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Siegel für Spielzeug: Können sie Eltern helfen und Kinder schützen?

Es gibt zahlreiche Gütesiegel, die sicheres Spielzeug versprechen. In punkto Schadstoffe besteht leider bei allen Siegeln Nachbesserungsbedarf. Welche Kriterien genau geprüft werden, ist zudem häufig nicht transparent. Trotzdem gilt: Besser ein Spielzeug mit Siegel als eines ohne. Hier finden Sie eine kurze Übersicht über die häufigsten Spielzeug-Siegel.

"Der Blaue Engel" schützt

Der "Blaue Engel" ist seit 1978 das offizielle Siegel für umweltfreundliche Produkte. Für die fachlichen Vergabekriterien ist das Umweltbundesamt zuständig. Der "Blaue Engel" gilt für Spielzeug aus Textilien, Holz, Kunststoff, Leder, Papier, Kautschuk sowie Metall. Die Naturfasern müssen beispielsweise aus biologischem Anbau stammen. Der Umfang der geregelten Schadstoffe und einige Grenzwerte gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Leider gibt es bisher nur wenige Spielzeughersteller, die ihre Produkte mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel für Spielzeug" auszeichnen lassen.

"Geprüfte Sicherheit" gilt nur für gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte

Das Siegel "Geprüfte Sicherheit" ist ein staatliches Siegel für Spielzeug. Es wird von zertifizierten Prüfstellen (zum Beispiel TÜV Rheinland, TÜV Süd) vergeben. Für die Siegelvergabe wird ein Baumuster des Produktes im Labor überprüft. Das GS-Zeichen überprüft vor allem, ob gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte eingehalten werden. Daher gelten hier die gleichen Mängel wie für die gesetzlichen Vorgaben (siehe Kapitel "Lückenhafte Gesetzgebung" im BUND-Spielzeugtest). Immerhin: Seit Juli 2015 gelten für das GS-Siegel strengere Grenzwerte für 16 polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) als gesetzlich vorgesehen.

TÜV Rheinland: viele Siegel, viele Unklarheiten

Der TÜV Rheinland ist ein privates Prüfunternehmen, das weltweit tätig ist. Der TÜV bietet eine Fülle von Siegeln an (zum Beispiel "Schadstoffgeprüft"). Die Kriterien werden vom TÜV Rheinland festgelegt und sind von Siegel zu Siegel unterschiedlich. Welche Schadstoffe getestet werden und ob die Grenzwerte über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen, ist nur schwer nachvollziehbar. Bei den PAK bleiben die TÜV-Siegel hinter dem GS-Siegel zurück.

"Spiel gut" testet vor allem den pädagogischen Wert des Spielzeugs

"Spiel gut" ist ein gemeinnütziger Verein und finanziert sich in erster Linie durch den Verkauf der "Spiel gut"-Ratgeber. Beurteilt wird vor allem der pädagogische Wert eines Spielzeugs. Schadstoffprüfungen werden nicht vorgenommen. Seit Juli 2005 wird das Siegel nicht mehr an Spielzeuge aus PVC vergeben. Allerdings werden die vor Juli 2005 vergebenen Siegel nicht nochmals geprüft. 

"CE" heißt nicht "ok": Die Kennzeichnung bietet keinerlei Sicherheit

Achtung: Die CE-Kennzeichnung ist kein Prüfsiegel! Sie dient eher als "EU-Reisepass" für das entsprechende Produkt. Mit "CE" ausgezeichnete Waren dürfen in jedem Mitgliedstaat innerhalb der EU vermarktet werden. Das CE-Kennzeichen wird in der Regel vom Hersteller selbst angebracht. Er bestätigt damit, dass er alle Sicherheits­anforderungen erfüllt. Die Realität sieht leider anders aus: Spielzeuge mit CE-Zeichen können mit Schadstoffen weit über den gesetzlichen Grenzwerten belastet sein.

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