Schadstoffe in Kosmetik: Was wird im ToxFox bewertet?

Der ToxFox bewertet nicht alle möglichen Stoffe in Kosmetika, sondern nur bestimmte Schadstoffgruppen, die besonders kritisch zu sehen sind.

Insgesamt gibt es über 10.500 verschiedene Substanzen, die in Körperpflegeprodukten oder Kosmetikartikeln enthalten sein können. Es ist nahezu unmöglich, sich mit all diesen Chemikalien auseinanderzusetzen.

Der ToxFox konzentriert sich daher auf bestimmte Schadstoffgruppen, die der BUND kritisch sieht. Der BUND ist bemüht, die Liste der bedenklichen Stoffe stetig zu erweitern.  

Im Moment werden in der ToxFox-App folgende Schadstoffgruppen in Kosmetika bewertet:

Mutter mit Neugeborenem Hormonelle Schadstoffe sind z.B. während der Stillzeit eine große Gefahr.  (Iuliia Bondarenko / Pixabay)

Liste der im ToxFox angezeigten Schadstoffe

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3-Benzylidene Camphor

  • Funktion: UV-Filter 
  • Problem: Wird von der EU-Kommission als hormoneller Schadstoff eingestuft. Der Stoff hat besonders schwerwiegende Auswirkungen auf die Fortpflanzung von Fischen. Darf seit Februar 2016 nicht mehr als Kosmetikinhaltsstoff eingesetzt werden. Er ist seit 2019 auf der Liste der besonder besorgniserregenden Stoffen in der EU (SVHC).
4-Methylbenzylidene Camphor

  • Funktion: UV-Filter, UV-Absorber. 
  • Problem: 4-Methylbenzylidene Camphor steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Der Stoff ähnelt den menschlichen Sexual- und Schilddrüsenhormonen. Veränderungen der Geschlechtsorgane wurden bei Tieren dokumentiert. 
Acrylamide Copolymer (AMC)

  • Funktion: Antistatisch, Bindend, Filmbildend. AMC ist wasserlöslich.
  • Problem: AMC-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Boden oder im Klärschlamm an. Falls es sich zersetzt wird Acrylamid frei, welches im Verdacht steht krebserregend zu sein. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde und das Sediment essen ist nicht umfänglich erforscht. PAM kann sich an Wasserorganismen anlagern und etwa an den Kiemen zu Atemproblemen führen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Acrylates Copolymer (AC)

  • Funktion: Filmbildner Bindemittel. In Haarwachs und Haargel verhindert es die statische Aufladung der Haare. AC ist eine Molekülkette aus unterschiedlichen Bausteinen, von denen mindestens eins eine Acrylsäure ist. Sie können als Pulver, Lösung oder Dispersion vorliegen.
  • Problem: AC-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an, über welches es auf Felder gelangen kann. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde essen z.B. Regenwürmer sind unbekannt. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Acrylates Crosspolymer (ACS)

  • Funktion: Filmbildner, Stabilisatoren, Festiger, Verdickungsmittel und waschaktive Substanzen (Tenside). ACS liegt in der Regel in flüssiger oder gelartiger Form vor.
  • Problem: ACS-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an, über welches es auf Felder gelangen kann. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde essen z.B. Regenwürmer sind unbekannt. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Amodimethicone und Derivate

  • Funktion: Weichmacher, Filmbildner, Antistatikum, Entschäumer, Feuchthaltemittel, ...
  • Problem: Silikon-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an. Zudem können einige Silikone mit den hormonellen und fortpflanzungsschädigenden Stoffen D4 und D5 verunreinigt sein. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Benzophenone

  • Funktion: UV-Absorber, maskierend
  • Problem: Benzophenon steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. 
Benzophenone-1

  • Funktion: UV-Absorber
  • Problem: Benzophenone-1 steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Hormonelle Störungen wie Veränderungen der Geschlechtsorgane wurden bei Tieren dokumentiert. 
Benzophenone-2

  • Funktion: UV-Absorber, schützt das Produkt vor Sonnenstrahlen. 
  • Problem: Benzophenone-2 steht deshalb auf der Prioritätenliste der EU für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.. Hormonelle Störungen wie Veränderungen der Geschlechtsorgane wurden bei Tieren dokumentiert. 
Benzophenone-3

