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Lurche schützen

Weltweit wird den Lurchen das Überleben immer schwerer gemacht. Nach Aussage der Zoologischen Gesellschaft in London könnte bis Mitte dieses Jahrhunderts die Hälfte der europäischen Frosch-, Kröten- und Molcharten ausgerottet sein.

Amphibien bewohnen Biotopkomplexe: Neben aquatischen Lebensräumen benötigen sie auch Landlebensräume. Aus diesem Grund sind sie wesentlich anfälliger als andere Tiergruppen gegenüber schädigenden Umwelteinflüssen.

In Deutschland leben 21 der weltweit existierenden 6.000 Amphibienarten. Ungefähr die Hälfte davon steht aktuell auf der "Roten Liste der gefährdeten Arten" (inklusive Vorwarnliste).

Kein leichtes Leben als Lurch

Lebensraum für Amphibien. Foto: Wolfgang Willner / BUND Lebensraum für Amphibien  (Wolfgang Willner / BUND)

Hauptsächlich leiden die Amphibien unter dem Verlust von Lebensräumen. Der fortschreitende Flächenverbrauch durch Industrie und Landwirtschaft, die Zerschneidung der Landschaft durch Siedlungen und Straßen erschweren ihnen das Überleben.

Viele Hektar wertvoller Auenflächen als besondere Refugien werden jedes Jahr durch Hochwasserdämme und Uferverbauung trockengelegt. Laichgewässer werden vernichtet oder verschmutzt. Tausende Frösche und Kröten sterben jedes Frühjahr auf Straßen bei ihren Wanderungen zu den Laichgewässern.

Ein bisher vielfach unterschätztes Problem kann direkt vor der eigenen Haustür lauern. In Dörfern und an Stadträndern geraten die Lurche in Kellerfenster, Lichtschächte, Außenkellertreppen, ungesicherte Brunnenschächte oder in Straßengullys. Hier verhungern oder vertrocknen sie, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden.

Dazu kommt, dass Amphibien zumeist nicht so mobil sind wie andere Tiergruppen. Dadurch sind sie den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark ausgesetzt.

Welchen Bedrohungen sind Lurche ausgesetzt?

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Monotone Flächen für die Landwirtschaft

Die konventionelle Landwirtschaft fordert immer größere zusammenhängende Flächen. Unzählige Kleingewässer werden zugeschüttet oder sie verschwinden durch die Trockenlegung von Wiesen und Auen. Hecken und Feldgehölze werden beseitigt. Die Fläche wird umgegraben und Monokulturen bestimmen von nun an das Landschaftsbild. Frösche und Kröten brauchen Vielfalt in ihrem Lebensraum – auf konventionell bewirtschafteten Feldern finden sie kaum noch Platz zum Leben.

Verbraucher*innen können das ändern, indem sie Bio-Produkte kaufen. Biobetriebe erhalten die Vielfalt in unserer Kulturlandschaft. 

Die Fischteichfalle

Immer mehr Gewässer werden zu Fischteichen umfunktioniert. Viele Fischarten wie Rotaugen oder Karauschen verspeisen mit Vorliebe die Eier und Larven von Amphibien. Aus diesem Grund können Frosch, Kröte und Co. in solchen Gewässern häufig nicht überleben.

Lediglich die Erdkröte "weiß sich zu helfen". Sie hat eine Schutzstrategie entwickelt, um in fischbesetzten Gewässern existieren zu können. Ist eine Erdkrötenlarve durch einen angreifenden Fisch verletzt worden, sondert sie einen Alarmstoff in das Wasser ab. Daraufhin flüchten die anderen Larven in einem großen Schwarm. 

Lebensunfreundlicher Wald

Immer mehr Laubwälder, Lebensraum von Feuersalamander und Springfrosch, werden abgeholzt und durch Nadelforste ersetzt. In solchen Forsten gibt es hauptsächlich saure Gewässer ohne Nahrung für die Larven.

