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Vorbeugend die Belastung minimieren

Der erste Schritt ist das Vermeiden oder Abschalten von Quellen elektromagnetischer Felder (EMF) im privaten Bereich, wo immer es möglich ist.

Schild: Elektromagnetisches Feld. Foto: OpenIcons / CC0 1.0 / pixabay.com Ein erster Schritt ist das Vermeiden von EMF im privaten Bereich.  (OpenIcons / pixabay.com)

Im Alltag

Entscheiden Sie sich für Geräte, die strah­lungsarm, kabelgebunden und gut abgeschirmt sind. Verwenden Sie möglichst wenig Elektro­geräte im Schlaf- und Kinder­zimmer. Nutzen Sie Netzfreischalter, verwenden Sie abgeschirmte Kabel.

Außerdem gilt:

  • Schnurlose DECT-Telefone und -Babyphones sollten ausschließlich im Bedarfsfall aktiviert werden und eine Sendeleistungsregulierung besitzen. 
  • Handys sollten soweit wie möglich vom Kopf entfernt mittels Headset (Kopfhörer und Mikrofon) oder über Lautsprecher betrieben werden. Grundsätzlich nimmt die Feldstärke mit der Entfernung vom Gerät ab. Grundregel: Der Abstand ist dein Freund! 
  • Handys sind kein Kinderspielzeug.
  • Computer lassen sich über Kabel anstelle von WLAN mit dem Internet verbinden. Auch wenn Sie ein Kabel verwenden, denken Sie daran, das WLAN am PC (und, falls Sie einen Router verwenden, auch dort) direkt oder über Ihre Software zu deaktivieren. Wenn Sie WLAN und Bluetooth benötigen, schalten Sie dies bei Nichtgebrauch aus. Achten Sie beim Gerätekauf darauf, dass diese Funktionen auch deaktiviert werden können. Bedenken Sie: Auch Ihr*e Nachbar*in kann von der Strahlung betroffen sein.  
  • Achten Sie darauf, WLAN und Bluetooth an Ihren Geräten wie Handy, Tablet, TV-Gerät, Stereoanlage, Drucker, Scanner usw. zu deaktivieren. Häufig sind diese Funktionen aktiv oder voreingestellt, obwohl man sie nicht nutzt.
  • Verzichten Sie auf mobiles Internet via Smartphone/Tablet/Surftstick. Die Strahlung ist viel höher als bei Handytelefonaten, weil wesentlich mehr Daten übertragen werden. Lieber über Kabelverbindung ins Internet gehen.
  • Handys nur ausgeschaltet in den Kinderwagen legen und lieber körperfern, z.B. in Taschen tragen. Nachts ausschalten. 
  • Handys, WLAN, Bluetooth und DECT-Telefone sollten auf keinen Fall in der Nähe des Schlafplatzes in Betrieb sein. Auch die Leitungen und Geräte, besonders auch deren Netzteile (Radiowecker) in unmittelbarer Nähe des Schlafplatzes sind als zusätzliche Quellen von Bedeutung.
  • Da sich viele Strahlungsquellen innerhalb der eigenen Wohnung befinden (z. B. WLAN, DECT-Telefon) und Quellen von außen (z. B. aus der Nachbarwohnung Mobilfunk-Sendeanlagen) eindringen, kann eine Messung der Strahlenbelastung, fachliche Beratung und ggf. Abschirmung sinnvoll sein. 

Grundsätzlich gilt:

Vor allem besonders empfindliche Menschen – etwa Schwangere, Kinder, Jugend­liche, Kranke und auf Elektrosmog sensibel reagierende Personen – müssen geschützt werden.* Nehmen Sie Rücksicht und reduzieren Sie EMF, wann immer möglich, Elektrosmog. Die Be­lastungen durch die verschiedenen Quellen elektromagnetischer Strahlungen überlagern sich und können so verstärkende Effekte erzeugen.

Und schließlich:

Auf Handys und die permanente Erreichbarkeit hin und wieder zu verzichten, ist oft nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Lebensqualität ein Gewinn.

Am Arbeitsplatz

Viele Arbeitgeber*innen sind nur unzureichend über die Risiken von Elektrosmog und die Möglich­keiten der Vorsorge informiert. Überlegen Sie als Arbeitgeber*in, wie Sie elektromagnetische Felder in Ihrem Unternehmen reduzieren und auf sinnvolle Alternativen umstellen können. Als Mitarbeiter*in können Sie das Gespräch mit dem Arbeitgeber oder dem Betriebsrat suchen und Anregungen geben.

Als engagierte Bürger*in

Der Widerstand gegen neue oder bestehende Anlagen hat Aussicht auf Erfolg, wenn über deren Risiken informiert wird. Bitte unterstützen Sie uns dabei. In Bürgerinitiativen schließen sich engagierte Bürger*innen zusammen, um sich für einen bewussten und vorsorgeorientierten Umgang und Einsatz von (Funk-)Technologien und der Reduzierung von EMF einzusetzen. Eine Reihe von Anre­gun­gen und Hilfen für die Arbeit in Bürgerinitiativen finden Sie bei uns. Beim BUND gibt es viele örtliche BUND-Grup­pen, die sich entsprechend engagieren. Sollte es in Ihrem Umfeld keine BUND-Grup­pe oder Bürgerinitiative geben, können Sie eine gründen. Oder arbeiten Sie im BUND-Arbeits­kreis Immissions­schutz (AG EMF) mit.

Als Wähler*in

Um einen ausreichenden Schutz und die Vorsorge vor EMF voranzubringen, bedarf es der Mitwirkung zuständiger Ministerien und Behörden. Neben einer aktiven Informationspolitik gegenüber den Bürger*innen zu Gefahren, Risiken und Vorsorgemöglichkeiten ist insbesondere eine Anpassung der Rechtslage durch politische Entscheidungsträger nötig.

Sprechen Sie Mandatsträger*innen und Abgeordnete auf das Thema Schutz und Vorsorge bezüglich EMF an. Gehen Sie gezielt auf Politiker*innen sowohl auf der Gemeindeebene als auch der Landes-, Bundes- und europäischen Ebene zu. Fragen Sie nach, inwieweit Vorsorge vor EMF im Wahlprogramm der jeweiligen Parteien enthalten ist.  

* Auch die Wiener Ärztekammer hat "Zehn medizinische Handy-Regeln" veröffentlicht.

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Arbeitsgruppe Elektrosmog

Wilfried Kühling


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