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Pestizide gefährden die Gesundheit von Verbraucher*innen

Frisches Obst und Gemüse ist gesund – aber nur dann, wenn sie nicht mit Pestiziden belastet sind. Vor allem bei Obst und Gemüse gibt es immer wieder Überschreitungen der zulässigen Höchstgehalte von Pestizidrückständen.

Ein besonderes Problem sind Mehrfachrückstände von Pestizidwirkstoffen. So kann eine Tomate mit einer ganzen Reihe von Stoffen belastet sein, von denen jeder einzelne aber unter dem zulässigen Grenzwert liegt. Die Tomate ist also nach geltenden Vorschriften nicht zu beanstanden.

Wie sich solche Giftcocktails auf die menschliche Gesundheit auswirken, ist bislang nicht erforscht. Aus Sicht des Verbraucherschutzes sind bei Mehrfachbelastungen die derzeit geltenden EU-Grenzwerte daher nicht ausreichend. 

Die Lebensmittelüberwachung liegt größtenteils in der Verantwortung der Bundesländer. Sie können über die Webseiten der Verbraucherschutz-Landesministerien Informationen über Pestizidrückstände in Lebensmitteln abrufen.

Mit Pestiziden belastete Futtermittelimporte

Ein bisher kaum beachteter Problembereich in Sachen Pestizidbelastung sind importierte Tierfuttermittel vor allem aus Lateinamerika und den USA. Aus diesen Regionen stammt ein großer Teil des Sojafutters, das zur Tiermast in Deutschland und der EU verwendet wird. Es handelt sich meist um gentechnisch veränderte Soja, die herbizidresistent ist ("Roundup Ready").

Das bedeutet, dass beim Anbau viel größere Mengen an Pestiziden eingesetzt werden können und auch tatsächlich eingesetzt werden, auch noch auf den Sojapflanzen selbst. Das Sojafutter dürfte also deutlich erhöhte Pestizidrückstände aufweisen. Hierzu gibt es bisher weder Kontrollen noch Grenzwerte. Über mögliche Auswirkungen und Folgen gibt es noch fast keine wissenschaftlichen Erkenntnisse – etwa darüber, wie die Gifte in der Nahrungskette weitergegeben werden und was sie bewirken.

Mit dieser Problematik beschäftigt sich die Studie "Vorsicht Giftmischer!" von Testbiotech e.V. von 2011 erstmals ausführlich.

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