  • Funktion: UV-Filter, UV-Absorber
  • Problem: Benzophenone-3 steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.  Der Stoff ähnelt den menschlichen Sexual- und Schilddrüsenhormonen und kann die Entwicklung und das Immunsystem stören. 
Benzophenone-4

  • Funktion: UV-Filter, UV-Absorber
  • Problem: Benzophenone-4 steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
Benzophenone-5

  • Funktion: UV-Filter, UV-Absorber
  • Problem: Benzophenone-5 steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsschadstoffe. 
Benzyl Salicylate

  • Funktion: UV-Absorber, Parfümierend
  • Problem: Benzyl Salicylate steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
BHA

  • Funktion: Antioxidationsmittel 
  • Problem: Hormonelle Störungen wurden bei Tieren dokumentiert. Steht deshalb auf der Prioritätenliste der EU für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
BHT

  • Funktion: Maskierend, Antioxidant
  • Problem: Butylhydroxytoluol steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
Borsäure

  • Funktion: Flammschutzmittel, Desinfektionsmittel, Bleichmittel, Pestizid 
  • Problem: Dieser Stoff kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und das Kind im Mutterleib schädigen.
Butylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel. 
  • Problem: Butylparaben ist hormonell schädlich für die menschliche Gesundheit und wurde in die EU-Kandidatenliste für besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen. Hormonelle Störungen wie ein Rückgang der Spermienqualität wurden bei Tieren dokumentiert. In nicht abwaschbaren Produkten für den Windelbereich ist Butylparaben verboten. In Duschgelen und ähnlichen Produkten für Erwachsene sind Konzentration bis zu 0,14 Prozent erlaubt.
Butylphenyl Methylpropional (Lilial)

  • Funktion: Putzmittel, Kosmetik (parfümierend), parfümierte Produkte, Polituren und Waxe 
  • Problem: Dieser Stoff kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und ungeborene Kinder im Mutterleib schädigen. Er ist sehr giftig für Wassertiere. Der Duftstoff Lilial steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
Carbon Black / Ruß (Nano)

  • Funktion: Farbstoff. 
  • Problem: Kann beim Einatmen in hohen Konzentrationen in der Lunge Entzündungen und auch Tumore erzeugen.
Cyclohexasiloxane (D6)

  • Funktion: Weichmacher, Lösemittel, Feuchthaltemittel, Prozesshilfsmittel, Schmierstoffe, Trennmittel, Antischaummittel 
  • Problem: Dieser Stoff ist giftig für Lebewesen, reichert sich stark in Organismen an und verbleibt über sehr lange Zeiträume in Gewässern, Böden und in der Nahrungskette.
Cyclomethicone

  • Funktion: Lösungsmittel, viskositätsregelnd, feuchthaltend, haarkonditionierend, geschmeidig machend, antistatisch
  • Problem: Cyclomethicone steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
Cyclopentasiloxan (D5)

  • Funktion: Weichmacher, Lösemittel, Feuchthaltemittel, Prozesshilfsmittel, Schmierstoffe, Trennmittel, Antischaummittel. Wird in Kosmetikartikeln als Lösungsmittel, verwendet, wirkt hautpflegend, haarkonditionierend und geschmeidig machend. Wird auch in Elektronik und anderen Artikeln verwendet.
  • Problem: Dieser Stoff ist giftig für Lebewesen, reichert sich stark in Organismen an und verbleibt über sehr lange Zeiträume in Gewässern, Böden und in der Nahrungskette. Cyclopentasiloxan steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe und ist in der EU eingestuft als besonders besorgniserregender Stoff. 
Cyclotetrasiloxan (D4)

  • Funktion: Prozesshilfsmittel. Wird in Kosmetik als Conditioner für Haut und Haare eingesetzt, aber auch in Elektronikartikeln.
  • Problem: Dieser Stoff ist giftig für Lebewesen, reichert sich stark in Organismen an und verbleibt über sehr lange Zeiträume in Gewässern, Böden und in der Nahrungskette. Hormonelle Störungen wie Fortpflanzungsprobleme wurden bei Tieren dokumentiert. Steht deshalb auf der Prioritätenliste der EU für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Der Stoff baut sich in der Umwelt kaum ab und reichert sich in Lebewesen an. Gilt daher in der EU als besonders besorgniserregender Stoff. 
Diethyl Phthalate

