Zivilgesellschaft stärken, nationale Klimaziele verbessern

Das internationale BUND-Projekt "Stärkung der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung nationaler Klimapolitik" hat das Ziel, ambitioniertere nationale Klimaschutzpläne in Kolumbien, Georgien und der Ukraine zu fördern. Ganz wichtig dabei: Die Bevölkerung muss gehört und einbezogen werden.

Wie wir arbeiten

Windkraft-Graffiti an einer Häuserwand in Kiew Mehr Erneuerbare in der Ukraine? Windkraft-Graffiti an einer Häuserwand in Kiew.  (Franziska Sperfeld)

Im Projekt "Stärkung der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung nationaler Klimapolitik" aktiviert der BUND gemeinsam mit den Partnerorganisationen vor Ort zivilgesellschaftliche Akteure für nationale Klimapolitik und versucht, Barrieren aus dem Weg zu räumen. Das Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) und wird vom Bundesumweltministerium (BMU) gefördert.

Das Pariser Klimaabkommen verpflichtet die 195 unterzeichnenden Staaten, ihre nationalen Klimapläne zu überarbeiten. Dabei müssen die Erfahrungen und Bedürfnisse der Zivilgesellschaft Gehör finden, um die Ambitionen des Klimaschutzes hochzuschrauben.

In den Partnerländern Kolumbien, Georgien und der Ukraine rufen die beteiligten Projektpartner Gesprächsformate ins Leben, um gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren eine Vision ehrgeiziger und sozial verträglicher Klimapolitik zu entwickeln, die an die Regierungen herangetragen bzw. im Überarbeitungsprozess eingebracht werden.

ZUR NACHLESE DER "5 FOR THE CLIMATE" THEMENWOCHE VOM 14. BIS 18. JUNI 2021

Unsere Partnerorganisationen

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Censat Agua Viva – Kolumbien

"Die kolumbianische Zivilgesellschaft muss mitreden"

Censat Agua Viva arbeitet seit über 30 Jahren an der Schnittstelle von sozialen und umweltpolitischen Themen. Schwerpunkte sind dabei auch Klimagerechtigkeit und Energiesouveränität, wo Censat Agua Viva die Belange der Opfer des Klimawandels artikuliert. Im Rahmen des Projekts initiiert Censat Agua Viva Foren zum Austausch zivilgesellschaftlicher Akteure in Kolumbien. Dabei sollen besonders die lokalen und sub-nationalen Gruppen in den Diskurs eingebunden werden. Ergebnis soll sein, Klimaziele in Form eines Policy Papers vorzulegen, welches politischen Entscheidungsträger*innen nähergebracht wird. Deshalb will sich Censat auch auf nationaler Ebene an politischen Diskussionen beteiligen.

The Greens Movement of Georgia – Georgien

"Mehr Beteiligung durch Dezentralisierung ermöglichen"

The Greens Movement of Georgia (GMG) ist eine in Georgien etablierte und nun schon seit 1989 aktive Umweltorganisation. Die Bewegung legt besonderen Wert auf die Einbindung der Bevölkerung in Entscheidungsprozesse zur Wahrung von Menschenrechten und Rechten von Gemeinschaften. Zur Stärkung der Zivilgesellschaft in Georgien organisiert und veranstaltet GMG Trainings und Arbeitsgruppen, um (lokale) zivilgesellschaftliche Organisationen näher an aktuelle klimapolitische Themen heranzubringen. Die Revision des georgischen NDCs ist dabei ein zentrales Element. Für dessen Kommentierung zieht GMG die Expertise eines aus dem Projekt entstandenen und breit aufgestellten zivilgesellschaftlichen Netzwerks (Climate Change Coalition) heran.

Ecoaction – Ukraine

"Transparenz fördern!"

Ecoaction ist eine junge Organisation, die mittlerweile breit aufgestellt Gesetzgebung aktiv beeinflussen will, um neben anderen Themen Klimapolitik in der Ukraine voranzutreiben. In einem zivilgesellschaftlich abgestimmten und wissenschaftlich fundiertem Fahrplan zeigt Ecoaction, welche klimapolitischen Maßnahmen in der Ukraine unbedingt notwendig sind, um ambitionierter Klimapolitik gerecht zu werden. Die Ergebnisse dieser "Roadmap 2030" stellen die Grundlage dar, auf welcher Ecoaction den klimapolitischen Diskurs in der Ukraine nachhaltig prägt. Damit zeigen die Kolleg*innen von Ecoaction auch notwendige Entwicklungen auf, die für Länder der Östlichen Partnerschaft als Mustervorlage dienen können. Jüngst involvierte Ecoaction lokale NGOs, um für deren Region lokal angepasste Klimapläne auf Basis der Roadmap 2030 zu entwickeln.

Unser wissenschaftlicher Partner

Um besser zu verstehen, wie die Zivilgesellschaft ihren Platz in der Klimapolitik einnehmen kann und wie Umweltorganisationen ihre Anliegen besser an den richtigen Stellen vorbringen können, steht dem BUND mit dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) ein wissenschaftlicher Partner zur Seite.

Das UfU ist ein wissenschaftliches Institut und eine Bürgerorganisation mit besonderer Expertise im Bereich partizipativer Prozesse und Umweltrecht. Die Kolleg*innen analysieren tiefgehend, wie es um die Partizipationsmöglichkeiten in der kolumbianischen, georgischen und ukrainischen Klimapolitik bestellt ist und identifizieren u.a. länderspezifische Barrieren, die eine sinnvolle, effektive und langfristige Partizipation be- oder verhindern.

In der umfassenden Studie "Civic space for participation in climate policies in Colombia, Georgia and Ukraine" veröffentlicht das UfU seine Forschungsergebnisse, gibt Hinweise zur Überwindung der Barrieren und verweist darüber hinaus auf gute Praxisbeispiele für klimabezogene Partizipation aus anderen Ländern hin.

Veröffentlichungen

Um Klimapolitik gerecht, lokal angepasst und ambitioniert zu gestalten, muss die Zivilgesellschaft in die Entwicklung und Umsetzung von nationalen Klimaplänen (Nationally Determined Contributions, NDCs) eingebunden sein. Basierend auf Erfahrungen im Projekt "Stärkung der Zivilgesellschaft für nationale Klimapolitik" sowie auf dem fachlichen Austausch in internationalen Klimaschutz-Netzwerken präsentiert der BUND folgende Veröffentlichungen:

Gefördert durch:

Logo Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

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