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Allee des Jahres 2018

Auch in diesem Jahr suchte der BUND die schönste Allee des Landes. Aus 146 Einsendungen kürte die Jury des BUND zum Tag der Allee am 20. Oktober die Preisträger 2018.

Mit der Prämierung der "Allee des Jahres" will der BUND auf die deutschlandweite Gefährdung von Alleenbäumen aufmerksam machen. Alleen sind nicht nur schützens­werte kulturelle Monumente. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, verbinden natürliche Lebensräume und sind oft Zufluchtsstätten gefährdeter Tierarten. In Deutschland steht ein Drittel der Tiere und Pflanzen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Alleen leisten insofern einen großen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz.

Der erste Platz geht nach Brandenburg

Foto 1. Preis, Autor: Dietmar Olonscheck, Titel: „Ahorn-Allee im Herbstzauber“, 1. Platz im Fotowettbewerb „Allee des Jahres“ Bitte geben Sie als Quelle "Dietmar Olonscheck / BUND" an.

Die "Allee des Jahres 2018" ist eine majestätische Ahornallee zwischen Rüdnitz und Danewitz im Landkreis Barnim (Brandenburg). Das Motiv "Spitzahorn-Allee im leuchtenden Herbstkleid" wurde von Dietmar Olonscheck eingereicht.

"Die Allee zeigt Gleichmäßigkeit aber auch Individualität, Ebenmaß und Charakter des einzelnen Baumes. Die majestätisch erscheinende Ahorn-Allee ist ein großartiger Schmuck für die Straße", begründet die Jury ihre Auswahl. Im Bundesland Brandenburg sind die meisten Alleen in Deutschland zu bewundern. Aber auch hier ist der Erhalt der Alleenlandschaft nicht selbstverständlich. "Der BUND macht mit der Auszeichnung der Allee des Jahres auf die kulturhistorische und ökologische Bedeutung der heimischen Alleen aufmerksam", sagt Katharina Dujesiefken, BUND-Expertin für Baum- und Alleenschutz. "Wie die Jury erst später erfuhr, machte die Allee auf dem Siegerfoto vor einigen Jahren schon einmal Schlagzeilen. 2007 sollten sämtliche Bäume gefällt und die Straße grundhaft ausgebaut werden. Eine gerichtliche Entscheidung hatte damals die Fällung verhindert."

Preisträger Dietmar Olonscheck erinnert sich an die Situation, in der das Foto entstand: "An einem Herbsttage mit herrlichem Wetter fuhr ich mit dem Fahrrad diese Allee entlang. Es war ruhig hier, nur der Wind rauschte in den Baumkronen. Diese Ruhe wurde nur ab und zu durch ein vorbeifahrendes Auto unterbrochen. Warum soll eine solche Straße zwischen zwei Dörfern verbreitert werden? Kann ein solches Verhältnis zwischen Nutzen und angerichtetem Schaden optimal sein?"

Über weite Strecken bildet die Allee mit den etwa 120 Jahre alten Bäumen auf beiden Seiten geschlossene Baumreihen. Aus ökologischer Sicht sind die Bäume besonders für Höhlen bewohnende Insekten und Höhlenbrüter von immenser Bedeutung. Doch ein Ausbau der Straße ist weiterhin im Gespräch.

Der zweite Platz geht nach Rheinland-Pfalz

Bitte geben Sie als Quelle "Dieter Rockser / BUND" an.

Der zweite Preis des Alleenwettbewerbs geht nach Rheinland-Pfalz. Das Bild "Spaziergang im Frühling", das von Dieter Rockser eingereicht wurde, zeigt eine vier Kilometer lange Allee blühender Wildkirschen zwischen Roderbirken und Roderhof. Zwei ältere Herren spazieren in ein Gespräch vertieft durch die frühlingshafte Farbenpracht der Allee.

Der dritte Platz geht nach Bayern

Foto 3. Preis, Autor: Markus Lenk, Titel: „Allee auf Rügen“, 3. Platz im Fotowettbewerb „Allee des Jahres“ Bitte geben Sie als Quelle "Markus Lenk / BUND" an.

Der dritte Preis geht an Markus Lenk aus Bayern für sein Foto "Allee in Bisdamitz auf Rügen". Die Straße wurde erst kürzlich ausgebaut und doch sind alle Bäume erhalten. Das Foto zeigt, wie die Allee harmonisch die Straßenwindungen begleitet und den Blick zum Licht leitet.

 

 

Der Sonderpreis geht nach Mecklenburg-Vorpommern

Einbruch der Nacht Bitte geben Sie als Quelle "Eckhard Wolfgramm / BUND" an.

In diesem Jahr gab es im Fotowettbewerb außerdem einen Sonderpreis. Er geht an Eckhard Wolfgramm für sein Foto "Einbruch der Nacht auf der Landstraße Werder – Altentrepow". Das Foto zeigt den Gegensatz zwischen den organischen Formen der Alleebäume und den starren Formen der Windkraftanlagen. Damit wird die Bedeutung der Alleen für das Landschaftsbild in besonderer Weise dargestellt. 

Hintergrund

Der BUND engagiert sich seit vielen Jahren im Alleenschutz. Hunderte ehrenamtlich Aktive kümmern sich um "ihre" Alleen vor Ort, insbesondere in den alleenreichsten Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Hier stehen noch etwa 15.000 Kilometer Alleen, das sind weit mehr als die Hälfte der gesamten Alleenkilometer Deutschlands.

Doch auch in weniger alleenreichen Bundesländern gibt es wahre Schätze an den "grünen Tunneln". Einige davon hoffen wir durch den Wettbewerb kennenzulernen.

Sie können uns bei unserer Arbeit unterstützen: Werden Sie Alleen-Pate. Gemeinsam können wir im Alleenschutz viel bewegen.

Meldung zum Thema

Druckfähige Fotos der prämierten Alleen

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Ihr Ansprechpartner

Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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