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AKW Brokdorf: Zentrum der Anti-Atomkraft-Bewegung

Rund 60 Kilometer nordwestlich von Hamburg liegt das AKW Brokdorf, das bis heute zu einem der Kraftwerke mit der höchsten Bruttostromerzeugung weltweit gehört.

AKW Brokdorf; Foto: WolfBlur / CC0 / pixabay.de AKW Brokdorf

Für die Anti-AKW-Bewegung ist Brokdorf zu einem der Symbole des Widerstands geworden: 1976, 1981 und 1986 fanden hier Großdemonstrationen gegen den Baubeginn, den Weiterbau und die Inbetriebnahme des Kraftwerks statt – teils mit heftigen gewaltsamen Auseinandersetzungen.

1981 demonstrierten 100.000 Menschen, ihnen gegenüber standen 10.000 Polizisten – es war das bis dahin größte Polizeiaufgebot in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Verbot dieser Demonstration beschäftigte noch lange die Gerichte, bis es vom Bundesverfassungsgericht schließlich als verfassungswidrig eingestuft wurde. 

AKW Brokdorf

Typ: Druckwasserreaktor

Netto-Leistung: 1.410 MW

Inbetriebnahme: 22.12.1986

Laufzeitende nach "Atomausstieg 2011": 31.12.2021

Betreibergesellschaft: Kernkraftwerk Brokdorf GmbH (80 Prozent PreußenElektra GmbH, 20 Prozent Vattenfall GmbH)

Störfälle: 70 meldepflichtige Ereignisse seit 2000, keines wurde als Störfall gemäß der INES (Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse, die Störungen und Unfälle kategorisiert) bewertet. Im November 1995 rammte und beschädigte ein Frachter das Kühlwasserbauwerk des AKW an der Elbe.

Bildergalerie: Die sieben deutschen Atommeiler

Publikation zum Thema

Uranatlas 2019

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Thorben Becker

Thorben Becker

Leiter Atompolitik
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