Moore: Refugien für seltene Arten und wichtiger Klimaschützer

Unsere Moore sind einzigartige Zeugen der Landschaftsgeschichte. Doch der Mensch hat seit dem 17. Jahrhundert etwa 95 Prozent aller Moore entwässert, land- und forstwirtschaftlich genutzt oder Torf abgebaut. Diese Moorzerstörung dauert bis heute an.

Der BUND fordert

  • Programm zur Moorwiedervernässung auflegen
  • Moore als Lebensräume schützen
  • Landschaftswandel als Chance fördern
  • Aus der Torfverwendung aussteigen
  • Moorwissen stärken

BUND-Newsletter abonnieren!

Warum wir Moore schützen sollten

Torfabbau im Moor Der Torf eines Moors in der Lüneburger Heide wird abgebaut.  (Contadora1999/AdobeStock)

Moorschutz ist unerlässlich. Kein Lebensraum speichert mehr Kohlenstoff als intakte, nasse Moore. Obwohl weltweit nur 3 Prozent der Landfläche mit Mooren bedeckt sind, speichern diese etwa doppelt soviel Kohlenstoff wie alle Wälder der Erde zusammen. Doch wenn Moore entwässert werden, kehrt sich dieser Effekt um: Wenn der Wasserspiegel im Moor sinkt, beginnt unter Luftkontakt der Zersetzungsprozess im Torf. Dann setzen entwässerte Moore enorme Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid frei. Moorschutz durch Wiedervernässung trockengefallener Moore ist deswegen hocheffektiver Klimaschutz. Auf der ganzen Welt müssen immense Flächen an degradierten Moorböden wiedervernässt werden, um den Klimaschutzzielen näher kommen zu können.

In intakten Mooren lebt zudem eine Vielzahl seltener, oft hoch spezialisierter Pflanzen und Tiere. Diese Arten hat der Lebensraumverlust in große Bedrängnis gebracht. Der Moorschutz ist somit auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. 

Neben dem Klima- und Artenschutz dienen Moore außerdem dem Hoch- und Grundwasserschutz: Sie nehmen Regenwasser wie ein Schwamm auf und speichern es. So halten sie das Wasser in der Landschaft – in Zeiten zunehmender Dürreperioden von unschätzbarem Wert. Moore müssen in den kommenden Jahren im großen Maßstab wiedervernässt und der Torfabbau gestoppt werden.

Aktiv werden mit dem BUND

Der BUND kämpft seit Jahrzehnten für den Schutz und die Renaturierung der Moore Deutschlands und führt gemeinsam mit seinen BUND-Gruppen praktische Moorrenaturierungen und Pflegemaßnahmen durch. Beispiele sind die langjährigen BUND-Projekte in der Diepholzer Moorniederung, im Cheiner Toormoor oder die rund 50 lokalen Moorschutzprojekte in Bayern.

Und auch Sie können zum Moorschutz beitragen. Kaufen Sie für Garten und Balkon nur torffreie Erde. Denn Torf, das ist der Stoff, aus dem die Moore sind! 

Ihre Ansprechpartnerin

Nicola Uhde

Nicola Uhde

BUND-Moorexpertin
E-Mail schreiben

BUND-Bestellkorb