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Allee des Jahres 2016

Auch in diesem Jahr suchte der BUND die schönste Allee des Landes. Aus rund 150 Einsendungen kürte die Jury des BUND am 20. Oktober, dem Tag der Allee, die Preisträger 2016.

Mit der Prämierung der "Allee des Jahres" will der BUND auf die deutschlandweite Gefährdung von Alleenbäumen aufmerksam machen. Alleen sind nicht nur schützens­werte kulturelle Monumente. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, verbinden natürliche Lebensräume und sind oft Zufluchtsstätten gefährdeter Tierarten. In Deutschland steht ein Drittel der Tiere und Pflanzen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Alleen leisten insofern einen großen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz.

Der erste Platz geht nach Mecklenburg-Vorpommern

"Allee des Jahres 2016": Ahornallee zwischen Pölitz und Warnkenhagen im Landkreis Rostock. Foto: Heinrich Baumann "Allee des Jahres 2016": Ahornallee zwischen Pölitz und Warnkenhagen im Landkreis Rostock.  (Heinrich Baumann)

Das Siegerfoto stammt von Heinrich Baumann und zeigt eine etwa 1,5 Kilometer lange Allee. Sie verkörpert alles, was die Menschen an einer Allee so lieben, den Tunnel, der hier wie eine Kathedrale wirkt und die Erhabenheit alter Bäume. Diese Allee verbindet längs der Straße und auch über der Straße.

Gleichzeitig zeigt das Foto auch alle Schwierigkeiten, mit denen die Alleebäume heute zurechtkommen müssen. Der ländliche Weg ist sicher kaum befahren und war vor noch nicht allzu langer Zeit noch unbefestigt. Leider werden immer mehr unbefestigte Wege asphaltiert, selbst da, wo eine wassergebundene Deckschicht oder Betonspurbahnen möglich und besser wären. Dann kommen auch solche skurrilen Wege zustande, wie hier auf diesem Foto. Aber auch von der Ackerseite sind die Bäume arg bedrängt. Wichtig wäre hier ein ackerseitiger Schutz, also ein Saum, der nicht bewirtschaftet wird.

Der zweite Platz geht nach Brandenburg

Lindenallee auf dem Oder-Neiße-Radweg; Foto: Kerstin Rehmann Lindenallee auf dem Oder-Neiße-Radweg  (Kerstin Rehmann)

Den zweiten Platz des Fotowettbewerbes belegte Kerstin Rehmann aus Bad Schmiedeberg, die angeregt durch den schönen Vortrag zu Alleen in der dortigen Stadtkirche am Fotowettbewerb teilnahm und dieses Foto von einer blühenden Lindenallee auf dem Oder-Neiße-Radweg in Richtung Norden fotografierte.

Der dritte Platz geht nach Mecklenburg-Vorpommern

Lindenallee in einem mecklenburgischen Dorf; Foto: Birgit Schlag Lindenallee in einem mecklenburgischen Dorf  (Birgit Schlag)

Das drittplatzierte Foto wurde von Birgit Schlag eingereicht und zeigt eine Lindenallee in einem mecklenburgischen Dorf. Das Zusammenspiel der Farben der Allee und des Rapsfeldes im Hintergrund lässt den Sommer erstrahlen. Das Bild lässt die Weite der Allee wunderbar erahnen.

Ein Sonderpreis für Alleen in Parkanlagen geht nach Bayern

Schlossallee im Park von Schloss Seehof in Memmelsdorf bei Bamberg; Foto: Horst Schunk Schlossallee im Park von Schloss Seehof in Memmelsdorf bei Bamberg  (Horst Schunk)

Den Sonderpreis für Alleen in Parkanlagen erhielt Horst Jürgen Schunk für sein Foto "Die Schlossallee im Park von Schloss Seehof in Memmelsdorf, vor den Toren Bambergs". Diese Parkanlage liegt in Oberfranken, Bayern. Der Besucher wandelt wie durch geheimnisvolle Tore durch diese wunderschöne Allee.

Hintergrund

Der BUND engagiert sich seit vielen Jahren im Alleenschutz. Hunderte ehrenamtlich Aktive kümmern sich um "ihre" Alleen vor Ort, insbesondere in den alleenreichsten Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Hier stehen noch etwa 15.000 Kilometer Alleen, das sind weit mehr als die Hälfte der gesamten Alleenkilometer Deutschlands.

Doch auch in weniger alleenreichen Bundesländern gibt es wahre Schätze an den "grünen Tunneln". Einige davon hoffen wir durch den Wettbewerb kennenzulernen.

Sie können uns bei unserer Arbeit unterstützen: Werden Sie Alleen-Pate. Gemeinsam können wir im Alleenschutz viel bewegen.

Meldung zum Thema

Druckfähige Fotos der prämierten Alleen

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Ihr Ansprechpartner

Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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