Rindfleisch und Autos statt Klimaschutz

29. Oktober 2020 | TTIP / CETA, Landwirtschaft

Eine neue BUND-Publikation zeigt: Das EU-Mercosur-Abkommen droht nicht nur das Klima weiter zu gefährden, sondern wird auch Industriearbeitsplätze und regionale Wertschöpfungsketten in den Mercosur-Ländern vernichten.

Rinderzucht in Argentinien  (Voilia / pixabay.com)

Allein in Argentinien droht durch das EU-Mercosur-Abkommen der Verlust von 186.000 Arbeitsplätzen, da Zölle wegfallen und günstigere Importe aus der Europäischen Union argentinische Industriegüter verdrängen werden.

Gleiches gilt für den Agrarsektor: Kleinbäuerliche Produzent*innen im Mercosur-Raum können im Wettbewerb mit der hochsubventionierten EU-Landwirtschaft kaum bestehen.

Die EU-Kommission will das Abkommen durchboxen

Trotz Widerstand aus zahlreichen EU-Staaten kämpft die EU-Kommission weiter für das umstrittene EU-Mercosur-Abkommen. Länder wie Österreich oder Frankreich sollen durch Selbstverpflichtungen der Mercosur-Staaten zum Schutz des Regenwaldes sowie mit Zusatzprotokollen oder Fahrplänen umgestimmt werden. 

Doch was bringen diese Anhänge tatsächlich? Welche Erfahrungen gibt es damit aus anderen Handelsabkommen? Kann das Abkommen damit wirklich nachhaltiger werden, können die Abholzungen und die Umweltzerstörung gestoppt sowie dem Klimawandel entgegengewirkt werden?

Ein Reiseführer durch das EU-Mercosur-Abkommen

In einem "Reiseführer" durch das EU-Mercosur-Abkommen, den der BUND gemeinsam mit Powershift, Campact, Attac Deutschland und Österreich sowie dem Forum Umwelt und Entwicklung herausgibt, werden die negativen Auswirkungen des Abkommens verständlich zusammengefasst.

Dabei geht es um die ungleichen Handelsbeziehungen ebenso wie um die Auswirkungen auf das Klima, illegale Abholzungen und die Gefahren für Kleinbäuer*innen in Ländern des Mercosur.

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