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Porträt des Auenprojekts von Gerhard Diekmann und Dieter Schäfer

Die Landwirte Diekmann und Schäfer über ihre Rinderhaltung in der Aue

Weidewirtschaft. Foto: Lars Fischer Vom Alten Forsthaus, das in der Hohen Garbe stand, sind heute nur noch wenige Reste zu sehen. Hier in der Nähe liegen die Wiesen von Bauer Diekmann, auf denen die Schäfer-Wolf KG Heu und Silage macht und dann Rinder nachweiden lässt.  (Lars Fischer)

Für Rinder ein guter Ort

Holtdorf: Gerhard Diekmann ist Landwirt und geht bald gänzlich in den Ruhestand. Seine Kinder, obwohl Agraringenieure, wollten den Hof in Holtdorf bei Schnackenburg nicht übernehmen, daher hat er ihn vor fünf Jahren in die Schäfer-Wolf KG im nahen Gummern eingebracht.

So ist ein knapp 1.000 Hektar großer und breit aufgestellter Betrieb entstanden: 120 Milchkühe, alles Schwarzbunte, Färsenzucht, Bullenmast, 550 Hektar Grün- und 500 Hektar Ackerland. Die Arbeit liegt in den Händen von Dieter Schäfer, dessen Bruder Siegfried Schäfer sowie zwei Melkerinnen und zwei Schlepperfahrern. Herr Dieckmann hilft aus, wenn Unterstützung gebraucht wird.

In der Hohen Garbe bewirtschaften sie 15 Hektar. Nahe dem alten Forsthaus machen sie ab Juni Heu und Silage und lassen dann die Rinder nachweiden. Der späte Termin für die erste Mahd ist in der Schutzgebietsverordnung für das NSG festgelegt und soll den Bodenbrütern zugute kommen. Die hätten auch gut Platz dort, bekräftigt Dieckmann. Wo keine Mähwiese ist, haben sie eine Ochsenweise eingerichtet.

"Wir gehen mit den Rindern möglichst früh auf die Flächen, sowie das erste Grün hochkommt", beschreiben Schäfer und Dieckmann ihre landwirtschaftliche Praxis. "Und wenn das Wasser runter ist, wird´s gleich grün." Die Rinder würden circa drei Wochen auf einer Koppel bleiben, je nach Wuchsleistung der Gräser, und dann umgetrieben. Nach der ersten Nutzung sei dann eine längere Ruhephase für das Grünland vorgeschrieben. In dieser Zeit sei der Aufwuchs so stark, dass die Weidezäune einwachsen und die Rinder später Gefahr laufen, die hohe Wiese niederzutreten, aber das hätten sie gut im Griff. Die gesamte Nutzung werde in einem Weidetagebuch dokumentiert, um zu belegen, dass man sich an die Auflage und Verträge mit dem Naturschutz halte.  Auch an den Sommerdeich dürften die Rinder nicht heran. Früher hätten dort Schafe geweidet und den Deich frei und sauber gehalten. Dass die Hohe Garbe feuchter geworden ist nach den Deichbrüchen vor einigen Jahren, sehen sie gelassen. Noch reiche die bestehende Entwässerung.

Auenlandwirtschaft

Gerhard Diekmann und Dieter Schäfer. Foto: Lars Fischer Die Landwirte Gerhard Diekmann und Dieter Schäfer bewirtschaften 15 Hektar in der Hohen Garbe.  (Lars Fischer)

"Unsere Tiere weiden hier alles in allem auf einer guten grünen Aue mit trittfesten Böden!" freuen sich die Landwirte. Zwar gebe es auch Beeinträchtigungen, etwa geöffnete Koppeln, Feuerstellen am alten Forsthof und auf dem Gänsehaken oder zerbrochene Flaschen, deren Scherben sich die Rinder eintreten können, "aber für Rinder ist die Hohe Garbe ein guter Ort, hier stehen sie ruhig, haben Wasser, saufen an den Buhnen…".

Rein betriebswirtschaftlich gehe es zwar in erste Linie um Flächen und nicht so sehr um die Besonderheit des Standortes, ihre 15 Hektar in der Hohen Garbe würden Diekmann und Schäfer dennoch nur ungern tauschen, sie seien wichtig für das Betriebsprofil.

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