  • Funktion: Lösungsmittel, Weichmacher, maskierend, haarkonditionierend, filmbildend, vergällend. Wird zum Beispiel als Vergällungsmittel für Alkohol eingesetzt.
  • Problem: DEP ist ein hormoneller Schadstoff, der den menschlichen Schilddrüsen- und Sexualhormonen ähnelt. Der Stoff kann die Fortpflanzung und den Stoffwechsel stören. DEP steht als hormoneller Schadstoff auf der SIN-Liste des Internationalen Chemikaliensekreteriats (ChemSec). 
Dimethicon und Derivate

  • Funktion: Weichmacher, Filmbildner, Antistatikum, Entschäumer, Feuchthaltemittel
  • Problem: Silikon-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an. Zudem können einige Silikone mit den hormonellen und fortpflanzungsschädigenden Stoffen D4 und D5 verunreinigt sein. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Ethylhexyl Methoxycinnamate

  • Funktion: UV-Filter (Sonnenschutz)
  • Problem: Hormonelle Störungen wie Veränderungen der Geschlechtsorgane wurden bei Tieren dokumentiert. Steht deshalb auf der Prioritätenliste der EU für hormonell wirksame Stoffe.
Ethylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Anders als Methyl- ,Propyl- und Butylparaben steht Ethylparaben nicht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Es gibt aber Hinweise, dass auch dieser Stoff hormonelle Störungen verursachen kann. Da alle Parabene sich strukturell sehr ähnlich sind und in der Regel als Gemisch eingesetzt werden, bewertet der BUND Ethylparaben ebenfalls kritisch. 
Glutaral

  • Funktion: Schädlingsbekämpfung, Ledergerbung, Röntgenbildentwicklung, Kosmetik 
  • Problem: Dieser Stoff kann beim Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen. Er ist sehr giftig für Tiere, die im Wasser leben.
Homosalate

  • Funktion: UV-Filter, UV-Absorber, hautpflegend
  • Problem: Homosalate steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
Hydroxyapatite (Nano)

  • Funktion: Emulsionsstabilisierend, quellend, abrasiv
  • Problem: Bisher kaum Daten zur Beurteilung der Nanoform dieses Stoffes durch das zuständige EU-Gremium SCCP (wissenschaftliche Ausschuss Verbrauchersicherheit).
Hydroxycinnamic acid

  • Funktion: Hautpflegemittel
  • Problem: Hormonelle Störungen wurden bei Tieren dokumentiert. Steht deshalb auf der Prioritätenliste der EU für hormonell wirksame Stoffe.
Isobutylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Die Verwendung von Isobutylparaben ist seit 2014 verboten, weil nicht genügend Daten für die Bewertung vorliegen.
Isopropylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Die Verwendung von Isopropylparaben ist seit 2014 verboten, weil nicht genügend Daten für die Bwertung vorliegen.
Kojic Acid

  • Funktion: Antioxidant
  • Problem: Kojic acid steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Der Stoff stört die Jod-Aufnahme durch die Schilddrüse und kann so zu veränderter Schilddrüsenfunktion führen. 
MBBT (Nano)

  • Funktion: UV-Filter
  • Problem: Steht im Verdacht, sich in der Umwelt anzureichern und dadurch z.B. Wasserorganismen zu schädigen.
Methylchloroisothiazolinone

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Methylchloroisothiazolinone kann zu Allergien führen. Die Zahl der Verbraucher*innen, die auf den Konservierungsstoff reagieren, nimmt zu. Daher ist Methylchloroisothiazolinone seit Februar 2017 in Produkten, die auf der Haut bleiben (Hautcremes und Lotionen), verboten. In Produkten wie Shampoo, die abgespült werden, darf es aber noch verwendet werden (<0,01 Porzent). 
Methylisothiazolinone

