Prominente Vielfalt – Natur des Jahres

Mit der Wahl der Pflanzen, Tiere und Lebensräume des Jahres wird auf die Gefährdung von Natur und Umwelt aufmerksam gemacht und darüber informiert, warum es lohnenswert ist, Artenvielfalt und Lebensräume zu er­halten. Meist haben die gewählten Arten und Lebensräume eine besondere ökologische Bedeutung oder sind in ihrer Existenz bedroht.

Libelle des Jahres: die Speer-Azurjungfer

Weibchen der Speer-Azurjungfer; Foto: Michael Post / GdO Libelle des Jahres: die Speer-Azurjungfer  (Michael Post / GdO)

Die Speer-Azurjungfer gehört zu der Familie der Kleinlibellen, die vor allem in nährstoffarmen und sauren Gewässern heimisch ist. Mittlerweile ist sie jedoch vorm Aussterben bedroht und steht deswegen auf der Roten Liste gefährdeter Insekten. Die Gründe hierzu sind vielfältig; zum einen wird durch den Torfabbau ihr natürlicher Lebensraum weiter verringert, zum anderen setzen der Klimawandel und die Überdüngung in der Landwirtschaft der Spezies hierzulande zu.

Zur Libelle des Jahres

Schmetterling des Jahres: der Grüne Zipfelfalter

Grüner Zipfelfalter: Schmetterling des Jahres 2020 Schmetterling des Jahres 2020: Grüner Zipfelfalter  (Walter Schön)

Der Grüne Zipfelfalter ist der Schmetterling des Jahres 2020. Mit der Auszeichnung möchte der BUND auf die Bedrohung der Schmetterlingsart durch die intensive Landwirtschaft aufmerksam machen. Aufgrund von Düngung und einer frühen Mahd sind nährstoffarme, blütenreiche Wiesen, auf die der Falter angewiesen ist, heute in vielen Teilen Deutschlands selten geworden. 

Zum Schmetterling des Jahres

Reptil des Jahres: die Zauneidechse

Zauneidechse Reptil des Jahres: die Zauneidechse  (Alex Kwet / DGHT)

Die Zauneidechse ist Reptil des Jahres 2020. Diese Spezies gehört zur Gattung der Smaragdeidechsen, da sie eine prachtvoll grüne Flanke und eine braune Rückenfärbung besitzt. Zauneidechsen sind anpassungsfähige Reptilien und besiedeln in Deutschland vor allem naturnahe Gärten oder lassen sich entlang von Straßen, Bahnstrecken und Zäunen nieder. Sie stehen auf der Roten Liste bedrohter Arten, da sie durch Einfluss des Menschen allmählich aus ihrem natürlichen Habitat verdrängt werden.

ZUM REPTIL DES JAHRES

Allee des Jahres: Ahornallee zwischen Rüdnitz und Danewitz

Foto 1. Preis, Autor: Dietmar Olonscheck, Titel: „Ahorn-Allee im Herbstzauber“, 1. Platz im Fotowettbewerb „Allee des Jahres“ Allee des Jahres 2018: Ahornallee zwischen Rüdnitz und Danewitz (Dietmar Olonscheck)

Die Allee des Jahres wird in einem Fotowettbewerb gekürt. Diesjähriger Sieger ist eine Ahornallee zwischen Rüdnitz und Danewitz in Brandenburg. Das Foto "Spitzahorn-Allee im leuchtenden Herbstkleid" von Dietmar Olonscheck zeigt Gleichmäßigkeit aber auch Individualität, Ebenmaß und Charakter des einzelnen Baumes. Die Allee des Jahres wird immer am 20. Oktober, dem Tag der Allee, bekanntgegeben, um auf die deutschlandweite Gefährdung von Alleenbäumen aufmerksam zu machen.

Zur Allee des Jahres

Baum des Jahres: die Robinie

Robinie Baum des Jahres: die Robinie  (A. Roloff / www.baum-des-jahres.de)

Die Robinie wurde zum Baum des Jahres 2020 ernannt. Die mit der Erbse in Verwandschaft stehende Pflanze ist keine heimische, sondern wurde vor 300 Jahren aus dem westlichen Nordamerika importiert. Doch die anmutende Schönheit dieser Schönheit stellt für stickstoffarme Naturräume eine Bedrohung dar. Ähnlich den Hülsenfrüchtlern fixiert sie durch Knöllchen-Bakterien den Luftstickstoff und vermehrt sich so im Boden, wodurch sie auch an nährstoffarmen Stellen wuchern kann.

ZUM BAUM DES JAHRES

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Ihr Ansprechpartner

Magnus Wessel

Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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