Durch die Befestigung von Forstwegen, beispielsweise mit Bauschutt, verschwinden temporär mit Wasser gefüllte Wagenspuren. In manchen Waldregionen sind dies die einzigen Kleinstgewässer, in denen Laich und Larven von Lurchen leben können.

Illegale Müllhalden

Amphibiengewässer werden des Öfteren als Müllkippen missbraucht. Kleinabgrabungen, wichtige Ersatzlebensräume für Wechsel- und Geburtshelferkröte, werden mit Bauschutt aufgefüllt. Auch auf Lichtungen und an Wegrändern im Wald türmen sich immer wieder illegale Müllberge. Der Eintrag von Schadstoffen oder Nährstoffen in den Boden kann hier erheblich sein.

Sie können helfen, indem Sie wilde Müllkippen den zuständigen Behörden melden.

Gefährliche Straßen

Ein großes Problem für unsere Amphibien ist die Zerschneidung ihrer Lebensräume durch Straßen. Besonders im Frühjahr während ihrer Wanderungen zu den Laichgewässern müssen die Tiere stark befahrene Straßen überqueren.

Werden die Tiere von Scheinwerferlicht geblendet, verharren sie in einer Schreckstellung, die nicht selten minutenlang dauert. Selbst wenn Sie nicht direkt vom Auto erfasst werden, sondern nur zwischen die Räder geraten, können sie sterben. Der Druckunterschied vor bzw. unter dem Auto ist meist so groß, dass die Lurche in die Luft geschleudert werden und danach sterben.

Vorsicht im Frühjahr

Bei einer Untersuchung 2000 / 2001 in Brandenburg wurden über 70 Prozent der Amphibien, die nachts eine mittelmäßig stark befahrene Kreisstraße überqueren wollten, überfahren. Aus diesem Grund ist besonders im Frühjahr an Straßen Vorsicht geboten, die durch Amphibienlebensräume führen. Fahren Sie langsam oder meiden Sie wenn möglich solche Straßenabschnitte. Achten Sie auf Warnschilder.

Schutzzäune und Tunnel helfen

Amphibienschutzzäune am Straßenrand helfen, dass die Tiere nicht in Massen die Fahrbahn überqueren und vielleicht dabei getötet werden. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern bewegen sie sich entlang des Zaunes und landen in eingegrabenen Eimern. Einmal täglich, in den frühen Morgenstunden werden die Lurche dann von Helfern über die Straße zum Laichgewässer getragen. Warnschilder helfen, auf die wandernden Tiere aufmerksam zu machen.

Da diese Schutzaktionen sehr aufwendig sind und viele freiwillige Helfer erfordern, finden sie meistens nur während der kurzzeitigen Massenwanderung im Frühjahr statt. Aber natürlich müssen die Amphibien auch wieder vom Laichgewässer zurück in ihre Sommerquartiere. Dann sind sie meist völlig ungeschützt.

Gefährliche Wärmespeicher

Die wechselwarmen Lurche nutzen gerne die gespeicherte Asphaltwärme. Besonders in den Abendstunden sitzen sie mit Vorliebe auf den im Vergleich zur Umgebung deutlich wärmeren Straßen, um sich zu wärmen.

Genetischer Austausch wird unterbunden

Straßen stellen noch in einer anderen Hinsicht eine Gefahr für unsere Lurche dar: Durch die Zerschneidung der Landschaft kommt es zu einer Fragmentierung von Lebensräumen und Populationen. Der Austausch der genetischen Informationen wird dadurch eingeschränkt oder gar unterbunden. Es kann zu erblicher Isolation und zu Inzuchteffekten kommen, was im Extremfall das Aussterben lokaler Populationen zur Folge hat.