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Methylisothiazolinone kann zu Allergien führen. Die Zahl der Verbraucher*innen, die auf den Konservierungsstoff reagieren, nimmt zu. Daher ist Methylchloroisothiazolinone seit Februar 2017 in Produkten, die auf der Haut bleiben (Hautcremes und Lotionen), verboten. In Produkten wie Shampoo, die abgespült werden, darf es aber noch verwendet werden (<0,01 Prozent). 
Methylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Methylparaben steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Hormonelle Störungen wie Veränderungen der Geschlechtsorgane wurden bei Tieren dokumentiert. 
Natriumperborat

  • Funktion: Bleichmittel 
  • Problem: Dieser Stoff kann das Kind im Mutterleib schädigen und vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Octocrylene

  • Funktion: UV-Filter, UV-Absorber
  • Problem: Octocrylene steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
Per-und Polyfluorierte Polymere (PFAS)

  • Funktion: Pflegend, Bindemittel, Haarkonditionierung, Entschäumer
  • Problem: PFAS-Mikroplastik ist sehr langlebig und kann sich in Wasserorganismen anreichern. Zudem gibt es Hinweise auf erhebliche Gesundheitsrisiken für Mensch und Umwelt: Einige Fluorverbindungen können hormonell und fortpflanzungsschädigend wirken und Krebs verursachen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyacrylamide (PAM)

  • Funktion: Antistatikum, Bindemittel, Filmbildend. PAM ist wasserlöslich.
  • Problem: PAM-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Boden oder im Klärschlamm an. Falls es sich zersetzt, wird Acrylamid frei, welches im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde und das Sediment essen, ist nicht umfänglich erforscht. PAM kann sich an Wasserorganismen anlagern und etwa an den Kiemen zu Atemproblemen führen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyacrylamide Derivate

  • Funktion: Antistatisch, bindend, filmbildend, waschaktive Substanz (Tensid). Polymere sind wasserlöslich.
  • Problem: Polyarcylamid-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Boden oder im Klärschlamm an. Falls es sich zersetzt, wird Acrylamid frei, welches im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde und das Sediment essen, ist nicht umfänglich erforscht. PAM kann sich an Wasserorganismen anlagern und etwa an den Kiemen zu Atemproblemen führen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyacrylate (PAA)

  • Funktion: Filmbildner, Konditionierer, Stabilisatoren oder Verdickungsmittel. PAA kann als Filmbildner bis zu 25 Prozent einer Kosmetikrezeptur ausmachen. Polyacrylate können gelöst, in feinsten Teilchen (Dispersion) oder als Feststoff vorliegen.
  • Problem: PAA-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an, über welches es auf Felder gelangen kann. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde essen, z.B. Regenwürmer, sind unbekannt. In Verbindung mit bestimmten Mineralien wie Calcium kann PAA an Wasserorganismen anlagern und etwa an den Kiemen zu Atemproblemen führen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyalkylenglykol (PEG, PPG)

  • Funktion: PEG kann sowohl in flüssiger, als auch in fester Form vorliegen und findet sich in fast allen Kosmetikprodukten wie Cremes, Deodorants, Lippenstifte, Parfüms, Zahnpasta oder Badezusätze. PEG dient u.a. als Bindemittel in puder- und pulverhaltigen Produkten sowie als Tensid für die Schaumbildung. Seine Derivate werden jeweils mit der Abkürzung PEG und einer Zahl angegeben um die Molekülgröße zu beschreiben, z.B. PEG-150 oder PEG-200. Gleiches gilt für PPG.
  • Problem: Lange PEG und PPG-Moleküle (>PEG-150) sind meist schlecht abbaubar. Für eine Zeit können sie sich daher im Sediment und Klärschlamm anreichern. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyamid (PA, Nylon)

  • Funktion: Unter die Polyamide fallen die Nylon-Polymere. Die Nummern deuten auf unterschiedliche Bausteine hin, aber allen gemein ist die Amidbindung zwischen ihnen. Die Varianten Nylon-6 und Nylon-12 liegen am häufigsten und in der Regel in Form fester Partikel vor. Sie finden als Trübungs- und Verdickungsmittel breite Anwendung.
  • Problem: PA-Mikroplastik ist wegen seiner Langlebigkeit und der Fähigkeit, Schadstoffe anzureichern, gefährlich für Wasserorganismen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyester

