Für eine klimafreundliche Landwirtschaft

Allein 7,4 Prozent aller Treibhausgase in Deutschland wurden 2018 von der Landwirtschaft verursacht. Damit ist sie nicht nur Opfer des Klimawandels, sondern trägt auch selbst dazu bei. Der BUND spricht sich u.a. für mehr Ökolandbau und Grünlandschutz, die Wiedervernässung ehemaliger Moorstandorte sowie die deutliche Reduzierung der Nutztierhaltung aus.

Für eine klimafreundliche Landwirtschaft

Für eine klimafreundliche Landwirtschaft Der kleinere Viehbestand je Fläche beim Ökolandbau ist gegenüber der konventionellen Landwirtschaft klimafreundlicher.  (Lilifox / Fotolia.com)

Neben Kohlendioxid (CO2) aus der landwirtschaftlichen Nutzung entwässerter Moore, produziert die Landwirtschaft als Hauptquellen die Treibhausgase Methan (laut dem Umweltbundesamt ca. 51,2 Prozent im Jahr 2018) und Lachgas (44,2 Prozent). Hauptquellen der Treibhausgase in der Landwirtschaft sind der Viehbestand inklusive der dazu benötigten Futtermittel sowie der Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern. Wenn bestimmte Vorleistungen der Agrarproduktion eingerechnet werden, dann steigt der Anteil der deutschen Landwirtschaft am Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland auf fast zwölf Prozent.

Gut fürs Klima: Ökolandbau und Grünlandschutz

Wegen des Verzichts auf Kunstdünger und dem kleineren Viehbestand je Fläche ist der Ökolandbau gegenüber dem konventionellen Landbau klimafreundlicher. Ein ökologisch bewirtschafteter Boden bindet zudem mehr CO2. Darum ist der Ökolandbau dringend auszubauen.

Das Ziel der Bundesregierung, welche für das Jahr 2030 20 Prozent Ökolandbauanteil anstrebt, ist leider noch meilenweit entfernt (9,7 Prozent in 2019). Der BUND sieht in Wiederkäuern und insbesondere in Rindern – wenn sie artgerecht und grünlandbasiert ernährt werden – sehr wichtige Klima- und Grünlandschützer. Sie können damit zum Biodiversitätsschutz und zur Anreicherung von Kohlenstoff im Boden beitragen (durch Humusbildung).

Der BUND macht sich stark

Im "Maßnahmenprogramm Klimaschutz 2030" spricht sich der BUND zusammen mit anderen Verbänden in der Landwirtschaft u.a. für mehr Ökolandbau, mehr Grünlandnutzung und Wiedervernässung, weniger Lebensmittelverschwendung und eine Reduzierung des Fleischkonsums in Verbindung mit einer reduzierten Nutztierhaltung aus.

Daher müssen die Tierbestände in Deutschland insgesamt und insbesondere in den "Hotspots" mit hohen Bestandsdichten reduziert werden. Der erste Schritt ist, die Überproduktion von tierischen Lebensmitteln auf einen Selbstversorgungsgrad von 100 Prozent zurückzuführen. Darüber hinaus spricht sich der BUND für den Umbau der Nutztierhaltung und insgesamt eine Halbierung der Tierbestände bis 2050 aus (v.a. Schweine- und Geflügelmast). Im Rahmen der EU-Agrarpolitik ist das neue Förderinstrument „Eco-Schemes“ zur Honorierung von Klimaschutzleistungen der Bauernhöfe gezielt zu nutzen.

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Christian Rehmer

Christian Rehmer

Leiter Agrarpolitik
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