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Allee des Jahres 2019

Auch in diesem Jahr suchte der BUND die schönste Allee des Landes. Aus 252 Einsendungen kürte die Jury des BUND zum Tag der Allee am 20. Oktober die Preisträger 2019.

Mit der Prämierung der "Allee des Jahres" will der BUND auf die deutschlandweite Gefährdung von Alleenbäumen aufmerksam machen. Alleen sind nicht nur schützens­werte kulturelle Monumente. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, verbinden natürliche Lebensräume und sind oft Zufluchtsstätten gefährdeter Tierarten. In Deutschland steht ein Drittel der Tiere und Pflanzen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Alleen leisten insofern einen großen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz.

Der erste Platz geht nach Mecklenburg-Vorpommern

Platz 1: Rosskastanien-Allee von Eickelberg nach Eickhof im Frühnebel  (Heidi Sprenger / BUND)

Die "Allee des Jahres 2019" liegt im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Die etwa fünf Kilometer lange von Kastanienbäumen gesäumte Straße führt von Groß Görnow nach Eickelberg und von dort mit einer kurzen Unterbrechung nach Eickhof.

Ihre Entscheidung begründet die Jury mit folgenden Worten: "Das Licht fällt auf den Nebel und gibt der morgendlichen Stimmung in dieser alten Allee einen ganz besonderen Zauber. Dicht stehen die Baumstämme und die Kronen bilden ein geschlossenes Blätterdach über dem Kopfsteinpflaster. Nicht nur die Rosskastanien mit ihren wunderschönen Blüten, auch der Wegesrand bietet Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insekten, Vögel und Kleintiere." Diese Stimmung macht das Bild so einzigartig und hat die Jurymitglieder sogleich fasziniert. In diesem Bild zeigt sich auch die Besonderheit einer Allee als Ort der biologischen Vielfalt.

Die Preisträgerin Heidi Sprenger erläutert ihr Motiv: "Diese Allee ist meine Lieblingsallee. Sie ist schon sehr alt. Die Bäume sehen teilweise sehr knorrig aus und haben dicke Knollen. Besonders im Mai sind die Kastanien mit ihren Blüten sehr schön. Ich finde es bewundernswert, wie die Kastanien trotz des Befalls der Miniermotte uns jedes Jahr erfreuen und es sogar schaffen, ihre Früchte heranreifen zu lassen."

Auch der zweite Platz geht nach Mecklenburg-Vorpommern

Lindenallee zwischen Kuckelvitz und Neuenkirchen auf Rügen Platz 2: Lindenallee zwischen Kuckelvitz und Neuenkirchen auf Rügen (Mario Fürstenberg / BUND)

Der zweite Preis ging an eine Allee zwischen Kuckelvitz und Neuenkirchen auf Rügen, ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern. Mario Fürstenberg aus Bad Teinach- Zavelstein, Baden-Württemberg, fiel diese Lindenallee während seines Urlaubs auf Rügen ins Auge. "Eigentlich ist es ja mehr ein Lindentunnel, denn die Äste dieser knorrigen, alten Linden berühren sich über der Fahrbahnmitte der wenig befahrenen Kreisstraße", so der Preisträger. Die Jury lobte auch die dynamische Linienführung in diesem Bild.

Der dritte Platz geht nach Niedersachsen

Allee in Varel/Niedersachsen Platz 3: Leben in Alleen in Varel/Niedersachsen (Heidrun Heinze)

Den dritten Preis erhielt Heidrun Heinze für ihr Bild "Leben in Alleen". Das Foto zeigt die mit 540 Stiel-Eichen gesäumte fast zweieinhalb Kilometer lange Meedenstraße zwischen Varel-Moorhausen und Varel-Wehgast. "Das Bild mit den mächtigen Bäumen und den grasenden Pferden strömt eine schöne Ruhe und Gelassenheit aus", lobte die Jury. Betrachter*innen bekämen große Lust auf einen Spaziergang oder einer Radtour in dieser Allee.

 

Ein Sonderpreis geht an die Alleenpaten der Freien Schule Rügen

Allee in der Dorfstraße in Klein Kubitz Kinderpreis für die Allee in der Dorfstraße in Klein Kubitz (Alleenpaten der Freien Schule Rügen / BUND)

In diesem Jahr ging außerdem ein Sonderpreis für Kindereinsendungen an die Alleenpaten der Freien Schule Rügen in Dreschvitz für ihre Einsendung "Verwurzelt". Sie haben erreicht, dass alle Lücken in der zwei Kilometer langen Allee bis nach Groß Kubitz mit insgesamt 92 Jungbäumen bepflanzt werden konnten. Die Alleenpaten gießen und pflegen die Bäume und haben viele Blumen für Insekten an den Baumscheiben gesät. "Das Bild mit den alten und jungen Bäumen nebeneinander zeigt, wie wichtig es ist, in Alleen nachzupflanzen, sich um die jungen Bäume zu kümmern und sie vor Schäden zu schützen, damit sie gut verwurzeln", so die Jury.

Hintergrund

Der BUND engagiert sich seit vielen Jahren im Alleenschutz. Hunderte ehrenamtlich Aktive kümmern sich um "ihre" Alleen vor Ort, insbesondere in den alleenreichsten Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Hier stehen noch etwa 15.000 Kilometer Alleen, das sind weit mehr als die Hälfte der gesamten Alleenkilometer Deutschlands.

Doch auch in weniger alleenreichen Bundesländern gibt es wahre Schätze an den "grünen Tunneln". Einige davon hoffen wir durch den Wettbewerb kennenzulernen.

Sie können uns bei unserer Arbeit unterstützen: Werden Sie Alleen-Pate. Gemeinsam können wir im Alleenschutz viel bewegen.

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Ihr Ansprechpartner

Magnus Wessel

Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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