  • Funktion: Filmbildner z.B. in Haar- und Nagelpflegeprodukten
  • Problem: Polyester-Mikroplastik ist wegen seiner Langlebigkeit und der Fähigkeit Schadstoffe anzureichern gefährlich für Wasserorganismen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyethylen (PE)

  • Funktion: Filmbildner, Schleif- bzw. Poliermittel oder Verdickungsmittel. Gesichtspeelings können bis zu 10 Prozent aus PE bestehen. Auf PE-Mikropartikel als Schleifmittel in Zahnpasta verzichten die Hersteller weitgehend seit einer BUND-Kampagne im Jahr 2014.
  • Problem: PE-Mikroplastik ist wegen seiner Langlebigkeit und der Fähigkeit, Schadstoffe anzureichern, gefährlich für Wasserorganismen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyethylenterephthalat (PET)

  • Funktion: Filmbildner z.B. in Haar- und Nagelpflegeprodukten
  • Problem: PET-Mikroplastik ist wegen seiner Langlebigkeit und der Fähigkeit, Schadstoffe anzureichern, gefährlich für Wasserorganismen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polymethylmethacrylate (PMMA)

  • Funktion: PMMA wird in Form feinster fester Partikel als Filmbildner eingesetzt und bildet eine zusammenhängende feine Schutzschicht.
  • Problem: PMMA-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an, über welches es auf Felder gelangen kann. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde essen, z.B. Regenwürmer, sind unbekannt. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf – die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyolefine

  • Funktion: Konsistenzregler, Peeling. In diese Gruppe fallen etwa Ethylene/Propylene Copolymer und Polyisobutene.
  • Problem: Polyolefin-Mikroplastik ist wegen seiner Langlebigkeit und der Fähigkeit Schadstoffe anzureichern gefährlich für Wasserorganismen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polypropylen (PP)

  • Funktion: Der Massenkunststoff Polypropylen kommt sowohl in fester, puderartiger wie auch in wasserlöslicher Form vor. Es wird als Verdickungsmittel bzw. Konsistenzregler u.a. in Shampoos, Festigern und Make-up sowie in Gesichts- und Körperpeelings eingesetzt.
  • Problem: PP-Mikroplastik ist wegen seiner Langlebigkeit und der Fähigkeit Schadstoffe anzureichern gefährlich für Wasserorganismen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyquaternium (PQ)

  • Funktion: Silikonersatz, Filmbildner in Produkten zur Haut-, Haar- und Nagelpflege. In Haarpflegeprodukten werden sie auch als Fixiermittel und Antistatika eingesetzt, in flüssigen Produkten als Verdickungsmittel und Perlglanzstoffe. Die Zahl hinter dem Stoffnamen bezeichnet die jeweilige Verbindung.
  • Problem: PQ-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an, über welches es auf Felder gelangen kann. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde essen z.B. Regenwürmer sind unbekannt. PQ kann sich an Wasserorganismen anlagern und etwa an den Kiemen zu Atemproblemen führen. Einzelne Verbindungen können Spuren von Acrylamid enthalten, welches im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polysilikone

  • Funktion: Weichmacher, Filmbildner, Antistatikum, Entschäumer, Feuchthaltemittel, ...
  • Problem: Silikon-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an. Zudem können einige Silikone mit den hormonellen und fortpflanzungsschädigenden Stoffen D4 und D5 verunreinigt sein. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polystyrol und Derivate (PS)

  • Funktion: Filmbildner in Haar- und Nagelpflegeprodukten, Tensid, Emulsionsstabilisierend. Der Massenkunststoff Polystyrol (engl. Polystyrene) ist besser bekannt unter dem Markennamen Styropor. Es wird auch modifiziert etwa als Sodium Polystyrene Sulfonate eingesetzt.
  • Problem: PS-Mikroplastik ist wegen seiner Langlebigkeit und der Fähigkeit Schadstoffe anzureichern gefährlich für Wasserorganismen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyurethan (PU)

