Alternativen für Sachsen-Anhalt

Karte: Fernstraßenplanung und Alternativanmeldungen in Sachsen-Anhalt Fernstraßenplanung und Alternativanmeldungen in Sachsen-Anhalt  (BUND)

Während in einigen Ländern eine Tendenz zu weniger Projektanmeldungen im Vergleich zum BVWP 2003 zu erkennen ist, meldet Sachsen-Anhalt neben den übernommenen, alten Maß­nahmen 30 bisher nicht zur Debatte stehende, neue Straßen an. Allein die vier Projekte A 14, B 190n, A 71, B 6n würden bei der aktuellen Bundesmitteln für Sachsen-Anhalt circa 100 Jahre Um­setzungs­zeit bedeuten.

Unter anderem zur A 14 hat der BUND eine sich aufdrängende kostengünstigere und umwelt­schonendere Alternative vorgelegt. Das Land Sachsen-Anhalt weigert sich allerdings bisher darauf einzugehen.


Projekte und BUND-Alternativen

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A14: Magdeburg-Ludwigslust (Schwerin)

Offizielle Planung: 4-spuriger Neubau der A 14 zwischen Magdeburg und Ludwigslust (Schwerin)

BUND-Alternative: Prüfung des Ausbaus der bestehenden Bundesstraßen 189 und 4, mit abschnittsweiser Erweiterung dieser auf drei oder vier Fahrstreifen und Prüfung einzelner Ortsumfahrungen.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • gleichwertige Erreichbarkeit der Region wie beim A 14 Neubau: Einhaltung der Richtlinien für Integrierte Netzgestaltung
  • Vermeidung der Neuzerschneidung dieses bundesweit bedeutenden, unzerschnittenen Raumes
  • immense Kosteneinsparung: Halbierung der Kosten

BUND-Anmeldung A14 für den Bundesverkehrswegeplan

B190: Niedersachsen (geplante A39) - Brandenburg (A24)

Offizielle Planung: 2-streifiger Neubau der B 190 zwischen Niedersachsen (geplante A 39) über die geplante A 14 bis zur B 5 (A 24) in Brandenburg

BUND-Alternative: Null-Plus-Variante durch Verzicht auf Neubau und Umbau von Ortsdurchfahrten. Gegebenenfalls sind lokal Maßnahmen eines Ausbaus auf 2+1 Spuren und einzelner Ortsumfahrungen zu prüfen.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • bedarfsgerecht: Die Verkehrsbelastung auf der bestehenden B 190 war im Jahr 2010 mit 3200 bis 4500 Kfz/24h ausgesprochen gering. Diese Zahlen rechtfertigen keinen großdimensionierten Neubau
  • kürzere, sich aufdrängende Wege westlich von Salzwedel (B 71 Richtung Norden und B 248 Richtung Süden) bleiben erhalten und werden evtl. optimiert
  • kostengünstiger bei gleichwertiger Verbesserung der Erreichbarkeiten
  • bundesweit bedeutende unzerschnittene Räume bleiben erhalten

BUND-Anmeldung B190 für den Bundesverkehrswegeplan

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