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Die UN-Klimakonferenz 2019 - Madrid ebnet den Weg nach Paris

Nach der sehr kurzfristigen Verlegung der UN-Klimakonferenz COP25 von Santiago de Chile nach Madrid ist nun doppelte Eile geboten, um das Pariser Klimaschutzabkommen auf den Weg zu bringen, ohne dass es durch einen internationalen Emissionshandel verwässert wird.

Logo der Cop 25 in Madrid Logo der COP 25 in Madrid

Eigentlich sollte die Klimakonferenz COP25 der Vereinten Nationen in der chilenischen Hauptstadt Santiago stattfinden. Wochenlange Proteste der Bevölkerung gegen die eklatante soziale Ungleichheit in Chile veranlassten die dortige Regierung jedoch dazu, die Ausrichtung im Land abzusagen und nach alternativen Veranstaltungsorten zu suchen. Letztlich sprang die spanische Hauptstadt Madrid ein, wobei Chile weiterhin die Präsidentschaft über die Konferenz innehaben wird.

Hauptziel der Vertragsstaaten ist es, die letzten offenen Regeln für die Umsetzung des Pariser Abkommens auszuhandeln. Ein Großteil der Regeln wurde bereits vergangenes Jahr auf der COP24 im polnischen Katowice verabschiedet. Noch offen ist jedoch der Artikel 6 des Pariser Abkommens, in dem es um den Emissionshandel geht. Und damit um eine zentrale Frage der Klimaschutzarchitektur der Zukunft. 

Werden Länder ihre Emissionsreduktionen zuhause erbringen müssen, oder ist es ihnen erlaubt, Gutschriften für Emissionsreduktionen, sogenannte Zertifikate, aus anderen Ländern zu kaufen? Und wenn ja, wie sollen diese Zertifikate gehandelt werden, wie kann garantiert werden, dass eine Gutschrift wirklich nur dem Land zu Gute kommt, das das Zertifikat kauft – und nicht doppelt auch noch von dem Verkäuferland angerechnet wird?

Der Emissionshandel ist eine Mogelpackung

Für den BUND hört sich das nach einer Mogelpackung an – wir haben in Europa genug schlechte Erfahrungen mit dem Emissionshandel gemacht. Daher wird der BUND sich zuhause und international immer für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas einsetzen und dafür konkrete Ausstiegspläne fordern. Und neben den Ausstiegsplänen immer auch Klimaziele, die mit den Zielen des Pariser Abkommens übereinstimmen. Auch wenn die Verbesserung der bislang viel zu schwachen nationalen Klimaschutzpläne kein offizieller Verhandlungspunkt der Klimakonferenz ist, wird es das dominierende politische Thema sein und es müssen von dort deutliche Signale hin zu stärkeren Klimaschutzanstrengungen weltweit ausgehen. Nur so können in Madrid die Weichen für Paris gestellt werden.

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Ihre Ansprechpartnerin

Ann-Kathrin Schneider

Ann-Kathrin Schneider

Leiterin Internationale Klimapolitik
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