Straßenbau und Amphibien

Deutschland verfügt über das dichteste Straßennetz Europas. Noch mehr Asphalt in unserer Landschaft ist unnötig, der Neubau von Straßen grundsätzlich überflüssig. Sollten trotzdem Neuplanungen erfolgen, ist unmittelbar bei der Straßenplanung zu berücksichtigen, ob damit Lebensraum von Amphibien oder anderen Tierarten in Mitleidenschaft gezogen wird. Sinnvoll ist der Bau dauerhafter Schutzzäune entlang der Straßen. Tunnel unter der Straße ermöglichen den Lurchen die unbeschadete Überquerung.

Gefahr vor der eigenen Haustür

In ländlichen Gegenden passiert es regelmäßig, dass Amphibien Außenkellertreppen hinunterfallen, in offene Brunnen oder in Lichtschächte von Kellerfenstern stürzen. Besonders während der großen Lurchwanderungen im Frühjahr werden auch Gullys immer wieder zur Todesfalle. Frösche und Kröten laufen entlang des Bordsteins und fallen in ungesicherte Entwässerungsschächte, wo sie kläglich verenden.

Sicherer Hof und Garten

Es ist nicht schwer, diese Gefahren zu verhüten. Überprüfen sie Ihr Hausumfeld und Ihren Garten auf Gefahren und machen Sie sie "amphibienfreundlich". Sichern Sie Brunnenschächte, Abflüsse und Rohre. Engmaschige Netze und Gitter können dabei helfen. Bei Treppen und Lichtschächten eignen sich Amphibienleitern. Aus einem einfachen Holzbrett mit grobmaschigem Draht bespannt, lässt sich eine solche leicht selber bauen. Die Steigung der aufgestellten Leiter sollte nicht größer als 60 Grad sein.

Um Gullys nicht zur Amphibienfalle werden zu lassen, helfen Drahtgeflechte mit einer Maschendichte unter einem Zentimeter, die im Inneren des Gullys gespannt werden. Dies sollte aber nur in Absprache mit dem Straßenverkehrsamt erfolgen.  Ansonsten bieten den Tieren Ausstiegshilfen eine Möglichkeit, sich selbst wieder zu befreien. Genauere Bauanleitungen bietet die Koordinationsstelle für Amphibien- & Reptilienschutz in der Schweiz.

Eine weitere Maßnahme sind Laufbretter, die entlang des Bordsteins montiert werden und die Tiere von den Gullys fernhalten. Ihre Montage sollte in jedem Fall von der Straßenmeisterei übernommen werden.

Umweltgifte – was Pflanzen helfen soll, schadet Amphibien

Eine große Gefahr für unsere einheimischen Lurche geht von Umweltgiften aus. Die Gewässerverunreinigungen durch Haushalte und Industrie ist in den letzten Jahren durch den Bau verbesserter Kläranlagen eingedämmt worden.

Heute sind es Schwermetalle, Stickstoffdünger, Pestizide und Herbizide, die Fröschen, Kröten und Co. das Leben schwer machen. Lurche sind doppelt gefährdet, da sie sowohl im Wasser wie auch an Land leben. Über ihre dünne Haut nehmen sie leicht Chemikalien auf. Hochkonzentrierte Dünger führen bei direktem Kontakt mit der Lurchhaut oftmals zu Verätzungen und letztlich zum Tod.

Roundup – tödlich für Unkraut und für Frösche

Wissenschaftliche Studien zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen dem globalen Amphibiensterben und dem weltweit meistverwendeten Unkrautvernichtungsmittel Roundup des Agrochemie- und Saatgut-Konzerns "Monsanto".

Auf Kaulquappen wirkt das Herbizid in weitaus geringeren Mengen als bisher angenommen toxisch, und es verliert auch nicht seine chemische Wirkung, wenn es im Boden verteilt wird. Bei Versuchen mit Roundup unter Außenweltbedingungen starben innerhalb von drei Wochen 98 Prozent aller Kaulquappen und innerhalb von einem Tag 79 Prozent aller Frösche. Tallowamin heißt der Wirkstoff, der die Lurche tötet und eigentlich dazu dient, das Eindringen des Herbizids in die Blätter der Pflanzen zu fördern.