  • Funktion: Binde- und Antibackmittel für pulver- und puderhaltige Produkte, Verdickungsmittel für wässrige Lösungen und Haarfestiger. In Haar-, Nagel- und Hautpflegeprodukten dienen sie als Filmbildner. Als waschaktive Substanzen (Tenside) oder Emulgatoren finden sich Polyurethane in Reinigungsprodukten,  Shampoos und Duschgelen.
  • Problem: PU-Mikroplastik ist wegen seiner Langlebigkeit und der Fähigkeit Schadstoffe anzureichern gefährlich für Wasserorganismen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyvinyl Derivate (PVX)

  • Funktion: Weichmacher, Bindemittel, Filmbildner. PVX liegt gelöst oder als Emulsion vor.
  • Problem: PVX-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an, über welches es auf Felder gelangen kann. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde und das Sediment essen z.B. Regenwürmer sind unbekannt. In Verbindung mit bestimmten Mineralien wie Calcium kann PVX an Wasserorganismen anlagern und etwa an den Kiemen zu Atemproblemen führen. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Polyvinylpyrrolidon und Derivate (PVP)

  • Funktion: Haarfixierer, Antistatikum, Bindemittel, Filmbildner. PVP liegt gelöst oder als Emulsion vor.
  • Problem: PVP-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an, über welches es auf Felder gelangen kann. Die langfristigen Auswirkungen auf Tiere, die die Erde und das Sediment essen z.B. Regenwürmer sind unbekannt. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Potassium Butylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Butylparaben steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Stoffe.Hormonelle Störungen wie ein Rückgang der Spermienqualität wurden bei Tieren dokumentiert. In nicht abwaschbaren Produkten für den Windelbereich ist Butylparaben verboten. In Duschgelen und ähnlichen Produkten für Erwachsene sind Konzentration bis zu 0,14 Prozent erlaubt.
Potassium Propylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Propylparaben steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.Hormonelle Störungen wie ein Rückgang der Spermienqualität wurden bei Tieren dokumentiert. In nicht abwaschbaren Produkten für den Windelbereich ist Propylparaben verboten. In Duschgelen und ähnlichen Produkten für Erwachsene sind Konzentration bis zu 0,14 Prozent erlaubt.
Propylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Propylparaben steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.Hormonelle Störungen wie ein Rückgang der Spermienqualität wurden bei Tieren dokumentiert. In nicht abwaschbaren Produkten für den Windelbereich ist Propylparaben verboten. In Duschgelen und ähnlichen Produkten für Erwachsene sind Konzentration bis zu 0,14 Prozent erlaubt.
Resorcinol

  • Funktion: Haarfärbemittel, maskierend
  • Problem: Resorcinol steht auf der Prioritätenliste der EU für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Der Stoff kann die Schilddrüsenfunktion sowie den Östrogen- und Glukosestoffwechsel beeinflussen.
Salicylic Acid

  • Funktion: Antischuppenwirkstoff, Konservierungsmittel, hautpflegend, maskierend, keratolytisch, haarkonditionierend.
  • Problem: Salicylic Acid steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
Silber (Nano)

  • Funktion: Farbstoff, Antibakteriell
  • Problem: Kann in größeren Mengen zu Graufärbung der Haut und der Organe führen; Wirkt keimtötend und kann daher zu Bakterienresistenzen führen.
Silica Dimethyl Silylate (Nano)

  • Funktion: Viskositätsregelnd, emulsionsstabilisierend, geschmeidig machend, schaumvermindernd, Antibackmittel
  • Problem: Bisher gibt es keine Beurteilungen zur Sicherheit der Nanoform dieses Stoffes durch das zuständige EU-Gremium SCCP (wissenschaftliche Ausschuss Verbrauchersicherheit).
Siliziumdioxid (Nano)

  • Funktion: Abrasiv, absorbierend, Antibackmittel, quellend, trübend
  • Problem: Kann beim Einatmen schwere Entzündungen in der Lunge verursachen und gilt als krebserregend; Kann die Zellgesundheit im Magen-Darmtrakt schädigen.
Silsesquioxane und Derivate

