Prominente Vielfalt – Natur des Jahres

Mit der Wahl der Pflanzen, Tiere und Lebensräume des Jahres wird auf die Gefährdung von Natur und Umwelt aufmerksam gemacht und darüber informiert, warum es lohnenswert ist, Artenvielfalt und Lebensräume zu er­halten. Meist haben die gewählten Arten und Lebensräume eine besondere ökologische Bedeutung oder sind in ihrer Existenz bedroht.

Libelle des Jahres: die Wanderlibelle

Weibchen der Wanderlibelle  (Michael Post / GdO) Weibchen der Wanderlibelle (Michael Post / GdO)

Die Wanderlibelle profitiert von dem immer schneller voranschreitenden Klimawandel: Sie wurde erst 2019 das erste Mal in Deutschland nachgewiesen. Dies hängt mit der steigenden mittleren Temperatur und den veränderten Klimabedingungen auf dem europäischen Kontinent zusammen, die nun ganz neue Wettersysteme mit sich bringen.

Zur Libelle des Jahres

Schmetterling des Jahres: Der Braune Bär

Der Braune Bär ist Schmetterling des Jahres 2021.  (Tim Laußmann) Der Braune Bär ist Schmetterling des Jahres 2021. (Tim Laußmann)

Der Braune Bär hat seinen Namen von der dichten, bräunlich-"bärenartigen" Behaarung der älteren Raupen. Die Art ist bundesweit rückläufig und steht auf der Vorwarnliste der bedrohten Tiere. Neben der Lichtverschmutzung sind auch die Intensivierung der Landwirtschaft, der Wegfall von Hecken und Feldgehölzen in der Landschaft und der Flächenverbrauch Ursachen für den Rückgang dieses Schmetterlings.

Zum Schmetterling des Jahres

Reptil des Jahres: die Zauneidechse

Zauneidechse Reptil des Jahres: die Zauneidechse  (Alex Kwet / DGHT)

Die Zauneidechse ist Reptil des Jahres 2020/21. Diese Spezies gehört zur Gattung der Smaragdeidechsen, da sie eine prachtvoll grüne Flanke und eine braune Rückenfärbung besitzt. Zauneidechsen sind anpassungsfähige Reptilien und besiedeln in Deutschland vor allem naturnahe Gärten oder lassen sich entlang von Straßen, Bahnstrecken und Zäunen nieder. Sie stehen auf der Roten Liste bedrohter Arten, da sie durch Einfluss des Menschen allmählich aus ihrem natürlichen Habitat verdrängt werden.

ZUM REPTIL DES JAHRES

Allee des Jahres: Eichenallee in Brandenburg bei Seedorf

Eichen-Allee in Brandenburg bei Seedorf in der Nähe von Lenzen an der Elbe Platz 1: Eichen-Allee in Brandenburg bei Seedorf in der Nähe von Lenzen an der Elbe  (Anja Möller)

Die "Allee des Jahres 2020" zeigt eine Eichen-Allee in Brandenburg bei Seedorf in der Nähe von Lenzen an der Elbe. Mitten durch die großen Ackerschläge zieht sich das Band der Allee. Kein weiterer Baum, kein Strauch – nur diese Allee als ein Raum voller Leben und als Verbindung zwischen Lebensräumen. Anja Möller, die Gewinnerin, sagt zu ihrem Bild: "Ich mag die Symmetrie sowie das Spiel mit Licht."

ZUR ALLEE DES JAHRES

Baum des Jahres: die Europäische Stechpalme

Baum des Jahres 2021: Die Stechpalme Baum des Jahres 2021: Die Stechpalme (A. Roloff / baum-des-jahres.de)

Nicht wenige werden sich fragen, ob sie überhaupt ein Baum ist. Denn eigentlich erinnert sie eher an Sträuche, die sich zwischen den dicken Baumstämmen in Laubwäldern tummeln. Meist wächst sie nur ein, zwei Meter in die Höhe, gelegentlich auch mal bis zu fünf Meter. Doch eher erstreckt sie sich in die Breite, umgeben von Ablegern aus bewurzelten Seitenästen und ausgetriebenen Wurzelsprossen.

ZUM BAUM DES JAHRES

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Ihr Ansprechpartner

Magnus Wessel

Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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