Auch in Deutschland wird das Unkrautvernichtungsmittel noch verwendet – in der Landwirtschaft, in Haus- und Kleingärten und von Grünflächenämtern. Mit dem nächsten Regen gelangt es in die Gewässer und vergiftet die dort lebenden Amphibien.

Schutzzonen helfen

Um Gewässer vor der Kontamination mit Düngemitteln, Herbiziden und Pestiziden zu schützen, ist es wichtig, eine Pufferzone um das Gewässer zu schaffen, in der auf solche Mittel verzichtet wird. Noch besser aber ist es, in unmittelbarer Nähe von Amphibienlebensräumen von vornherein auf künstliche Dünge- und Pflanzenschutzmittel zu verzichten.

Klimawandel setzt Amphibien zu

Der Klimawandel ist ein Faktor, der bisher kaum Berücksichtigung fand in den Diskussionen über das weltweite Amphibiensterben. Lurche sind wegen  ihrer eingeschränkten Mobilität im Vergleich zu anderen Tiergruppen den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark ausgesetzt.

Eine Studie im Rahmen des Forschungsprojektes ALARM, geleitet vom Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ), zeigte, dass der zu erwartende Klimawandel einen massiven Rückgang bei Amphibien- und Reptilienarten in Südwesteuropa auslösen könnte.

Feuchtlebensräume verschwinden

Das Hauptproblem, welches für die Amphibien durch den Klimawandel entsteht, ist der Verlust geeigneter Lebensräume. Zu geringe Niederschlagsmengen lassen die Feuchtlebensräume und Gewässer austrocknen. Fällt im Winter zu wenig Regen, frieren kleinere Gewässer schnell bis auf den Grund zu und dort überwinternde Frösche sterben.

Verheerende Temperaturschwankungen

Als Folge des Klimawandels kommt es besonders im Winter und im Frühjahr zunehmend zu stärkeren Temperaturschwankungen. Werden die Lurche nach warmen Tagen vom plötzlich auftretenden Frost überrascht, kann dies für sie den Tod bedeuten. Zu früh abgelegter Laich kann verpilzen, wodurch unter Umständen eine ganze Lurchgeneration ausfällt.

Chytridiomykose – ein gefährlicher Hautpilz

Eine schwerwiegende Hautinfektion bedroht auch in Deutschland viele Amphibienarten. Der Pilz Batrachochytrium dendrobatidis aus der Familie Chytridiomycota (kurz Chytridpilz) wurde erst in den neunziger Jahren entdeckt. Es herrscht Unsicherheit darüber, woher er ursprünglich stammt. Hinweise deuten derzeit in Richtung Südafrika. Er gilt inzwischen als Mitverursacher des weltweiten Amphibiensterbens.

Die Krankheit endet oft tödlich

Die Haut der Lurche ist eines ihrer wichtigsten Organe. Sie dient als Atmungsorgan und schützt vor Infektionen und Feinden. Auch für den Wasserhaushalt ist sie bedeutend, da Amphibien nicht trinken und das lebensnotwendige Nass über die Haut aufnehmen.

Der Chytridpilz ernährt sich von der Hornsubstanz der Amphibienhaut, dem Keratin.  Hauptsächlich bei erwachsenen Tieren dringt er in die oberflächliche Hautschicht ein. Die Haut zeigt Rötungen und löst sich bald darauf ab. Die erkrankten Tiere wirken lethargisch und stellen die Nahrungsaufnahme ein. Ihre Pupillen sind meist erweitert und reagieren nicht mehr auf Lichteinfall. Oft endet die Krankheit tödlich. Bei Kaulquappen, die lediglich verhornte Kauwerkzeuge besitzen, tritt der Pilz nur im Mundbereich auf. Die Tiere erkranken aber nicht.

Nach Meinung der Experten muss der Pilz nicht zwangsläufig zum Tode führen. Erst Stress, Klimaveränderungen oder die Kombination mit anderen Erregern lassen ihn zur tödlichen Gefahr werden.

