen ausgesperrt.

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Ihr Ansprechpartner

Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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