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Initiative Lieferkettengesetz – es ist Zeit, Gewinne ohne Gewissen von Konzernen zu beenden

Deutsche Unternehmen sorgen immer wieder für die Zerstörung der Umwelt bei gleichzeitiger Verletzung von Menschenrechten in ihren Lieferketten. Bislang hat das für sie keinerlei Konsequenzen. Ein Lieferkettengesetz kann das ändern und die Unternehmen für Verstöße in Haftung nehmen.

Ein vom Schlamm zerstörtes Haus. Foto: Ricardo Sturk / Movimento dos Atingidos por Barragens (MAB) Ein vom Schlamm nach dem Dammbruch bei der brasilianischen Kleinstadt Brumadinho zerstörtes Haus. Kurz zuvor hatte der TÜV Süd dem Damm Unbedenklichkeit attestiert.  (Ricardo Sturk / Movimento dos Atingidos por Barragens)

Deutsche Konzerne: Geschäfte ohne Gewissen

  • In Brasilien sterben Anfang 2019 durch den Dammbruch bei einer brasilianischen Eisenerzmine 270 Menschen – obwohl der TÜV Süd Brasilien kurz zuvor die Sicherheit des Damms zertifiziert hat. Das Ökosystem des Flusses Paraopeba wird durch den giftigen Schlamm vollständig zerstört.
  • In Südafrika werden vor einer Platin-Mine 34 streikende Arbeiter erschossen – BASF macht mit dem Betreiber der Mine weiterhin gute Geschäfte.
  • In Brasilien verkauft Bayer sowohl Glyphosat als auch fünf weitere Pestizide, die in der EU nicht mehr zugelassen und hochgiftig sind. Dort werden jährlich mehr als 6.000 Fälle von Pestizidvergiftungen gemeldet, Tendenz steigend. In jeder vierten Gemeinde finden sich zudem Rückstände von mehreren Pestiziden im Trinkwasser.

Überall auf der Welt leiden Mensch und Natur unter den gewissenlosen Geschäften deutscher Unternehmen. Unglaublich, aber wahr: Im Moment müssen Unternehmen für Schäden, die in ihrem globalen Geschäft entstehen, keinerlei Konsequenzen befürchten.

Doch es gibt eine Lösung für diese Probleme: Mit einem gesetzlichen Rahmen schaffen wir die Voraussetzungen für wirksamen Umweltschutz und die Achtung von Menschenrechten durch Unternehmen im Ausland. Deshalb hat sich der BUND der "Initiative Lieferkettengesetz" angeschlossen, die sich für einen solchen gesetzlichen Rahmen einsetzt.

Sie können jetzt die Initiative unterstützen, indem Sie die Petition unterschreiben:

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Warum nur ein Lieferkettengesetz liefert

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Wer Schäden anrichtet, muss Verantwortung übernehmen!

Deutsche Unternehmen profitieren von den wirtschaftlichen Vorteilen eines globalen Marktes. Dabei lassen sie den Schutz von Mensch und Umwelt häufig außer Acht. Denn: Sie müssen keine Konsequenzen fürchten für Schäden, die in ihrem globalen Geschäft entstehen. Die Initiative Lieferkettengesetz will, dass Verstöße deutscher Unternehmen gegen Menschenrechte und Umweltstandards rechtliche Konsequenzen haben. Unternehmen sollen für Schäden haften.

Kein Vorteil für verantwortungslose Unternehmen!

Manche Unternehmen engagieren sich schon jetzt verstärkt für die Achtung der Menschenrechte und den Umweltschutz. Bislang wird rücksichtsloses Handeln von Unternehmen jedoch finanziell belohnt. Es darf nicht länger sein, dass Unternehmen, die sich engagieren gegenüber verantwortungsloser Konkurrenz benachteiligt werden. Die Initiative Lieferkettengesetz will, dass alle Unternehmen Menschenrechte und Umweltstandards achten.

Verantwortung nicht auf Verbraucher*innen abwälzen!

Die meisten Menschen wollen keine Produkte kaufen, in denen Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder stecken. Verbraucher*innen dürfen nicht länger vor die falsche Wahl gestellt werden, denn Menschenrechte und der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen sind nicht verhandelbar. Dafür braucht es einen gesetzlichen Rahmen, der alle Unternehmen auf den Schutz von Mensch und Umwelt verpflichtet!

Betroffene von Menschenrechtsverletzungen brauchen Zugang zu Gerichten in

Angehörige von Todesopfern wie im Fall des Dammbruches müssen oft nicht nur den Verlust hinnehmen, sondern stehen auch noch mittellos da. Die Initiative Lieferkettengesetz will, dass Betroffene auch vor deutschen Gerichten Entschädigung einklagen können, wenn ein Unternehmen seinen menschenrechtlichen und umweltbezogenen Pflichten nicht nachgekommen ist.

Freiwillig ändern Unternehmen zu wenig!

Im Textil-, Kakao- oder Kohlesektor schließen sich Unternehmen in freiwilligen Bündnissen zusammen, um Produktionsstandards zu verbessern. Doch freiwillige Initiativen sind häufig zu wenig ambitioniert. Oft reagieren sie nur auf existierende Probleme anstatt deren Ursachen zu beseitigen. Erst ein Gesetz kann Geschäftspraktiken wirklich verändern.

Die Lösung? Ein Lieferkettengesetz!

Petition für ein Lieferkettengesetz

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