Rasante Ausbreitung

Die Krankheit schreitet rasant voran. In Südamerika wurden Ausbreitungsgeschwindigkeiten des Erregers von bis zu 100 Kilometern im Jahr nachgewiesen. Bei einigen tropischen Fröschen löscht der Pilz innerhalb weniger Wochen ganze Populationen aus. In Europa konnte die Chytridiomykose bisher in Spanien, Italien, Großbritannien, der Schweiz und auch in Deutschland nachgewiesen werden.

Eine wesentliche Ursache dafür, dass sich die Krankheit so schnell verbreitet, ist der weltweite Handel mit Amphibien. In Deutschland gilt der Pilz bei Terrarientieren sogar als Haupttodesursache.

Der Ochsenfrosch

Der zunehmend in Deutschland anzutreffende Ochsenfrosch (Rana catesbeiana) ist ursprünglich im östlichen und mittleren Nordamerika beheimatet. Sein Name bezieht sich auf das dumpfe Brüllen des Männchens, das man bis über zwei Kilometer weit hören kann.

In vielen Gegenden wurde diese Art eingeschleppt, auch in Deutschland. Beispielsweise wurde er in der Lüneburger Heide gehalten, um Froschschenkel zu gewinnen. Später setzten ihn Hobbygärtner gern in Gartenteichen aus. So sind Ochsenfrösche für heimische Arten zu gefährlichen Konkurrenten um Nahrung und Raum geworden.

Größer und schwerer als einheimische Lurche

Seine Oberseite ist olivgrün bis olivbraun, oft mit größeren, dunklen Feldern oder Flecken. Sein Kopf ist hellgrün, die Unterseite weißlich und leicht dunkel marmoriert. Die Männchen werden bis zu 15 cm lang. Sehr große Weibchen können auch 20 cm Körperlänge und 25 cm Hinterbeinlänge erreichen und wiegen dann bis zu 600 Gramm.

Die Weibchen produzieren sehr große Laichballen, die an der Wasseroberfläche treiben. Bis zu 20.000 Eier legt ein einziges Weibchen ab. Die Kaulquappen schlüpfen nach gut einer Woche. Ihre Entwicklung kann in kalten Gewässern bis zu drei Jahre dauern. Ungewöhnlich große Kaulquappen müssen aber nicht zwangsläufig vom Ochsenfrosch stammen. Auch die einheimische Knoblauchkröte und die Geburtshelferkröte bringen sehr große Larven hervor.

Allesfresser

Aufgrund ihrer Größe und der Tatsache, dass sie alles fressen, was sie überwältigen können, stellen sie eine ernste Bedrohung als Feind und Nahrungskonkurrent für die heimische Tierwelt dar. Sind sie als Kaulquappe noch Vegetarier, fressen sie als fertiger Lurch Frösche (auch Artgenossen), Fische, aber auch Mäuse, frisch geschlüpfte Jungenten und junge Schildkröten. Auch Zauneidechsen und Ringelnattern hat man schon in ihrem Magen gefunden. Weil sie selbst so schlecht schmecken, müssen sie keine Feinde fürchten.

Klimawandel begünstigt Bedingungen

In der Rheinaue hat sich der Ochsenfrosch sehr stark vermehrt. Dort werden sowohl die Larven als auch die Frösche von Naturschützern und Fischern bekämpft. Mit dem zu erwartenden Klimawandel wächst die Gefahr, dass sich diese Art noch weiter ausbreitet und die Winter immer besser überlebt.

Außer den Ochsenfröschen sind auch chinesische Rotbauchunken und japanische Feuerbauchmolche vermehrt in der heimischen Natur anzutreffen. Den eigenen Gartenteich mit exotischen Arten zu beleben, ist das falsche Bestreben, "die Natur" rasch in den Garten zu holen. Anstatt exotische Tiere auszusetzen, ist es besser, einfach abzuwarten, denn was von alleine kommt, bleibt in der Regel auch.

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Ihr Ansprechpartner

Magnus Wessel

Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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