Klimaschutz und Mobilität: Auf dem Weg in die sozialökologische Mobilitätswende

Um die Klimakatastrophe noch zu verhindern, müssen die Weichen jetzt gestellt werden. Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase muss dafür deutlich reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, fordert der BUND mit zahlreichen Bündnispartnern den Aufbruch in eine sozial gerechte und ökologische Mobilitätswende.

Flug- und Autoverkehr; Foto: Andreas Weber / iStock.com Ein echter Klimaschutzplan muss die CO2-Emmissionen durch den Flug- und Autoverkehr drastisch reduzieren.  (Andreas Weber / iStock.com)

Mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgas-Ausstoß bis 2030 im Vergleich zu 1990: Das ist aktuell das offizielle Ziel der Bundesregierung, das so im Klimaschutzgesetz verankert ist.

Um dieses Ziel zu erreichen, genügt es nicht, nur Effizienzverbesserungen oder die Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotoren in den Blick zu nehmen.

Der BUND setzt sich deshalb gemeinsam mit Wohlfahrts- und Sozialverbänden, Gewerkschaften, Umweltverbänden und den evangelischen Kirchen für eine sozial gerechte und ökologische Mobilitätswende ein.

Wie kann eine sozial gerechte und ökologische Mobilitätswende gelingen?

Die vier Dimensionen der sozial gerechten und ökologischen Mobilitätswende

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Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge

Mobilität muss als Teil der Daseinsvorsorge begriffen werden. Nötig sind ein Ausbau des Fuß- und Radverkehrs. Der Öffentliche Personennah- und Fernverkehr muss aufgestockt und überall im Land verfügbar sein. Weitere Bausteine sind Barrierefreiheit, erschwingliche Tickets, eine langfristige und umfassende Finanzierung und ein Stopp von klimaschädlichen Subventionen. Insgesamt müssen Versorgung und Mobilität integriert geplant werden, um die Daseinsvorsorge langfristig und unkompliziert zu sichern.

Sicherung von Lebensqualität und Gesundheit

Treibhausgasemissionen, Schadstoff- und Lärmemissionen schaden dem Klima und unserer Gesundheit. Sie müssen im Zuge der Mobilitätswende kontinuierlich verringert werden. Dabei setzen wir unter anderem auf Maßnahmen, die den Verkehr beruhigen, lebenswerte und erschwingliche Wohngebiete schaffen und die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.

Mobilitätswirtschaft: Ein Sektor für Innovationen

Die Mobilitätswirtschaft trägt aktuell einen großen Teil zur Beschäftigung und zum Wohlstand in Deutschland bei. Die Mobilitätswende braucht jedoch ein Umdenken in der Industriepolitik. Hier müssen rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, um emissionsarme Zukunftstechnologien und solche jenseits des Autos zu fördern. Beschäftigte im nicht produzierenden Mobilitätssektor dürfen nicht länger prekär beschäftigt werden. Stattdessen braucht es tarifliche Absicherungen und eine fortschrittliche Qualifikationspolitik für alle Arbeitnehmer*innen.

Kulturwandel weg vom privaten Pkw

Nicht zuletzt müssen die Menschen sich öffnen für Alternativen zum privaten Pkw. Dafür muss die Bevölkerung an der Mobilitätswende teilhaben können. Die vielerorts vorhandene Abhängigkeit vom eigenen Auto muss durchbrochen und Alternativen in den Vordergrund rücken. Transparenz und Partizipation sind somit ein wichtiger Teil des gemeinschaftlichen Handelns.

"Das Klima zu schützen und den sozialen Zusammenhalt unserer Demokratie zu erhalten, sind die großen Aufgaben unserer Zeit. Um unsere Klimaziele zu erreichen, werden einschneidende Veränderungen notwendig. Sie bergen die Chance für einen nachhaltigen Umbau unserer Gesellschaft. (...) Gemeinsam können wir die Mobilitätswende, ein bedeutendes und zugleich herausforderndes Projekt, stemmen. Wir haben vorgelegt, die neue Bundesregierung muss ab Herbst folgen." (BUND-Geschäftsführerin Antje von Broock)

Ihre Spende für die Mobilitätswende

In einer Zeit, in der nur noch jeder fünfte Baum gesund ist, der Verkehr die Gesundheit der Bürger*innen nachweislich belastet und die Klimakrise unsere Existenz bedroht, müssen wir dringendst Verkehrsemissionen reduzieren, statt noch mehr Verkehr zu produzieren. Darum arbeitet der BUND seit Jahren intensiv an einer Mobilitätswende. Und dafür brauchen wir Sie: Wir sind unabhängig, lassen uns nicht sponsern, unser Logo gibt es nicht gegen Geld. Deswegen sind private Spenden die Voraussetzung für unserer verkehrspolitisches Engagement. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Unterwasserlärm tötet

Mensch mach leise!

Ihr Ansprechpartner

Jens Hilgenberg

Jens Hilgenberg

BUND-Verkehrsexperte
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In unserer Broschüre zeigen wir den Weg in die sozial­verträg­liche Mobilitäts­wende auf.

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