  • Funktion: Weichmacher, Filmbildner, Antistatikum, Entschäumer, Feuchthaltemittel, ...
  • Problem: Silikon-Mikroplastik ist langlebig und reichert sich im Sediment und Klärschlamm an. Zudem können einige Silikone mit den hormonellen und fortpflanzungsschädigenden Stoffen D4 und D5 verunreinigt sein. Muscheln, Fische oder Würmer nehmen Mikroplastik mit der Nahrung auf - die Folgen können physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten sein. Mikroplastik befindet sich mittlerweile überall in der Umwelt: im Boden, Wasser, auf dem Meeresgrund und sogar im menschlichen Körper.
Sodium Butylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Butylparaben steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.Hormonelle Störungen wie ein Rückgang der Spermienqualität wurden bei Tieren dokumentiert. In nicht abwaschbaren Produkten für den Windelbereich ist Butylparaben verboten. In Duschgelen und ähnlichen Produkten für Erwachsene sind Konzentration bis zu 0,14 Prozent erlaubt.
Sodium Ethylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Anders als Methyl-, Propyl- und Butylparaben steht Ethylparaben nicht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Es gibt aber Hinweise, dass auch dieser Stoff hormonelle Störungen verursachen kann. Da alle Parabene sich strukturell sehr ähnlich sind und in der Regel als Gemisch eingesetzt werden, bewertet der BUND Ethylparaben ebenfalls kritisch.
Sodium Methylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Methylparaben steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Hormonelle Störungen wie Veränderungen der Geschlechtsorgane wurden bei Tieren dokumentiert.
Sodium Propylparaben

  • Funktion: Konservierungsmittel
  • Problem: Propylparaben steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Stoffe. Hormonelle Störungen wie ein Rückgang der Spermienqualität wurden bei Tieren dokumentiert. In nicht abwaschbaren Produkten für den Windelbereich ist Propylparaben verboten. In Duschgelen und ähnlichen Produkten für Erwachsene sind Konzentration bis zu 0,14 Prozent erlaubt.
Titandioxid

  • Funktion: Farbstoff, UV-Filter, UV-Absorber, trübend
  • Problem: Nicht zu empfehlen für Anwendungen, wo es verzehrt oder eingeatmet werden kann (z.B. Zahnpasta, Lippenstifte). In Sonnencremes bevorzugte, ökologisch vertretbare Wahl gegenüber anderen UV-Filtern. Kann in größeren Partikeln oder in Nano-Form vorliegen und steht im Verdacht, beim Einatmen Krebs verursachen zu können. Der Verzehr kann zu Veränderungen im genetischen Material (DNA) führen.
Titandioxid (Nano)

  • Funktion: Farbstoff, UV-Filter, UV-Absorber, trübend
  • Problem: Kann bei Aufnahme über die Atemwege vermutlich Krebs erzeugen. Der Verzehr kann zu Veränderungen im genetischen Material (DNA) führen. In Sonnencremes bevorzugte, ökologisch vertretbare Wahl gegenüber anderen UV-Filtern.
Triclocarban

  • Funktion: Konservierungsmittel, desodorierend
  • Problem: Triclocarban steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe. Der Stoff ist in den USA in Seifen seit 2017 verboten.
Triclosan

  • Funktion: Konservierungsmittel, desodorierend
  • Problem: Triclosan steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Stoffe. Der Stoff  ähnelt den menschlichen Sexualhormonen und stört die Schilddrüsenfunktion. Der Stoff ist sehr giftig für Wasserorganismen. Er reichert sich an und wird bei Menschen und in der Umwelt häufig gefunden. Der Einsatz von Triclosan in Seifen ist in den USA  seit 2017 verboten.
Triphenyl Phosphate

  • Funktion: Weichmacher
  • Problem: Triphenyl Phosphate steht auf der EU-Prioritätenliste für hormonell wirksame Verdachtsstoffe.
Tris Biphenyl Triazine (Nano)

  • Funktion: UV-Absorber, UV-Filter
  • Problem: Wirkung zu wenig erforscht.
Zinkoxid (Nano)

  • Funktion: UV-Absorber, UV-Filter
  • Problem: Kann beim Einatmen zu starken Entzündungen in der Lunge führen. Zinkoxid kann Wasser- und Bodenorganismen schädigen.

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